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iRing: Apple denkt sein Wearable-Ökosystem neu

Reagiert Apple auf den Erfolg von Smart Rings und Fitnesstrackern? Laut einem Insider prüft das Unternehmen neue Wearables ohne Display.
/ Peter Steinlechner
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Apple Watch Ultra 3 (Bild: NIC COURY/AFP via Getty Images)
Apple Watch Ultra 3 Bild: NIC COURY/AFP via Getty Images

Apple könnte sein Angebot an Wearables in den kommenden Jahren deutlich stärker verändern als bisher erwartet. Das Unternehmen untersucht unter anderem Geräte ganz ohne Display und reagiert damit offenbar auf den zunehmenden Erfolg von Smart Rings und minimalistischen Fitnesstrackern.

Das berichtet Bloomberg-Journalist Mark Gurman(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Apples Designteam beschäftige sich seit rund einem Jahr mit einer umfassenderen Neuausrichtung der Apple Watch und prüfe dabei mehrere Konzepte.

Dazu gehören Wearables ohne Bildschirm, aber auch Geräte mit anderen Displaytypen und zusätzlichen Größen. Selbst runde Displays sollen intern untersucht worden sein, wobei Gurman eine tatsächliche Markteinführung für unwahrscheinlich hält.

Außerdem soll Apple neue Premiumgeräte zusätzlich zu Apple Watch Ultra und Hermès sowie günstigere Modelle unterhalb beziehungsweise neben der aktuellen SE erwägen.

Konkurrenz durch Oura und Whoop

Hintergrund ist ein Wandel auf dem Wearable-Markt. Geräte wie die Fitness-Tracker von Whoop oder die Smart Rings von Oura kommen ohne klassisches Smartwatch-Konzept aus und sind leichter und teilweise günstiger.

Apple nehme diese Entwicklung ernst, schreibt Gurman. Gleichzeitig soll das eigene Wearable-Angebot künftig stärker mit KI und Gesundheitsfunktionen verzahnt werden. Eddy Cue, der Apples langfristige Strategie rund um die Health-App verantwortet, gilt dem Bericht zufolge selbst als begeisterter Nutzer von Whoop und Oura Ring.

Schon früher gab es Gerüchte über einen möglichen iRing. Zwischenzeitlich habe Apple die Entwicklung wieder gestoppt, weil Kannibalisierungseffekte gegenüber den hauseigenen Uhren befürchtet worden seien, so Gurman. Inzwischen werde wieder an dem Wearable geforscht.

Apple Watch bekommt Leistungsschub

Kurzfristig bleibt Apple allerdings beim bekannten Konzept. Die für dieses Jahr erwartete Apple Watch Series 12 und Ultra 4 sollen vor allem technische Verbesserungen erhalten. Immerhin, Gurman spricht vom ersten größeren Leistungssprung seit Jahren.

Hinzukommen sollen neue Gesundheits- und Fitnessfunktionen sowie weitere Farben und Armbänder. Auch die Rückkehr eines Keramikgehäuses werde für dieses oder kommendes Jahr erwogen.

Unter Druck steht die Apple Watch bislang allerdings nicht. Nach Zahlen von Counterpoint Research stiegen die Verkäufe im ersten Quartal um 21 Prozent. Dennoch will Apple seine Wearable-Sparte offenbar langfristig breiter aufstellen. Eine konkrete Entscheidung über die neuen Geräte sei noch nicht gefallen. Gurman zufolge könnten die Veränderungen mehrere Jahre benötigen.


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