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iRobot Roomba Combo j9+: Ein Fall, den auch der Schmutzdetektiv nicht löst

Mit einer "Schmutzdetektiv"-Funktion will der iRobot noch bequemer reinigen als die vielen guten Alternativen. Im Test wiegt aber schwer, dass er eine wichtige Komfortfunktion vernachlässigt.
/ Berti Kolbow-Lehradt
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Wohnliches Design und saubere Technik - damit will der iRobot Roomba Combo j9+ im Test überzeugen. Klappt das? (Bild: Berti Kolbow-Lehradt)
Wohnliches Design und saubere Technik - damit will der iRobot Roomba Combo j9+ im Test überzeugen. Klappt das? Bild: Berti Kolbow-Lehradt

Saug- und Wischroboter aus der oberen Preisklasse versprechen nicht nur eine gründliche Bodenreinigung, sondern auch viel Komfort bei Bedienung sowie Vor- und Nachbereitung. Der Putzroboter-Pionier iRobot will bei seinem neuen Vorzeigemodell Roomba Combo j9+ mit einer besonders einfachen Bedienung den inzwischen vielen anderen mitmischenden Herstellern Kaufinteressierte abjagen.

So soll die neue "Schmutzdetektiv"-Funktion die Reinigungsplanung und Einstellungsauswahl selbst übernehmen. Zudem kommt der Putzgehilfe im Set mit einer Basisstation, die nicht nur das Staubfach des Roboters entleert, sondern erstmals bei einem iRobot-Produkt auch dessen Wischwassertank automatisch nachfüllt. Trend-Funktionen wie ein anhebbares Wischmodul und eine KI-Objekterkennung sind auch an Bord.

Reicht dieses Gesamtpaket, um den hohen Preis von 1.400 Euro zu rechtfertigen und eine Alternative zu den Top-Geräten S8 Pro Ultra (Test) und L20 Ultra (Test) der Newcomer-Marken Roborock und Dreame darzustellen? Um das herauszufinden, ließen wir den iRobot Roomba Combo j9+ im Test zur Probe putzen.

Wohnliche Optik

Beim Design setzt iRobot weiterhin Maßstäbe. So einen wohnlichen Charakter bietet kein anderer Hersteller. Der Roboter wirkt wegen der Deckplatte in gebürsteter Metalloptik im Vergleich sehr elegant. Die geriffelten Seitenflächen der Basisstation geben ihr die Anmutung eines Design-Schranks. Ihre Deckplatte ist in der Optik hellen Holzes gestaltet. Sie kann als Nutzfläche für Dekoartikel dienen, weil sich der Wartungszugang nicht darunter, sondern an der Front befindet.

Beide Komponenten sind angenehm kompakt. Die Basisstation (40 x 40 x 42 cm) nimmt auch deshalb nicht viel Raum ein, weil darin keine Waschanlage und kein Trockengebläse für das Wischtuch Platz finden müssen - anders als bei den Top-Geräten von Dreame, Ecovacs und Roborock.

Stattdessen beschränkt sich iRobot zum einen auf eine Absaugvorrichtung, die die Ausbeute von bis zu 60 Tagen in einem Staubbeutel zwischenlagert - die genaue Füllmenge nennt der Hersteller nicht. Zum anderen enthält die Station einen Frischwassertank (3 Liter), aus dem sich der Roboter bedient, um das Wischtuch zu befeuchten.

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Der Roboter kann wegen einer geringen Bauhöhe von 9 cm unter besonders flachen Möbeln putzen, weil der Hersteller auf einen Turm mit Lasersensoren verzichtet. Stattdessen verlässt sich der Roomba Combo j9+ bei der Navigation einzig auf eine Kamera, die in die Front integriert ist.

Damit die Optik auch noch im Schummerlicht genug erkennt, erleuchtet ein LED-Scheinwerfer den Weg. Die Taschenlampe auf Rädern ist der einzig gewöhnungsbedürftige Aspekt an der Roboter-Ästhetik.

