Zum Hauptinhalt Zur Navigation

iPhone-UDID: FBI dementiert Computereinbruch

Das FBI hat erklärt, nichts von einem Einbruch in einen Computer zu wissen. Auch von den Daten hat die US-Bundespolizei nach eigenen Angaben keine Kenntnis. Anonymous lästert und droht mit der Veröffentlichung weiterer Daten.
/ Werner Pluta
6 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Bild: Anonymous/Screenshot: Golem.de

Die US-Bundespolizei Federal Bureau of Investigation (FBI) bestreitet, dass der Laptop eines Beamten gehackt worden ist. Das Kollektiv Anonymous hatte behauptet, sich über eine Sicherheitslücke in Java Zugang zu dem Computer verschafft und von dort Daten heruntergeladen zu haben.

Anonymous hatte behauptet , auf dem Computer unter anderem eine Liste mit 12,37 Millionen Datensätzen zu iOS-Geräten inklusive Unique Device Identifiers (UDID), Nutzernamen und anderer Daten gefunden zu haben. 1.000.001 iPhone-UDIDs hatte die Gruppe anonymisiert im Internet veröffentlicht.

Kein Hinweis auf Einbruch in Laptop

Das FBI habe keine Informationen über einen solchen Vorfall, twitterte die Pressestelle der US-Bundespolizei(öffnet im neuen Fenster) : "Unterm Strich: TOTAL FALSCH." Es gebe zu diesem Zeitpunkt weder einen Hinweis darauf, dass ein FBI-Laptop gehackt wurde, noch darauf, dass das FBI die infrage stehenden Daten überhaupt gesammelt habe, heißt es in einer FBI-Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) .

Anonymous reagierte mit Häme auf die FBI-Stellungnahme. "Wie bitte? Bloß weil ihr nichts von einem Einbruch wisst, soll er nicht stattgefunden haben?" , twitterten die Hacktivisten(öffnet im neuen Fenster) . Außerdem, so drohte Anonymous in einer anderen Twitter-Nachricht(öffnet im neuen Fenster) , habe man weitere 3 Terabyte Daten. "Wir haben noch nicht einmal angefangen."

Anonymous unterstellt, das FBI sage in der Angelegenheit nicht die Wahrheit. Es gebe keinen Grund, ihren Quellen zu misstrauen, erklärte das Kollektiv in einer im Netz veröffentlichten Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) . Diese hätten sich als vertrauenswürdiger erwiesen als jede Regierungsstelle. Offensichtlich geht Anonymous davon aus, dass das FBI die Daten illegal gesammelt hat. In dem Fall habe die Bundespolizei "keine andere Wahl, als jede Kenntnis zu leugnen."


Relevante Themen