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Iris Xe AIC (DG1): Intels erste Desktop-Grafikkarte seit Jahrzehnten

Partner wie Asus nutzen den Iris-Xe-Chip alias DG1 als sparsame Steckkarte für Komplett- PCs , gedacht ist sie primär für Mainstream-User.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Marc Sauter
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Asus' DG1-4G genannte Iris-Xe-Grafikkarte (Bild: Intel)
Asus' DG1-4G genannte Iris-Xe-Grafikkarte Bild: Intel

Intel hat die Iris Xe AIC(öffnet im neuen Fenster) (Add-in Card) vorgestellt, die erste PCIe-Steckkarte mit dedizierter GPU seit der 1998 gefloppten i740 (Auburn). Technisch ähnelt die Iris Xe AIC der bekannten Iris Xe Max für Laptops, nur eben als dedizierte Steckkarte statt verlötet auf der Notebook-Hauptplatine.

Die Iris Xe AIC(öffnet im neuen Fenster) basiert wie die reguläre Iris Xe, welche in den Tiger-Lake-Chips steckt, auf der Gen12.1-Architektur. Konkret nutzt sie die Xe LP (Low Power) mit 80 Execution Units, wohingegen die Iris Xe Max mit vollen 96 EUs antritt. Das Interface ist jeweils 128 Bit breit, daran sind 4 GByte LPDDR4X-Speicher angeschlossen.

Spezifikationen sind Mangelware

Zu den sonstigen Eigenschaften der Grafikkarte hat sich Intel im knappen Newsbyte nur kurz geäußert, etwa zu den Taktraten oder der thermischen Verlustleistung. Die Iris Xe Max im Notebook läuft mit bis zu 1,65 GHz bei 25 Watt – die Iris Xe AIC bei offiziell 30 Watt erreicht bis zu 1,5 GHz. Einen zusätzlichen Stromanschluss dürfte es nicht geben, die bis zu 75 Watt über den PEG-Slot sollten reichen.

Für den DIY-Markt wird es die Iris Xe AIC nicht geben, Intel arbeitet mit Partnern wie Asus und Colorful zusammen. Diese OEMs bestücken ihre Systeme damit, Zielgruppe sollen Mainstream-Nutzer sein. Intel hebt das AV1-Decoding, die drei Display-Ausgänge (DP, HDMI, DVI) und die INT8-DP4A-Beschleunigung für angepasste Software mit künstlicher Intelligenz hervor.

Schlussendlich dürfte die Iris Xe AIC hinsichtlich der Performance im Bereich einer Geforce GT 1030 bis Geforce GTX 1050 (ohne Ti) landen, da sie zumindest im Mobile-Segment etwas flotter als eine Geforce MX350 sein soll. Wann erste Komplett-PCs mit Intels erster Desktop-Grafikkarte seit Jahrzehnten erscheinen werden, ließ der Hersteller offen.

Ultrabooks mit der Iris Xe Max wie das Acer Swift 3X (SF314-510G) und das Asus Vivobook Flip 14 (TP470) sind Stand heute in Deutschland nicht verfügbar, einzig das Dell Inspiron 15 (7506) – angekündigt wurden alle drei bereits Ende Oktober 2020.

Nachtrag vom 27. Januar 2021, 7:45 Uhr

Intel teilte auf Nachfrage mit, dass die Iris Xe AIC nur mit Prozessoren der 9th Gen (Coffee Lake Refresh, CFL-S) und der 10th Gen (Comet Lake, CML-S) zusammenarbeitet. Zudem müssen ein B460-, ein H410-, ein B365 oder ein H310C-Chip und eine spezielle Mainboard-Firmware vorhanden sein. In anderen Systemen läuft die Iris Xe AIC nicht.


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