• IT-Karriere:
  • Services:

IPv6: Telekom verteilt IPv6-Adressen an Kunden

Heimlich, still und leise hat die Deutsche Telekom IPv6 eingeführt. Seit September 2012 werden IPv6-Adressen per Dual-Stack an Endkunden verteilt.

Artikel veröffentlicht am ,
Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Technik Telekom Deutschland auf dem IPv6-Gipfel
Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Technik Telekom Deutschland auf dem IPv6-Gipfel (Bild: HPI/K. Herschelmann)

Die Deutsche Telekom verteilt bereits seit September 2012 IPv6-Adressen an Festnetzkunden, die einen neuen IP-Anschluss beauftragen, das sagte Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Technik Telekom Deutschland, auf dem IPv6-Gipfel in Potsdam. Mehr als 10.000 Telekom-Kunden können dadurch schon heute IPv6 nutzen.

Stellenmarkt
  1. Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Albstadt
  2. Dataport, verschiedene Standorte

Geschäftskunden erhalten bereits seit März 2012 IPv6-Adressen und können, anders als Privatkunden, auf Wunsch auch auf einen IPv6-Anschluss wechseln. Und auch die Hosting-Tochter der Telekom, Strato, hat bereits IPv6-Adressen freigeschaltet.

Im Mobilfunk will die Telekom IPv6 erst im kommenden Jahr einführen, dann aber ebenfalls per Dual-Stack. Dual-Stack bedeutet, es werden IPv4 und Ipv6 gleichzeitig zugewiesen, so dass beide Protokolle parallel genutzt werden können.

Privatkunden erhalten eine dynamische IPv6-Adresse. Um diese zu wechseln, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird der Router für eine gewisse Zeit ausgeschaltet und dann wieder eingeschaltet. Danach sollte der Kunde eine neue IPv6-Adresse erhalten. Alternativ ist es möglich, über die Oberfläche des Routers ein neues IPv6-Präfix anzufordern. Die bislang übliche Unterbrechung der Verbindung alle 24 Stunden fällt weg, so Jacobfeuerborn.

Eine statische IPv6-Adresse erhalten derzeit nur Geschäftskunden.

Jacobfeuerborn betont allerdings, IPv6 sei bei der Telekom kein eigenständiges Produkt und werde daher auch nicht kommuniziert.

Datenschutz darf nicht auf der Strecke bleiben

Bundesdatenschützer Peter Schaar mahnt auf dem IPv6-Gipfel derweil Datenschutzlösungen für IPv6 an, denn der deutlich vergrößerte Adressraum mache es möglich, jedem Gerät eine eigene, statische IP zuzuweisen, womit jedes Gerät und damit auch jeder Nutzer jederzeit wiedererkannt werden kann. Cookies wären dann zum Tracking nicht mehr erforderlich. Lösungen dafür gebe es, sie müssten nur standardisiert, und wenn das geschehen ist, eingesetzt werden, so Schaar.

Zwar würden die meisten gängigen Betriebssysteme die IPv6-Privacy-Extension unterstützen, aber in den wenigsten sei diese standardmäßig aktiviert. Die nachträglich in IPv6 integrierte Privacy-Extension sorgt dafür, dass die zweite Hälfte einer IPv6-Adresse nicht an eine MAC-Adresse und damit ein Gerät fest gebunden wird, sondern gewechselt werden kann.

Aufgrund des großen Adressraums reiche aber auch die erste Hälfte einer IPv6-Adresse aus, um jedem Internetnutzer eine statische Adresse zuzuordnen. Ein Nutzer wäre damit trackbar, solange er den gleichen Provider nutzt. Zwar sei es auch weiterhin möglich, IP-Adressen dynamisch zu vergeben, Schaar befürchtet aber, dass Provider darauf verzichten, um sich das Leben einfacher zu machen.

Das Problem: Verwendet ein Nutzer mit einer eindeutig zuzuordnenden Adresse auch nur einmal eine personalisierte Website, kann er danach immer wieder eindeutig erkannt werden, ohne dass es dazu Cookies oder Ähnliches brauche.

