iPhone und Mac: Apples Selbstreparatur startet in Deutschland

Apple bietet seinen Selbstreparaturdienst ab sofort auch in Deutschland an. Wie Apple auf seiner Webseite(öffnet im neuen Fenster) erklärt, stehen eine Reihe von Ersatzteilen ab sofort in einem neuen Onlineshop(öffnet im neuen Fenster) zur Bestellung bereit.
Apple-Nutzer in Deutschland können ihr iPhone 12, ihr iPhone 13 oder ihr Mac-Notebook mit Apples M1- oder M2-Chip damit nun selbst reparieren und müssen keine zertifizierte Werkstatt mehr aufsuchen. Apple betont, dass es sich bei den Ersatzteilen um die gleichen Teile handelt, die auch zertifizierte Apple-Reparaturdienste verwenden.
Im Selbstreparatur-Onlineshop stehen Apple zufolge über 200 Ersatzteile und Werkzeuge zur Bestellung bereit, darunter fallen aber auch Schrauben und Klebefolien. Dazu gibt es Anleitungen, die die Reparatur schrittweise erklären. Anders als Google und Samsung, die mit iFixit kooperieren, ist die Reparatur in einigen Fällen allerdings nicht so unkompliziert.
Apple verschickt riesige Reparaturmaschinen
Wie nach dem Start des Reparaturprogramms in den USA vor gut einem Jahr zahlreiche Youtuber(öffnet im neuen Fenster) ausprobierten, ist die Selbstreparatur bei einem iPhone etwa ziemlich aufwendig. Das liegt an den von Apple versendeten Werkzeugen: Anstatt Kunststofftrenner und Wärmekissen verwendet Apple für sein Selbstreparaturprogramm professionelle Maschinen, die für eine Gebühr von 60 Euro geliehen werden können.
Diese mitunter schweren und großen Geräte werden dann kostenlos verschickt und können für eine Woche genutzt werden. Dazu gehören beispielsweise Heizplatten und Gehäusepressen, die in großen Kunststoffkoffern geliefert werden. Die Maschinen sollen sicherstellen, dass bei der Reparatur nichts schiefgeht – der Versand ist allerdings auch etwas umständlich.
Des Weiteren müssen eingebaute Teile wie etwa ein Display bei einem iPhone danach bei Apple registriert werden. Ansonsten werden bestimmte Funktionen nicht freigeschaltet. In den USA muss die Registrierung telefonisch durchgeführt werden, was bei Tests mitunter eine langwierige und nervige Angelegenheit gewesen ist.
Ein Display-Reparaturset für ein iPhone 13 Pro Max kostet samt Panel, Schraubenkit, Klebeband und Sicherheitsschrauben 387,06 Euro. Dazu kommt das passende Werkzeugkit zum Ausleihen für 60 Euro. Schicken Nutzer das defekte Display nach der Selbstreparatur an Apple zurück, bekommen sie 40,79 Euro gutgeschrieben – wohlgemerkt für den nächsten Einkauf.
Reparatur bei Dienstleister mitunter günstiger
Der Reparaturdienstleister RepairNStore gibt für die gleiche Reparatur einen Preis von 300 Euro an und verwendet dabei auch zertifizierte Apple-Teile. Tauschen Nutzer eines iPhone 13 Pro Max also das Display selbst aus, zahlen sie am Ende mehr als bei einem Reparaturdienst.