Funktionsstarke, aber instabile Software

Roboter und Basisstation lassen sich schnell in Betrieb nehmen und einfach per Hersteller-App (Download für Android(öffnet im neuen Fenster) und iOS(öffnet im neuen Fenster) ) mit dem WLAN-Heimnetz verbinden. Die Software ist einfach bedienbar und bietet eine gute Ausstattung an Einstellungen. Dazu zählt das Reinigen ausgewählter Räume, auf Wunsch zu festen Uhrzeiten und mit mehr oder weniger Saugkraft und Wassereinsatz.

Über den Zusatzdienst IFTTT lässt sich der Roboter per Geofencing-Automatik abhängig vom Smartphone-Standort starten und stoppen. Für Sprachanweisungen vernetzt man den Roboter mit Alexa, Google Assistant und Siri-Kurzbefehlen.

Auf andere, bei Oberklasse-Modellen übliche Funktionen muss man weiterhin verzichten. Zum Beispiel zeigt die Software nicht per Live-Karte, wo der Roboter ist oder schon war. Zudem gibt es einen Betriebsmodus weniger.

Der Roboter kann gleichzeitig saugen und wischen oder nur saugen - aber nicht ausschließlich wischen. Und um individuelle Bereiche reinigen zu lassen, kann man diese nicht spontan in der App markieren, sondern muss sie zuvor definieren und abspeichern.

Geht es nach iRobot, soll man sich auch gar nicht um die Details der Reinigung kümmern müssen. Zu diesem Zweck hat man nämlich die Funktion namens "Dirt Detective" ergänzt. Bei einer Grundreinigung priorisiert der "Schmutzdetektiv" die Räume, die länger nicht geputzt wurden und daher mutmaßlich stärker verschmutzt sind.

Zudem verändert sie die Reinigungsintensität passend zu den hinterlegten Raumkategorien und dem am Saugstutzen gemessenen Schmutzfluss. Stark verdreckte Stellen putzt der Roboter mehrere Male und kräftiger - das können wir im Praxiseinsatz nachvollziehen.

Das an sich überzeugende Bedienkonzept trüben im Test einige Softwarewackler. Die App zeigt immer wieder Intro-Bildschirme wie bei einem Erststart - vergisst aber zum Glück keine Einstellungen. Zusätzliche Kartierungsversuche scheitern, obwohl mehrere Grundrisse hinterlegbar sind.

Die als Alternative zur App gedachte Tastenbedienung an Roboter und Basisstation startet in wenigen Fällen nicht die gewünschte Vollreinigung, sondern mündet in Fehlermeldungen. Die Sprachausgabe des Roboters bleibt zunächst gänzlich stumm, lässt sich erst nach vielen Anläufen mit deutschem Vokabular aktivieren.

Foto-Option mit TÜV-Siegel

Angesichts solcher Bugs bleibt nur zu hoffen, dass iRobot die IT-Sicherheit rund um die in den Roomba Combo j9+ eingebaute Navi-Kamera im Griff hat. Ihr Einsatz ist bei früheren Modellen wegen geleakter Aufnahmen aus privaten Haushalten in die Kritik geraten.

Eine ihrer Aufgaben ist es, Blockaden zu erkennen und zu umfahren. Wer will, erlaubt dem Roboter, Standbilder aufzuzeichnen. Dann fragt er nach jeder Tour, ob es sich um ein vorübergehendes Hindernis handelt, das man beiseite räumen möchte, damit an der Stelle nochmals geputzt werden kann.

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Optional gibt man die Aufnahmen auch für eine tiefergehende Analyse in einer Datenbank frei. In beiden Fällen gelangen sie in die Herstellercloud, im ersten Fall verschlüsselt, im zweiten Fall für iRobot zugänglich. Das beschreibt die App sehr transparent und bedienfreundlich. Diesbezüglich ist kein Vorwurf zu machen.

