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iPhone und iPad: Apple fordert 64-Bit-Unterstützung für alle iOS-Apps

Ab Februar 2015 müssen alle neuen oder aktualisierten Apps für iOS 8 entwickelt werden. Apple fordert damit 64-Bit-Unterstützung, 32-Bit-Apps sind jedoch weiterhin gestattet.
/ Marc Sauter
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Apples A7 war das erste 64-Bit-Smartphone-SoC (Bild: iFixit)
Apples A7 war das erste 64-Bit-Smartphone-SoC Bild: iFixit

Seit dem iPhone 5S von Herbst 2013 bietet Apple mit iOS 7 und dem A7-SoC eine 64-Bit-Umgebung, sowohl aus Software- als aus Hardware-Sicht. Eigene Apps wie Safari liefert Apple seit dem vergangenen Jahr als reine 64-Bit-Version aus, viele 3rd-Party-Apps hingegen nutzen noch 32-Bit-Code.

Ab dem 1. Februar 2015(öffnet im neuen Fenster) fordert Apple von allen Entwicklern eine 64-Bit-Version ihrer Apps, sofern diese aktualisiert oder neu in den App Store eingestellt werden. Dies geht einher mit der Vorgabe, das iOS-8 -SDK zu nutzen, das seit Juni 2014 Teil der Xcode-6.0-Entwicklerumgebung ist.

Apple rät dazu, dort die Einstellung Standard Architectures zu verwenden, da diese 32- und 64-Bit-Code ausgibt. So entsprechen Apps der neuen Richtlinie, sind aber abwärtskompatibel zu älteren iPhones und iPads. Ältere Apps, die nur 32 Bit unterstützen und nicht auf den neuen Stand gebracht werden, plant Apple nicht aus dem App Store zu entfernen.

Da das A7- und das A8-SoC beide 64 Bit unterstützen, gibt es derzeit sieben Geräte mit entsprechendem Support: das iPhone 5S, das iPhone 6, das iPhone 6 Plus, das iPad Air, das iPad Air 2, das iPad Mini 2 und das iPad Mini 3. Die meisten Apps dürften durch den Wechsel auf 64 Bit nicht an Geschwindigkeit zulegen, mit Anpassungen an die ARMv8 sind aber Leistungszuwächse von etwa 10 bis 40 Prozent möglich, auch die Akkulaufzeit kann profitieren.

Bisher sind die meisten Apps noch nicht auf 64 Bit umgestellt, zu den bereits aktualisierten zählen Googles Chrome-Browser oder der Cloud-Speicher Dropbox.

Ohnehin dürften sich derzeit die App-Entwickler stärker mit 64 Bit beschäftigen, da Android L dies ebenfalls unterstützt und Hersteller wie Mediatek, Nvidia, Qualcomm und Samsung seit längerem 64-Bit-Chips anbieten.


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