IPO-Unterlagen eingereicht: OpenAI will an die Börse
OpenAI hat begonnen, vertrauliche Börsengangsunterlagen bei der US-Wertpapieraufsicht einzureichen. Als Begleiter sind Goldman Sachs und Morgan Stanley an Bord. Dem Zeitplan zufolge könnte das Unternehmen im September an die Börse gehen, berichtete das Wall Street Journal (WSJ)(öffnet im neuen Fenster).
Der Schritt kommt kurz nach einem juristischen Sieg gegen Mitgründer Elon Musk, der OpenAI vorgeworfen hatte, seine gemeinnützigen Ursprünge verraten zu haben. Ein Geschworenengericht wies die Klage ab.
Musk kündigte Berufung an. Parallel soll er selbst noch diese Woche IPO-Unterlagen für SpaceX einreichen, das im Juni 2026 an die Börse gehen will.
Interne Umsatz- und Nutzerziele verfehlt
Die Vorbereitung auf den Börsengang verläuft nicht reibungslos. OpenAI habe in den vergangenen Monaten mehrere interne Umsatz- und Nutzerziele verfehlt, berichtete das WSJ. Chief Financial Officer (CFO) Sarah Friar soll zur Vorsicht gemahnt haben, während CEO Sam Altman auf Tempo dränge.
Konkurrent Anthropic, gegründet von Ex-OpenAI-Mitarbeitern um Dario Amodei, wächst nach Analysteneinschätzung derzeit schneller, vor allem im Entwickler- und Unternehmensgeschäft.
Sollten OpenAI, SpaceX und Anthropic alle in diesem Jahr an die Börse gehen, könnte 2026 zu einem der kapitalstärksten IPO-Jahre der Geschichte werden. Für Investoren wird entscheidend sein, ob OpenAI seine massiven Ausgaben für Rechenzentren durch ausreichend Umsatz decken kann.
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