Die Hardware muss stimmen

Am Ende der Kette steht aber der Kunde. Probleme gibt es dann, wenn der Router eines Surfers die IPv6-Weiterleitung nicht beherrscht. Ein guter Anlaufpunkt für einen IPv6-Test ist die Webseite http://test-ipv6.com/, die recht detaillierte Informationen zu der IPv6-Funktionalität liefert.

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Meist lässt sich in den Einstellungen feststellen, ob am Router daheim die IPv6-Unterstüzung vorhanden und auch eingeschaltet ist. Im Zweifel hilft eine Anfrage beim Hersteller oder Provider. Ist der Router weniger als drei Jahre alt, stehen die Chancen gut, dass er IPv6 beherrscht. Sämtliche gängigen Betriebssysteme unterstützen inzwischen ohne Zutun IPv6. Sie enthalten auch zahlreiche Werkzeuge, mit denen die IPv6-Funktionalität überprüft werden kann.

Parallelbetrieb

Zusätzlich muss der Router auch die Mechanismen zum parallelen Betrieb von IPv6 und IPv4 unterstützen, den der Provider anbietet. Auf unserer Fritzbox 7390 mussten wir 6to4 aus den verfügbaren Mechanismen 6to4, SixXS, 6RD und 6in4 auswählen, damit wir über die Telekom IPv6 nutzen konnten.

Mit Ifconfig unter Linux, der gleichnamigen Funktion in der Systemsteuerung in Mac OS X und dem Windows-Pendant Ipconfig lässt sich überprüfen, ob das Betriebssystem eine IPv6-Adresse zugewiesen bekommen hat. Die interne IPv6-Adresse beginnt mit fe80, während die vom Provider zugewiesene öffentliche IPv6-Adresse das Präfix 2001 oder 2003 enthält. Mit ping6 und darauf folgendem Domainnamen lässt sich überprüfen, ob eine Webseite über IPv6 erreichbar ist. Unter Windows funktioniert das mit ping -6. Außerdem gibt es unter Linux und Mac OS X noch traceroute6, mit dem der Weg über verschiedene Server zu einer bestimmten Domain überprüft werden kann. Unter Windows lautet der Befehl tracert-d -6. Die Verfolgung der Hops an einen Server funktioniert aber nur, wenn das Ziel samt IPv6-Adresse im DNS eingetragen ist.

Kaum Probleme im Browser oder Betriebssystem

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Auch Browser müssen IPv6 unterstützen, die meisten tun dies ebenfalls seit geraumer Zeit ohne Zutun. Bei Firefox ist IPv6 unter Umständen deaktiviert, wie wir bei uns in der Redaktion unter Linux Mint 17 festgestellt haben. Das ist aber eher die Ausnahme als die Regel. Hier hilft die Eingabe von about:config in der URL-Zeile und dann die Suche nach IPv6. Der Eintrag network.dns.disableIPv6 muss auf false gesetzt sein.

Klar ist: Die IPv4-Adressen werden in nächster Zeit ausgehen. Schon jetzt sorgt die Adressenknappheit für sporadische Ausfälle im Internet. Der schleppende Umstieg auf das neue Protokoll dürfte künftig noch für weitaus größere Probleme sorgen.

Jahrelange Verzögerungen

Jahrelang schoben Hardwarehersteller und Provider die Umsetzung von IPv6 hinaus und gaben sich dafür gegenseitig die Schuld. Mangels passender Hardware könne kein IPv6 angeboten werden, sagten die Provider, während die Hardwarehersteller ihrerseits eine fehlende Nachfrage des neuen Protokolls bemängelten.

Das eigentlich als simple Alternative gedachte IPv6 ist indes alles andere als einfach umzusetzen. Es gab über die Jahre hinweg zahlreiche Änderungen, selbst grundsätzliche Vereinbarungen, wie der zunächst beschlossene Verzicht auf NAT, wurden wieder eingeführt. Und der duale Betrieb von IPv4 und IPv6 ist nicht nur komplex, sondern auch nicht ungefährlich, wie Datenexperten festgestellt haben. Das Protokoll selbst gilt hingegen als robust und ausgereift. Jetzt muss es nur noch überall umgesetzt werden.

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 IPv6: Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
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treysis 02. Mär 2019

Was ist denn da passiert?

tschaefer 02. Okt 2015

APN auf internet.telekom internet.t-mobile stellen und Dualstack einstellen. Glücklich sein.

Vanger 28. Aug 2014

Dass die Telekom ein /19er-Netz hat kann man tatsächlich schlicht nur als übertrieben...

derdiedas 26. Aug 2014

Und warum sollte ich intern alles auf IPv6 umstellen? Wenn der Provider keine IPv4...



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