Irankrieg: Trump verbreitet Fake News über angebliche Fake News
Die US-Regierung stört sich an der Verbreitung von Bildern aus dem Irankrieg, die ihrer eigenen Darstellung widersprechen. US-Präsident Donald Trump behauptet auf einem Flug mit der Air Force One vor Journalisten, dass Material über eine Massenkundgebung zur Unterstützung des iranischen Regimes in Teheran komplett KI-generiert gewesen sei. Diese Meldung sei "von Nachrichtenagenturen in den USA und anderswo verbreitet worden. Und ehrlich gesagt, sollte ihnen das wirklich nicht erlaubt sein" , sagte Trump ( Video ab 11.45(öffnet im neuen Fenster) ) und fügte hinzu: "KI kann sehr gefährlich sein. Wir müssen sehr vorsichtig damit umgehen."
Auch wenn im Internet durchaus Fotos von der Kundgebung existieren, die KI-generiert sein dürften(öffnet im neuen Fenster) , verbreiteten Nachrichtenagenturen wie Reuters als echt eingestufte Fotos der Versammlungen am sogenannten Al-Quds-Tag(öffnet im neuen Fenster) . Daher dürfte die Behauptung Trumps nicht zutreffen, dass die Kundgebungen gar nicht stattgefunden hätten.
FCC-Chef droht mit Lizenzentzug
Ebenfalls griff Trump Medien wie das Wall Street Journal an, das über einen Angriff auf einen Stützpunkt der US-Luftwaffe in Saudi-Arabien berichtet hatte(öffnet im neuen Fenster) , bei dem fünf Tankflugzeuge beschädigt worden sein sollen. Trumps Behauptung, wonach dem Bericht zufolge die Flugzeuge im Wesentlichen zerstört worden seien, trifft jedoch nicht zu. Das Wall Street Journal schrieb von Anfang an über reparable Beschädigungen.
Obwohl sich die US-Regierung in Europa als Anwalt der Meinungsfreiheit geriert , droht sie den eigenen Sendern inzwischen offen mit Lizenzentzug, wenn sie angebliche Falschnachrichten verbreiten. Der Chef der US-Kommunikationsbehörde FCC, Brendan Carr, schrieb am 14. März 2026 auf X(öffnet im neuen Fenster) : "Sender, die Falschmeldungen und verzerrte Nachrichten verbreiten – auch bekannt als 'Fake News' – haben jetzt die Chance, ihren Kurs zu korrigieren, bevor ihre Lizenzverlängerungen anstehen. Das Gesetz ist eindeutig. Sender müssen im öffentlichen Interesse handeln, und wenn sie dies nicht tun, verlieren sie ihre Lizenzen."
Carr bezog sich dabei auf einen Beitrag von Trump auf Truth Social(öffnet im neuen Fenster) , in dem dieser ebenfalls die angeblich falschen Berichte zu den Tankflugzeugen kritisiert und geschrieben hatte: "Die New York Times und das Wall Street Journal (insbesondere) sowie andere minderwertige 'Zeitungen' und Medien wollen eigentlich, dass wir den Krieg verlieren."
In dem Gespräch in der Air Force One griff Trump zudem kritische US-Sender offen an. Auf die Frage eines ABC-Journalisten zu sechs getöteten US-Soldaten antwortete er lediglich: "Wissen Sie was, ABC News? Ich glaube, das ist vielleicht die korrupteste Nachrichtenorganisation auf dem ganzen Planeten. Ich finde sie schrecklich."
Umfragen zufolge(öffnet im neuen Fenster) lehnt die Mehrheit der US-Bürger den Krieg gegen den Iran ab. Da der Iran den Schifffahrtsweg durch die Straße von Hormus blockiert, steigen weltweit die Energiepreise. Trump forderte inzwischen Unterstützung von anderen Nato-Staaten, um die Blockade zu beenden. "Es wäre interessant zu sehen, welches Land uns bei einem so kleinen Vorhaben – den Weg durch die Straße offenzuhalten – nicht helfen würde" , sagte der US-Präsident. Bislang hat jedoch noch kein Land seine Unterstützung signalisiert.
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