Etwaige verbleibende Zweifel am Schutz der Privatsphäre will iRobot im Mediengespräch mit Verweis auf "höchste" Verschlüsselungsstandards und einem TÜV-Zertifikat für Cybersicherheit entkräften. Doch dass die Technik womöglich nach außen vernünftig genug abgeschirmt ist, schützt natürlich nicht vor einem etwaigen nachlässigen Verhalten innerhalb des Unternehmens und bei Vertragsfirmen für die KI-Entwicklung. Dies soll mutmaßlich die Ursache für die Leaks sein.

Update, 12. Januar 2024: Nach dem Erscheinen des Artikels betonte iRobot in einer Stellungnahme, dass die damals geleakten Bilder bei Tests von Vorseriengeräten durch externe Vertragspartner und interne Beschäftigte entstanden seien. Hingegen seien keine Aufnahmen aus serienreifen, handelsüblichen Produkten geleakt worden. Die Privathaushalte zahlender Kundschaft seien somit nicht betroffen gewesen.

Die noch andauernde Übernahme von iRobot durch Amazon weckt in puncto Datenschutz ebenfalls Vorbehalte. Fragen zu diesem Thema hatte der Roboterhersteller von dem Mediengespräch ausgeschlossen.

Ungeachtet der Kameraaufnahmen erfordert der Robotereinsatz einen grundsätzlichen Vertrauensvorschuss gegenüber der Herstellercloud. Schaltbefehle von der Smartphone-App zum Roomba Combo j9+ nehmen immer den Umweg über die iRobot-Webserver. Ohne funktionierende Internetverbindung reagiert der Roboter nicht auf App-Befehle.

Navi-Kamera erkennt den Weg, aber nicht alle Hindernisse

Ein Putzroboter reinigt nur so gut, wie er sich auf der Reinigungsfläche zurechtfindet und Stolperfallen meidet. Dem iRobot Roomba Combo j9+ gelingt das im Test überwiegend zuverlässig.

In den meisten Top-Modellen ermittelt präzise Lasersensorik mit 360-Grad-Blick den Weg. Demgegenüber verwendet iRobot im Roomba Combo j9+ wie auch in den vorherigen Generationen eine nach vorn gerichtete Farbkamera als Navi. Das klappt grundsätzlich gut.

Der Roboter lässt nicht mehr verschmutzten Boden aus als andere Geräte. Wie präzise das Kamera-Navi arbeitet, demonstrierte im Praxistest der Vorschlag der Software, eine Reinigungszone "rund um den Weihnachtsbaum" einzurichten - die Sensorik hatte das festlich geschmückte Gewächs korrekt erkannt.

Als Problem erweist es sich hingegen, wenn wir den Roboter versetzen. Dann verliert er gelegentlich die Orientierung und findet den Weg nicht wieder. Modelle mit Lasersensorik sind dafür weniger anfällig. Auch die vorausschauende Abstandsmessung gelingt dem Kamera-Navi schlechter.

Tischbeine, Sockelleisten und Türblätter rempelt der Roomba Combo j9+ oft ruppig an, statt kurz davor abzubremsen. Ab und an unterschätzt er die Höhe von Schwellen von über 2 cm und bleibt daran hängen. In einem Fall will er wegen der fehlenden Rundumsicht an einer Engstelle das Wischmodul einklappen, obwohl dafür kein Platz ist. Ein Notstop ist die Folge. Ohne einen menschlichen Bergungseinsatz geht es nicht weiter.

Die Kleinkram-Erkennung, für die die Kamera ebenfalls zuständig ist, funktioniert im Test ebenfalls nicht ganz optimal. In einem Fall fährt der Roomba Combo j9+ ein Sektglas über den Haufen - für den Boden wäre eine etwaige Sektdusche womöglich tragisch. Gläser lässt man also lieber nicht herumstehen, anderes muss man nicht zwingend wegräumen.

Dass der Roboter eine Mehrfachsteckerleiste, Socken und Playmobilfiguren verschiebt, ist verkraftbar, weil dabei kein Schaden entsteht. Völlig souverän umkurvt die Putzhilfe Ladekabel, Hausschuhe sowie eine Kot-Attrappe.

