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Irankrieg: Mehrere AWS-Rechenzentren durch Drohnen beschädigt

Neben zwei AWS -Rechenzentren in den VAE haben Drohnen auch eines in Bahrain lahmgelegt. Die Reparaturarbeiten sollen noch eine Weile dauern.
/ Marc Stöckel
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AWS-Rechenzentrum (Symbolbild) (Bild: Photo by Noah Berger/Getty Images via Amazon Web Services)
AWS-Rechenzentrum (Symbolbild) Bild: Photo by Noah Berger/Getty Images via Amazon Web Services

Schon am Sonntag erklärte AWS , eines der Rechenzentren des Cloudanbieters sei von fliegenden "Objekten" getroffen und in Brand gesetzt worden. In einer aktualisierten Statusmeldung(öffnet im neuen Fenster) bestätigt der Konzern nun, dass der Vorfall auf Drohnenangriffe in Verbindung mit dem Irankrieg zurückzuführen ist. Zudem sollen mittlerweile noch weitere Rechenzentren beschädigt worden sein.

Zu entsprechenden Ausfällen aufgrund nötiger Löscharbeiten der Feuerwehr kam es zuerst in den Verfügbarkeitszonen mec1-az2 und mec1-az3 in der Cloudregion ME-Central-1 in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Inzwischen soll aber auch noch die in Bahrain verortete(öffnet im neuen Fenster) Region ME-South-1 betroffen sein.

"Aufgrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten sind beide betroffenen Regionen durch Drohnenangriffe physisch in ihrer Infrastruktur beeinträchtigt worden" , erklärt AWS. In den VAE seien die AWS-Einrichtungen direkt getroffen worden. In Bahrain soll hingegen eine Einrichtung in unmittelbarer Nähe attackiert worden sein, was dort jedoch ebenfalls Auswirkungen auf die AWS-Infrastruktur habe.

Zahlreiche AWS-Dienste ausgefallen

"Diese Angriffe haben strukturelle Schäden verursacht, die Stromversorgung unserer Infrastruktur unterbrochen und in einigen Fällen Brandbekämpfungsmaßnahmen erforderlich gemacht, die zu zusätzlichen Wasserschäden geführt haben" , schildert AWS weiter.

Dadurch sei in den betroffenen Regionen im Nahen Osten die Verfügbarkeit zahlreicher AWS-Dienste wie EC2, S3, DynamoDB, Lambda, Kinesis, Cloudwatch, RDS sowie die Management Console und CLI beeinträchtigt. Der Konzern arbeite zwar an deren Wiederherstellung, aufgrund der Art der Beschädigungen könne dies jedoch länger dauern. Einen konkreten Zeitplan nennt das Unternehmen nicht.

Überdies rechnet AWS aufgrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten mit weiteren unvorhersehbaren Beeinträchtigungen. Kunden werden daher gebeten, zeitnah Maßnahmen zur Datensicherung zu ergreifen und ihre Workloads nach Möglichkeit in AWS-Regionen in den USA, Europa oder im asiatisch-pazifischen Raum zu migrieren.


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