iPhones: Apple reicht keine Daten zum App Store in China ein
Apples App Store fehlt in der Übersicht der ersten App-Marktplätze, für die deren Betreiber in China geschäftliche Details an die Behörden weitergegeben haben. Wie Reuters(öffnet im neuen Fenster) berichtet, hat die zuständige Regulationsbehörde für Cyberspace eine entsprechende Liste veröffentlicht, auf der Apple fehlt.
Zu den Anbietern, die Daten an die kommunistische Führung des Landes weitergegeben haben, zählen die chinesischen Unternehmen Tencent, Baidu, Xiaomi und die Ant Group sowie der südkoreanische Hersteller Samsung. Google ist seit vielen Jahren schon nicht mehr in China vertreten.
Apple wäre als Betreiber des App Stores eigentlich auch verpflichtet, die Daten einzureichen. Neben den App-Marktplätzen müssen seit kurzem auch App-Betreiber geschäftliche Details einreichen. Die Maßnahme wird als Versuch gewertet, einen Einfluss auf die Bereitstellung von mobilen Apps zu gewinnen.
App-Marktplatz-Betreiber sollen für illegale Anwendungen haften
Die Führung Chinas will App-Store-Betreiber dafür verantwortlich machen, wenn in deren Marktplätzen Anwendungen mit illegalen Inhalten verbreitet werden. Die Auslegung, was illegal ist und was nicht, dürften die chinesischen Behörden mitunter anders auslegen als andere Länder.
Entwickler könnten vor dem Problem stehen, dass ihre Apps in China nicht mehr verfügbar sind. Für Nutzer könnten einige wichtige Anwendungen, etwa Nachrichten- oder Kommunikations-Apps, wegfallen. Apple äußerte sich auf Reuters Anfrage hin nicht dazu, wie in der Sache weiter verfahren wird.
China ist für Apple ein durchaus wichtiger Markt für seine iPhones. Apples Smartphones hatten im ersten Quartal 2023 einen Marktanteil von 20 Prozent(öffnet im neuen Fenster) in China und damit den höchsten der großen Anbieter. Vor kurzem hat die chinesische Führung angewiesen, dass Staatsangestellte keine iPhones(öffnet im neuen Fenster) mehr verwenden sollen.
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