Schaar schlägt daher vor, jedem Nutzer mehrere IPv6-Adressen zuzuweisen, sowohl statische als auch dynamische. Je nach Dienst sollen dann unterschiedliche Adressen genutzt werden, die statische beispielsweise für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen wie bei der Internettelefonie, dynamische beispielsweise für das Surfen im Netz.

Laut Bruno Jacobfeuerborn will die Telekom in Zukunft solche Lösungen anbieten.

Der deutsche IPv6-Gipfel findet zum fünften Mal am Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam statt, veranstaltet vom deutschen IPv6-Rat, der sich für die Förderung von IPv6 einsetzt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Asus Zenbook 14 für 1.049,00€, Lenovo Ideapad 330 für 439,00€, MSI Trident 3 für 759...
  2. (u. a. Foscam Outdoor Netzwerk-Kamera für 69,90€, HP 15s Power Notebook für 629,00€, LG 27...
  3. 139,99€
  4. 119,90€

Anonymer Nutzer 03. Okt 2013

grab grab grab Da ich mich gerade beim Vergleichen befinde, z.B. Kabeldt. oder andere...

Sinnfrei 06. Dez 2012

Tja, sieht so aus als hätte ich mit dem Pseudo-Argument recht: http://www.heise.de/netze...

h1j4ck3r 30. Nov 2012

Und dann sind wir endlich alle eindeutig identifizierbar

Vradash 30. Nov 2012

2 Lösungen: 1. Die Telekom verteilt neue Router (sehr wahrscheinlich) 2. Der Kunde gibt...

ChrisKlüsener 30. Nov 2012

Jo aber alle VDSL Kunden sind Telekom ;) Mara


Folgen Sie uns
       


The Outer Worlds - Fazit

Das Rollenspiel The Outer Worlds schickt Spieler an den Rand der Galaxie. Es erscheint am 25. Oktober 2019 und bietet spannende Missionen und Action.

The Outer Worlds - Fazit Video aufrufen
Videoüberwachung: Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt
Videoüberwachung
Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt

Dass Überwachungskameras nicht legal eingesetzt werden, ist keine Seltenheit. Ob aus Nichtwissen oder mit Absicht: Werden Privatsphäre oder Datenschutz verletzt, gehören die Kameras weg. Doch dazu müssen sie erst mal entdeckt, als legal oder illegal ausgemacht und gemeldet werden.
Von Harald Büring

  1. Nach Attentat Datenschutzbeauftragter kritisiert Hintertüren in Messengern
  2. Australien IT-Sicherheitskonferenz Cybercon lädt Sprecher aus
  3. Spionagesoftware Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige gegen Finfisher

Core i9-10980XE im Test: Intel rettet sich über den Preis
Core i9-10980XE im Test
Intel rettet sich über den Preis

Nur wenige Stunden vor AMDs Threadripper v3 veröffentlicht Intel den i9-10980XE: Der hat 18 Kerne und beschleunigt INT8-Code für maschinelles Lernen. Vor allem aber kostet er die Hälfte seines Vorgängers, weil der günstigere Ryzen 3950X trotz weniger Cores praktisch genauso schnell ist.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Prozessoren Intel meldet 14-nm-Lieferprobleme
  2. NNP-T und NNP-I Intel hat den T-1000 der künstlichen Intelligenz
  3. Kaby Lake G Intels AMD-Chip wird eingestellt

Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest: Bose zeigt Sonos, wie es geht
Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest
Bose zeigt Sonos, wie es geht

Der Portable Home Speaker ist Boses erster smarter Lautsprecher mit Akkubetrieb. Aus dem kompakten Gehäuse wird ein toller Klang und eine lange Akkulaufzeit geholt. Er kann anders als der Sonos Move sinnvoll als smarter Lautsprecher verwendet werden. Ganz ohne Schwächen ist er aber nicht.
Ein Praxistest von Ingo Pakalski

  1. ANC-Kopfhörer Bose macht die Noise Cancelling Headphones 700 besser
  2. Anti-Schnarch-Kopfhörer Bose stellt Sleepbuds wegen Qualitätsmängeln ein
  3. Noise Cancelling Headphones 700 im Test Boses bester ANC-Kopfhörer sticht Sony vielfach aus

    •  /