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Irankrieg: Iranischer Internet-Black-out dauert über 1.000 Stunden

Die Menschen im Iran haben seit dem 28. Februar 2026 keinen nennenswerten Internetzugang. Das ist die zweitlängste bekannte Blockade.
/ Tobias Költzsch
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Ein Mann schaut in Teheran auf sein Smartphone - aufgenommen vor dem Beginn des Irankriegs. (Bild: ATTA KENARE / AFP via Getty Images)
Ein Mann schaut in Teheran auf sein Smartphone - aufgenommen vor dem Beginn des Irankriegs. Bild: ATTA KENARE / AFP via Getty Images

Die Internetblockade im Iran hat die Marke von 1.000 Stunden überschritten. Das meldet Tom's Hardware(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf den Dienst Netblocks, der die Entwicklungen verfolgt. Seit dem 28. Februar 2026 wird das Traffic-Volumen im Land vom Regime auf einem kaum messbaren Minimum gehalten.

Mit dem Beginn des Irankriegs hat die Regierung das Internet de facto abgeschaltet. Bereits bei den landesweiten Protesten im Januar 2026 wurde das Internet abgedreht, damit die Demonstranten sich nicht koordinieren können und Berichte über die Zustände ins Ausland gelangen. Nach Niederschlagung der Proteste wurde das Internet wieder aktiviert.

Tom's Hardware zufolge ist die Internetblockade die zweitlängste bekannte. Nur Libyen hatte während des Arabischen Frühlings 2011 das Internet länger abgestellt – ein gutes halbes Jahr.

Manche Personen haben offenbar Zugang zum Internet

Während des Black-outs im Iran gibt es immer wieder messbare kleine Traffic-Spitzen, die internen Whitelists zugeordnet werden könnten. Bestimmte Nutzer im Land dürften weiterhin Zugang zum Internet haben, wie etwa Posts hochrangiger iranischer Politiker bei X zeigen.

Starlink ist im Iran keine sicher nutzbare Alternative. Die Regierung geht bereits seit den Protesten im Januar gegen die Nutzung des Satelliteninternets vor. Mit Störsendern soll das Signal unterbunden werden, außerdem stehen auf die Nutzung hohe Strafen, inklusive der Todesstrafe.

Aktuell ist nicht abzusehen, wann die iranische Regierung das Internet im Land wieder aktivieren wird. Der Irankrieg hält weiter an, Gespräche zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans lieferten bisher keine Ergebnisse – im Gegenteil. US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die USA die Straße von Hormus ebenfalls blockieren werden.


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