Iron Man: Jetpack mit Bewaffnung vorgestellt
Das britische Unternehmen Gravity Industries hat einen Waffenträger für sein Jetpack vorgestellt. Das von Gravity als "Smart Weaponry" bezeichnete System nutzt eine Head-Tracking-Technik, die es den Piloten des Anzugs ermöglicht, durch einfaches Drehen des Kopfes zu zielen. So wirkt das System dem Anzug der Comicfigur Iron Man(öffnet im neuen Fenster) nachempfunden.
Ein Video des Herstellers zeigt einen Piloten, der mehrere Meter über dem Boden schwebt und dabei auf eine Wasserfläche schießt. Die Waffe, die auf der Schulter des Piloten montiert ist, schwenkt auf und ab, um sich den Kopfbewegungen anzupassen. Ein integriertes Laservisier hilft beim Zielen. Im Video ist allerdings zu erkennen, wie der Pilot damit kämpft, die Gierbewegung durch den Waffenrückstoß auszugleichen.
Dank der freihändigen Bedienung können die Piloten der Jetpacks zielen und feuern, ohne die Hände von den Steuerungen des Anzugs nehmen zu müssen.
Kooperation mit der britischen Marine
Gravity arbeitete mit den britischen Royal Marines zusammen, um Jet-Anzüge für Einsätze auf See zu testen. Bisher waren diese nicht bewaffnet.
Dem praktischen Einsatz der bewaffnen Jet-Anzüge sind jedoch enge Grenzen gesetzt. Die Waffe lässt sich nicht nachladen, die extreme Geräuschentwicklung des Antriebs macht jede Möglichkeit der Tarnung zunichte und die Schubdauer ist sehr begrenzt.
Das Jetpack besteht aus einer Einheit, die auf dem Rücken getragen wird, sowie fünf Schubdüsen. Jeweils zwei sitzen an einer Art Handschuh, die fünfte am Rucksack. Das System hat eine Leistung von 780 kW und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 130 km/h. Die maximale Flugzeit beträgt nach Herstellerangaben etwa fünf Minuten.
- Anzeige Hier geht es zu Fliegen: Die Geschichte der Luftfahrt bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.