iPhone und iPad: Das Ende der 1-GByte-Generation naht

Apple verschweigt zwar grundsätzlich, wie viel RAM in seinen Mobilgeräten verbaut ist, dennoch gibt es eine klare Unterscheidung zwischen zwei Gerätegenerationen, die ungefähr mit dem Aufkommen des iPhone 6S gezogen wurde. Vor kurzem ist das letzte wichtige 1-GByte-Gerät verschwunden.

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Die Einstellung des Supports dieser Altgeräte ist absehbar.
Die Einstellung des Supports dieser Altgeräte ist absehbar. (Bild: Tobias Kötzsch/Golem.de)

Nahezu unbemerkt ist mit der Einführung der aktualisierten iPhones und iPads das iPad Mini 2 aus dem Angebot genommen worden. Ein Schritt, der durchaus zu denken geben sollte, handelte es sich doch um das letzte wichtige iOS-Gerät mit nur 1 GByte RAM. Alle anderen Geräte haben 2 GByte Arbeitsspeicher, das gilt auch für das günstige iPhone SE, das derzeit den Einstieg in die iPhone-Welt darstellt und ein aktualisiertes iPhone5/5S ist, und natürlich für das neue iPad, wie sich kürzlich bestätigte. Einzig der iPod Touch hat noch 1 GByte RAM, er wurde allerdings so lange nicht aktualisiert, dass man befürchten muss, dass das Produkt aufgegeben wurde.

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Offiziell ist davon natürlich nichts. Zu Apples Strategie gehört es, die Größe des Arbeitsspeichers nicht zu benennen. Auch gibt es keine exakten Produktzyklen, mit denen Anwender planen können. Es bleibt also nichts anderes übrig, als aufgrund der aktuellen Datenlage die Situation zu analysieren. Und die sieht für die Altgeräte nicht gut aus. Zwar gab es dank des Dateisystems APFS noch einmal einen kleinen Geschwindigkeitsschub, doch am RAM-Mangel ändert dies nichts.

Das letzte große Betriebssystem-Update führt Altgeräte an die Grenzen

Schon mit der Einführung von iOS 10 zeigte sich, dass der Arbeitsspeicher knapp wird, zu knapp. Geräte wie das iPhone 6 haben nicht einmal mehr genug Arbeitsspeicher, um den Musikplayer minimal im RAM zu halten. Wer seine Musik pausiert, mit mehreren Apps hantiert und dann wieder die Musik fortsetzen möchte, der bekommt oft ein zufälliges Lied vorgesetzt. Das Betriebssystem brauchte Platz und da ist der Musikplayer fehl am Platze.

Ähnlich sieht es derzeit beim iPad Air aus. Vor allem beim Surfen mit dem Browser fällt ein enormer Arbeitsspeicherbedarf auf. Schon zwei Tabs von speicherintensiven Webseiten können zu viel sein. Wer dann ein drittes Tab öffnet und wieder zum ersten wechselt, muss die Daten neu laden. Das liegt allerdings auch daran, dass Apple bei seinem Browser fast keine Daten in einem Cache auf dem Flash-Speicher zwischenspeichert. Beim iPhone ist das Problem nicht ganz so stark ausgeprägt.

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Es ist also durchaus sinnvoll gewesen, das iPad Mini 2 nicht weiter zu verkaufen. Käufer könnten zu schnell enttäuscht sein, denn der Arbeitsspeichermangel macht sich zwar in Benchmarks nicht unbedingt bemerkbar, wohl aber bei der Leistungsfähigkeit im Alltag.

1 GByte reicht nicht

Wer ein 1-GByte-Gerät hat, der sollte sich zumindest schon einmal darauf vorbereiten, dass es nicht mehr viele Updates geben wird. Wir vermuten zwar, dass Apple noch ein iOS 11 für diese Geräte anbieten wird, alles andere würde Käufer des iPad Mini 2 doch arg verärgern, die noch vor ein paar Wochen ein Neugerät erworben haben. Doch danach könnte Schluss sein. Typischerweise bedeutet ein neues iOS auch leider so gut wie immer eine deutliche Verlangsamung der Systeme, so dass iOS 11 wohl noch einmal die nutzbare Leistung der Altgeräte begrenzt. Derzeit gehören die Geräte der Generation iPhone 6S und iPad Air 2 zu den gut funktionierenden Altsystemen.

Dazu sei angemerkt, dass Apple traditionell wenig Arbeitsspeicher verbaut hat, mittlerweile aber etwas großzügiger geworden ist. Die Topgeräte wie das iPhone 7 Plus oder das große iPad Pro sind sogar mit 3 beziehungsweise 4 GByte RAM ausgestattet.

Im Vergleich zu Android-Topgeräten ist das freilich immer noch wenig. Dort sind 6 GByte RAM schon lange kein Problem mehr, so dass zumindest die High-End-Liga für die Zukunft vorbereitet ist. Die Ironie daran ist, dass über Jahre andauernder Support in der Android-Welt recht selten ist, während eine nachhaltige Arbeitsspeicherausstattung bei iOS-Geräten eher die Ausnahme ist und damit der begrenzende Faktor für iPhones und iPad ist.

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VigarLunaris 15. Apr 2017

Nichts ersetzt Hubraum Nichts ersetzt RAM So einfach kann das Leben sein, aber wenn man...

gehtjanx 05. Apr 2017

Sicherheitsupdates gut und schön aber nur weil ich mein Win7 aktualisiere habe ich ja...

Leunam 04. Apr 2017

Dass da bisher auch noch keiner dran gedacht hat. Genial, den RAM einfach über den SD...

droptable 04. Apr 2017

Ja, das ist eine sehr gute Idee! C/C++ als direktes Web-Backend ... warum macht das denn...



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