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Kamera lässt fehlendes zweites Objektiv nicht vermissen

Neben dem Display hat Apple beim iPhone Xr bei der Kamera gespart. Anstatt einer Dualkamera gibt es nur ein einzelnes Objektiv, wie es Apple zuletzt beim iPhone 8 verbaut hat. Die 12-Megapixel-Kamera soll der Hauptkamera des iPhone Xs und Xs Max entsprechen, die Anfangsblende liegt bei f/1.8.

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Aufgrund des fehlenden zweiten Objektivs können wir mit dem iPhone Xr keine Aufnahmen mit optischem zweifachem Zoom machen. Stattdessen steht uns nur ein fünffacher Digitalzoom zur Verfügung. Trotz der fehlenden zweiten Kamera hat das Gerät einen Porträtmodus. Wie Google setzt Apple bei der Hauptkamera auf einen Algorithmus, um die Unschärfe auch ohne Tiefeninformationen zu ermöglichen.

  • Ein mit dem iPhone Xr aufgenommenes Foto. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Bildeindruck ist nahezu identisch mit dem des iPhone Xs Max. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei Porträtaufnahmen merken wir vor allem den Unterschied in der Perspektive: Das iPhone Xs Max verwendet das Teleobjektiv, ...
  • ... während das iPhone Xr einen Weitwinkel verwendet. Dadurch gibt es eine ganz andere Persepktive. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Gehen wir so nah heran, dass wir den gleichen Bildausschnitt wie mit dem iPhone Xs Max haben, wirkt das Gesicht unnatürlich verzerrt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das iPhone Xr sieht auf den ersten Blick aus wie ein iPhone Xs, es ist aber ein wenig größer und hat einen breiteren Rahmen um das Display. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Xr-Reihe kommt in verschiedenen Farben, unser Testgerät ist hellblau. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das iPhone Xr hat eine einzelne Kamera anstelle einer Dualkamera. Die Bildergebnisse sind dennoch sehr gut. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wie die anderen iPhones der X-Reihe hat aus das iPhone Xr eine Notch, in der die Frontkamera und Face-ID-Technik untergebracht sind. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch das restliche Design unterscheidet sich nicht von dem des iPhone X, iPhone Xs und iPhone Xs Max. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display ist kein OLED-Bildschirm, sondern ein LCD. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Qualität ist sehr gut - bis auf die in unseren Augen viel zu niedrige Auflösung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der breitere Rahmen um das Display ist aufgrund der Beleuchtung notwendig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das iPhone Xr kostet ab 850 Euro. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Ein mit dem iPhone Xr aufgenommenes Foto. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Das funktioniert in unseren Tests gut: Die Trennung zwischen Vordergrundobjekt und Hintergrund erfolgt ohne große Fehler. Der Unterschied zu den Porträtaufnahmen des iPhone Xs Max, das wir als Vergleich verwendet haben, besteht in der Perspektive und der Intensität der Tiefenschärfe, bedingt durch eine unterschiedliche Brennweite.

Das iPhone Xs und Xs Max verwenden das Teleobjektiv für den Porträtmodus. Das iPhone Xr hingegen muss das normale Weitwinkelobjektiv nutzen, das entsprechend einen größeren Blickwinkel hat. Um den gleichen Ausschnitt wie auf dem iPhone Xs und Xs Max zu erreichen, müssen wir also näher herangehen. Dann wirkt das Gesicht aber etwas unproportional - ein Grund, warum in der Fotografie klassischerweise eher lange Brennweiten für Porträtaufnahmen verwendet werden.

Aufgrund der fehlenden zweiten Kamera stehen Nutzern des iPhone Xr nicht alle Beleuchtungseffekte zur Verfügung: Lediglich die Optionen Studiolicht und Konturenlicht können wir verwenden. Bei der Frontkamera hingegen gibt es auch die Auswahlmöglichkeiten Bühnenlicht und Bühnenlicht Mono. Die Frontkamera verfügt dank der Face-ID-Sensoren über Tiefeninformationen. Bei den Porträtaufnahmen können wir wie bei den teuren iPhones die Tiefenschärfe im Nachhinein bearbeiten. Das funktioniert sowohl bei Porträtfotos mit der Frontkamera als auch bei Aufnahmen mit dem einzelnen Objektiv auf der Rückseite.

Bildqualität ist vergleichbar mit der des iPhone Xs Max

Die mit der Hauptkamera des iPhone Xr gemachten Fotos weisen etwas mehr Rauschen auf als die des iPhone Xs Max. Dadurch bedingt sind feine Details weniger deutlich, was aber nur bei starker Vergrößerung und genauem Hinschauen auffällt. Die Bildqualität ist ansonsten sehr gut und mit der des iPhone Xs Max vergleichbar. Hauptunterschied zwischen den Kameras ist tatsächlich das fehlende Teleobjektiv und die damit verbundenen Funktionseinbußen. Auch das iPhone Xr macht von der Belichtung her sehr ausgeglichene Bilder.

Wenig Überraschungen gibt es auch beim SoC: Im iPhone Xr arbeitet Apples A12 Bionic, der gleiche Chipsatz also wie im iPhone Xs und Xs Max. Entsprechend erzielen die Smartphones nahezu gleiche Benchmark-Ergebnisse, in der Bedienung können wir keine Geschwindigkeitsunterschiede feststellen. Dies gilt auch für AR-Anwendungen.

Das iPhone Xr kann wie das iPhone Xs und Xs Max mit einer Nano-SIM-Karte und zusätzlich einer eSIM genutzt werden. Wie bei den teuren Modellen ist die eSIM-Unterstützung allerdings noch nicht freigeschaltet und funktioniert entsprechend bei unserem Testgerät noch nicht.

Der Akku des iPhone Xr soll anderthalb Stunden länger als der des iPhone 8 Plus durchhalten. In unserem Akkulaufzeittest kommen wir auf eine Laufzeit von 6,5 Stunden, wenn wir einen Full-HD-Film bei voller Helligkeit anschauen. Das ist eine halbe Stunde länger als unser Messwert des iPhone 8 Plus und liegt unter den acht Stunden des iPhone Xs Max.

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Niaxa 29. Okt 2018

Beim S7 Edge war das vielleicht noch so. Beim 8er und 9er hab ich das nie erlebt oder...


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