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Ein technologisches und wirtschaftliches Erfolgsmodell

Immer wieder kursiert die Erzählung, dass Iris-Computer auch während der Olympischen Winterspiele 1984 in Sarajevo im Einsatz gewesen seien. Tatsächlich war das Modell damals noch in Entwicklung.

Eingesetzt wurden jedoch Energoinvest-Terminals, die mit einem Zentralrechner verbunden waren und eigens entwickelte Software nutzten.

Gefertigt wurde der Iris in einem System mit geringen Investitionskosten und hohen Gewinnmargen. Nach Angaben von Energoinvest lag der Profit bei über 200 Prozent pro Gerät – offenbar ein wirtschaftliches Erfolgsmodell und ein Prestigeprojekt für das Land..

Mit dem Zerfall Jugoslawiens und dem Krieg in Bosnien-Herzegowina brach die Geschichte abrupt ab. Produktionsstätten wurden zerstört oder privatisiert, internationale Märkte gingen verloren. Die Computerproduktion in Bosnien verschwand – nicht aus technischen, sondern aus politischen und ökonomischen Gründen.

Heute erinnert der Iris PC 16 nicht nur in Archiven, sondern auch ausgestellt im Historischen Museum Sarajevo an eine Ära, in der die Stadt ein Ort technologischer Innovation war.

Energoinvest konzentriert sich auf seine Kerngeschäfte

Besucher zeigen dort großes Interesse an den wenigen erhaltenen Geräten – Symbole einer Zeit, in der Wissen, Mut und Vision ganze Industrien nach vorn brachten. Energoinvest selbst konzentriert sich längst wieder auf seine Kerngeschäfte in der Energie- und Ingenieurbranche.

Doch die Geschichte des Iris bleibt eine Inspiration. Er trug zur Verbreitung der Informatik im Geschäftsleben, zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte und zur Stärkung der heimischen technologischen Basis bei. Damit legte es wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung des IT-Sektors in der Region.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text wurde am 24. April 2026 umfassend überarbeitet.


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