Dezemberquartal: Apple mit Gewinn- und Umsatzrückgang
Apples Gewinn und Umsatz sind erstmals seit über einem Jahrzehnt in einem Dezemberquartal zurückgegangen. Der Gewinn sank leicht auf 19,97 Milliarden US-Dollar, obwohl der Steuersatz von 26 auf 16,5 Prozent gesenkt worden war. Das gab das Unternehmen nach Handelsschluss an der Börse in New York bekannt(öffnet im neuen Fenster). Der Umsatz fiel um 4,5 Prozent auf 84,31 Milliarden US-Dollar.
Der Berichtszeitraum des ersten Finanzquartals endete am 29. Dezember 2018. Pro Aktie lag der Gewinn bei 4,18 US-Dollar, die Analysten hatten 4,17 US-Dollar prognostiziert.
Apple gibt die Anzahl der verkauften iPhones nicht mehr bekannt, die geschätzten Verkäufe gingen laut Factset-Schätzungen um 12 Prozent auf 68 Millionen Einheiten zurück.
Kunden zögern zunehmend, Top-iPhones zu kaufen, deren Preis in den vergangenen Jahren um mehr als 50 Prozent auf fast 1.000 US-Dollar stieg. Besonders in China gab es einen Rückgang. Wechat, der chinesische Dienst für Messaging, Zahlungen und vieles mehr, reduziert den Unterschied zwischen Apples iOS und Android. Das iPhone XR hatte Probleme, Käufer in einem Markt anzuziehen, in dem Huawei Technologies und Xiaomi preisgünstigere, funktionsreiche Alternativen anbieten.
Apple erwartet für das Märzquartal einen Umsatz zwischen 55 und 59 Milliarden US-Dollar. Das liegt unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 59,98 Milliarden US-Dollar. Analysten erwarten, dass die Anzahl der verkauften iPhones im März auf den niedrigsten Stand in der Unternehmensgeschichte sinken werde.
Bereits kurz nach dem Jahreswechsel gab es Hinweise auf ein schwächeres Geschäft mit iPhones. Apple-Chef Tim Cook korrigierte die Umsatzprognose für das Weihnachtsgeschäft nach unten, von 89 bis 93 auf 84 Milliarden US-Dollar. Als Grund nannte Cook die schwächere Nachfrage nach Geräten in China. Auch die Produktion der iPhones soll bereits reduziert worden sein.
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