Daher ist die Erkennungsleistung insgesamt auf dem Niveau, das viele Top-Modelle bieten. So makellos wie die KI des Dreame L20 Ultra arbeitet das iRobot-Gerät aber nicht.

Verputzt fast alles

In seinem "Kerngeschäft", dem Putzen, überzeugt der iRobot Roomba Combo j9+ im Test. Er saugt 93 Prozent unseres Testschmutzmixes auf Hartboden und 95 Prozent davon auf Teppich weg. Das ist ein sehr gutes Ergebnis, das gleichauf mit unserem Preistipp Roborock Q Revo und knapp hinter der Referenz Roborock S8 Pro Ultra liegt.

Dass der iRobot für die gleiche Testfläche etwa doppelt so lange braucht, stört allerdings lärmempfindliche Menschen. Das Betriebsgeräusch gehört zu den lauteren. Die Reinigungsleistung in den Ecken ist guter Durchschnitt, zehn von 20 dort platzierten Erbsen verleibt sich der Roboter ein.

Das Wischergebnis ist fast perfekt. Auf Anhieb beseitigt die Putzhilfe nahezu alles vom angetrockneten Ketchup. Nur leichte Ränder bleiben zunächst. Bei einem zweiten Durchlauf verschwinden sie vollständig. Minimal besser wischten in bisherigen Golem.de-Tests bloß der Ecovacs Deebot T20 Omni und der Roborock Q Revo.

Dieses erfreuliche Wischresultat ist umso bemerkenswerter, weil iRobot auf zusätzliche Motoren für kräftigeres Schrubben verzichtet. Statt mit vibrierenden Tüchern oder rotierenden Mopps wischt er mit einem Tuch, das er im Normalfall einfach hinter sich herzieht.

Den nötigen Elan für schwierige Flecken entfaltet der iRobot, wenn man den neuen "Smart Crub"-Modus aktiviert. Dann befährt der Roboter jede Stelle mit einer Vor- und Rückbewegung zweimal. Den mit Ketchup bedeckten Bereich wienert er ganz von selbst sogar noch häufiger. Die Schmutzdichte-Prüfung des "Dirt Detective"-Befehlssatzes wirkt sich hier positiv aus.

Cabrio-Wischer bietet Teppichschutz, aber keinen Putzkomfort

Wegen eines weiteren originellen Akrobatiktricks erweist sich der iRobot Roomba Combo j9+ als besonders geeignet für das kombinierte Saugen und Wischen von gemischten Flächen, die aus Hartboden und Teppich bestehen.

Wechselt er von Fliesen oder Parkett auf Zierfasern, hebt er das Wischmodul nicht nur wenige Millimeter in die Luft, sondern komplett auf die Oberseite des Robotergehäuses. Egal, wie hoch der Teppich ist - so wird er auf keinen Fall versehentlich nass.

Den Schwenkvorgang erledigen zwei Metallarme. Die Funktionsweise erinnert an ein Cabrio-Dach, das aus- und einklappt. In der Regel arbeitet die Konstruktion reibungslos. Dass dem Roboter das Schwenken an einer Engpassstelle misslingt und er den Putzvorgang einstellt, führen wir nicht auf die Mechanik, sondern auf die in diesem Fall zu kurzsichtige Wegeplanung der Navi-Software zurück.

Die auf der Roboter-Deckplatte eingeklappten Wischtücher erweisen sich im Test nicht als Dreckschleudern. Sie sind offenbar saugfähig genug, dass sie selbst von der aufgewischten Ketchup-Pampe keine Rückstände auf dem Roboter hinterlassen.

Vom Schmutz befreien muss man die Wischtücher aber immer von Hand. Das ist ein wesentlicher Nachteil dieser Bauweise. Die Heimatbasis des Roboters reinigt sie nicht. Das ließe sich wohl auch nur mit einer sehr komplexen Waschanlage realisieren, deren Platzbedarf womöglich die gängige Baugröße von Basisstationen übersteigt.

