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iPhones: Apple muss wegen Drosselung Millionenstrafe zahlen

Wegen der absichtlichen Drosselung von iPhones wird Apple in Frankreich zur Kasse gebeten: Eine Behörde hat entschieden, dass die unangekündigte Maßnahme zur Verhinderung eines plötzlichen Abschaltens nicht rechtens war - Apple kostet das 25 Millionen Euro.
/ Tobias Költzsch
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Von der Drosselung betroffen ist unter anderem das iPhone 6. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Von der Drosselung betroffen ist unter anderem das iPhone 6. Bild: Tobias Költzsch/Golem.de

Apple muss in Frankreich eine Geldstrafe von 25 Millionen Euro zahlen. Das teilt die französische Regierungsorganisation Direction générale de la Concurrence, de la Consommation et de la Répression des fraudes (DGCCRF) mit ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ), die unter anderem für Verbraucherschutz zuständig ist und die Strafe gegen Apple ausgesprochen hat. Die DGCCRF untersteht dem französischem Wirtschaftsministerium.

Hintergrund ist die zunächst heimliche Drosselung von Apple-Geräten Ende 2017 und Anfang 2018. Apple hatte damals über ein Update einen Mechanismus auf einige ältere iPhone-Modelle gespielt, der die Leistung des Prozessors herunterregelte. Dies sollte Spannungsabfälle durch altersbedingt in der Leistung reduzierte Akkus verhindern, was vor dem Update zu plötzlichem Abschalten der Mobiltelefone führte.

Apple hatte seinen Nutzern die Maßnahme zunächst nicht erklärt, die Drosselung kam durch Messungen von Entwicklern zu Tage. Nutzer hatten sich zuvor über plötzlich langsamer reagierende iPhones beschwert, ohne den Grund dafür zu kennen. Das eingespielte Update ließ sich nach der Installation nicht mehr rückgängig machen.

Apple bot verbilligten Akkutausch an

Apple reagierte in der Folge unter anderem damit, den betroffenen Nutzern einen Akkutausch für verhältnismäßig günstige 30 Euro anzubieten. Laut der DGCCRF stellt die fehlende Unterrichtung der Kunden eine irreführende Praxis dar, die nach französischen Recht mit einer Geldstrafe belegt werden kann.

Apple hat die Strafzahlung von 25 Millionen Euro akzeptiert. Zudem muss der Hersteller die Entscheidung binnen eines Monats auf seiner Webseite kommunizieren.


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