iPhone und Co.: Apple entwickelt eigene Grafikeinheiten
Das Ende einer langen Partnerschaft naht: Apple hat Imagination Technologies gesagt, dass die Kooperation spätestens 2019 auslaufen wird. Statt lizenzierter PowerVR-Technik will Apple eigene GPUs nutzen - ImgTechs Aktienkurs bricht daher ein.
Wie Imagination Technologies mitteilt, hat Apple das Lizenzabkommen mit dem britischen GPU-Entwickler gekündigt. In 15 bis 25 Monaten werde Apple statt lizenzierter Grafiktechnik auf eigene GPUs setzen. Für Imagination Technologies bedeutet dies den Verlust seines größten Kunden und für Apple einen gigantischen Aufwand - schlussendlich aber auch mehr Kontrolle über die eigenen Produkte. PowerVR-Grafikeinheiten von Imagination Technologies stecken in allen iPads und iPhones der vergangenen Jahre.
Im Fiskaljahr 2016 hat das Lizenzabkommen mit Apple für rund 61 Millionen britische Pfund an Umsatz bei Imagination Technologies gesorgt - das ist die Hälfte des Gesamtumsatzes des Jahres. 2017 soll der Deal mit Apple bis zu 65 Millionen einbringen. Imagination Technologies' Aktienkurs brach infolge der Ankündigung ein und fiel um über 70 Prozent auf zwischenzeitlich unter 80 Pfund.
Auch Apple entwirft nicht mal eben eine neue GPU-Technik
Eine neue Grafikarchitektur zu entwickeln, ist enorm aufwendig und kostspielig - und, wie Imagination Technologies anmerkt: Sie darf keinerlei Patente verletzen. Apple hatte in den vergangenen Jahren zwar modifizierte PowerVR-Designs wie das im A9X-Chip verwendet, aber keine eigene Technologie. Anders sieht es bei den CPU-Kernen aus: Apple hat angefangen mit dem A6-Chip basierend auf einer ARM-Lizenz eigene Prozessoren entwickelt. Designs wie Hurricane gehören zu den leistungsstärksten im Mobile-Segment.
Für Imagination Technologies ist das Ende des Vertrages mit Apple eventuell existenziell: Die Briten fuhren 2016 massiven Verlust ein, ohne die Lizenzeinnahmen könnten auch die Umstrukturierungen nicht ausreichen. Zwar nutzen oder nutzten auch andere Hersteller die PowerVR-Grafikeinheiten, aber Apple war mit weitem Abstand der größte Kunde.
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Zum Mac Pro haben sie sich heute geäußert. Anscheinend war das trash can“...
Na so toll scheint es ja nicht zu sein: http://libv.livejournal.com/26972.html
Das erinnert mich an ein lokales It-Systemhaus bei uns. Betroffen ca. 60 Mitarbeiter. Im...