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Der Roomba Combo j9+ bietet daher weniger Selbstreinigungskomfort als andere Modelle dieser Preisklasse. Das automatische Nachfüllen des Roboter-Wassertanks ist nur für die Stammkundschaft von iRobot etwas Neues. Bei anderen Top-Geräten ist es längst üblich. Und das Absaugen und Zwischenlagern des Staubs gehört selbst bei günstigeren Produkten zum Standard.

Einen besseren Kompromiss aus Teppichschutz und vollem Funktionsumfang bei der Selbstreinigung bietet der Dreame L20 Ultra . Um Teppichen ein Bad zu ersparen, lässt er seine Mopps zwischenzeitlich in der Station zurück. Sind sie dreckig, rubbeln sie sich auf einem Waschbrett mit Noppen sauber.

Ausdauernder Akku

Bei der Akkulaufzeit hat sich iRobot im Vergleich zu vorherigen Modellen erkennbar verbessert. Der Akku im Roomba Combo j9+ braucht seltener eine Ladepause. Welche Kapazität er bietet, nennt iRobot nicht.

Auch die Ausdauer können wir angesichts ungenauer Anzeigen zu Restladestand und zurückgelegter Fläche in der Hersteller-App bloß schätzen. Nach 60 Minuten bei höchstmöglicher Saug- und Wischleistung verfügt der Roboter noch etwa 60 Prozent Restladestand und hat rund 40 Quadratmeter gereinigt. Das ist ein gutes Verhältnis zwischen Energieverbrauch und Reinigungsgeschwindigkeit.

Verfügbarkeit und Fazit: iRobot Roomba Combo j9+

Der Roomba Combo j9+ kostete zum Marktstart im Herbst 2023 rund 1.400 Euro. Zum Testzeitpunkt kurz vor Weihnachten war er aktionsweise schon für 300 Euro weniger zu haben. Eine Erstausstattung in Form eines Saugbeutels, Wischtuchs und einer Seitenbürste gehört zum Lieferumfang, von letzteren beiden auch ein Ersatzexemplar.

Im deutschen Hersteller-Shop lassen sich diese und vorbildlich viele weitere Ersatzteile nachbestellen. Die Preise fallen nicht aus dem Rahmen.

Was wiederum den Roboter-Preis betrifft, bewegt sich iRobot am oberen Ende des Spektrums, wo es einige Alternativen gibt. Die vergleichbar bepreisten und empfehlenswerten Modelle Dreame L20 Ultra, Roborock Q Revo und Roborock S8 Pro Ultra bieten im Vergleich zum Roomba Combo zusätzlich eine automatische Wäsche und Trocknung des Wischmoduls.

Vor diesem Hintergrund bietet der iRobot Roomba Combo j9+ im Test zwar viel, aber fürs Geld dann doch zu wenig. Zu den Stärken gehören eine sehr gute Saug- und Wischleistung, eine gute KI-Objekterkennung, eine clevere Lösung fürs kombinierte Saugen und Wischen auf teilweise mit Teppich ausgelegten Flächen sowie ein angenehm wohnliches Design.

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Doch das reicht angesichts der attraktiven Alternativen nicht. Auf eine Selbstreinigung des Wischmoduls sollte man auf diesem Preisniveau nicht mehr verzichten müssen. Der laute und rowdyhafte Betrieb bleibt bei iRobot ein Störfaktor.

Wackligkeiten bei der App- und Roboterbedienung sowie bei dessen Navigationsleistung kosten im Test weitere Sympathiepunkte. Die praktische "Schmutzdetektiv"-Funktion macht das nicht wett.

Daraus ergibt sich eine klare Zielgruppe: Für den iRobot Roomba Combo j9+ entscheidet sich, wer den eleganten Look von Technik im Wohnzimmer und eine hochwertige Reinigungsleistung über ein Komplettangebot an Komfort und einen günstigen Preis stellt.


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