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Iran-Krieg: China profitiert wirtschaftlich vom Konflikt in Nahost

Länder, die nicht nur mehr Geld für Energieimporte zahlen müssen, sondern sogar die Versorgungssicherheit gefährdet sehen, wenden sich an China.
/ Mario Petzold
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Ein Arbeiter hält einen Teil einer Solarzelle in einer Fabrik in Suqian, China. (Bild: Getty Images)
Ein Arbeiter hält einen Teil einer Solarzelle in einer Fabrik in Suqian, China. Bild: Getty Images

Der Chief Investment Officer für Emerging Markets der Deutschen Bank, Jacky Tang, hat China als den größten Profiteur im Konflikt zwischen den USA und dem Iran bezeichnet. Aus ökonomischer Sicht gehe das Land klar als Sieger des Konflikts hervor, sagte er im Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg (Paywall)(öffnet im neuen Fenster).

Zwar hänge die zweitgrößte Volkswirtschaft – direkt hinter den USA und mit deutlichem Abstand vor Deutschland – stark von Energieimporten aus dem verbündeten Iran ab. Zugleich jedoch verfolge China seit Jahren das Ziel, seine Abhängigkeit zu reduzieren.

Das zeigt sich deutlich: Der Großteil der im vergangenen Jahr installierten Solaranlagen, Windkraftanlagen und Batteriespeicher stehe inzwischen in China. Auch die meisten Elektroautos seien dort unterwegs.

Umdenken vor allem in Asien

Parallel dazu findet in vielen asiatischen Ländern laut Tang ein Umdenken statt. Staaten wie Südkorea, Japan und Indien erkennen zunehmend, dass Öl- und Gaspreise starken Schwankungen unterliegen – und dass Lieferungen im Krisenfall sogar vollständig ausfallen können.

Infolgedessen würden sich diese und weitere asiatische Länder an China wenden. Das Land habe nicht nur erneuerbare Energien ausgebaut, sondern sei auch der weltweit führende Produzent und Exporteur entsprechender Technologien. Die anhaltenden Unsicherheiten, etwa durch die Blockade der Straße von Hormus, erhöhten zusätzlich den Druck, die eigene Energieproduktion zu diversifizieren.

Genau das gelinge mit Solarzellen und Windkraftanlagen aus China, so dass das Land seine Exportüberschüsse weiter steigern und seine führende Rolle in dem Wirtschaftszweig ausbauen dürfte.

Hinzu komme, dass die Krise nicht vorbei sei. Der wichtige Handelsweg durch den Persischen Golf bleibt weitgehend blockiert, und die erst am 7. April verkündete Waffenruhe droht bereits wieder zu scheitern(öffnet im neuen Fenster).


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