iPhone: Sparkassen integrieren Girokarten in Apple Pay

Noch in diesem Sommer soll die Sparkassen-Kundschaft statt ihrer Kredit- oder Debitkarte eine Girocard für Apple Pay verwenden können.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Apple Pay auf einem älteren iPhone
Apple Pay auf einem älteren iPhone (Bild: Peter Macdiarmid/Getty Images)

Die Sparkassen wollen "ab Spätsommer" ihrer Kundschaft anbieten, für Zahlungen mit Apple Pay ihre Girocard einsetzen zu können, wie der Sparkassen- und Giroverband mitteilt. Bislang konnte das Smartphone-Bezahlverfahren nur in Verbindung mit einer Kredit- oder Debitkarte verwendet werden.

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In Deutschland sind Girocards, die von vielen noch umgangssprachlich mit dem im Jahr 2007 abgeschafften Markennamen EC-Karte bezeichnet werden, deutlich populärer als klassische Kredit- und Debitkarten von Mastercard, Visa und ähnlichen Anbietern. Sparkassen-Kreditkarten von Visa und Mastercard können bereits seit Mitte Dezember 2019 zum Bezahlen mit Apple Pay genutzt werden.

Mit Apple Pay kann mit dem iPhone und der Apple Watch an der Ladenkasse wie mit einer kontaktlosen Karte bezahlt werden. Außerdem kann das Bezahlverfahren bei Onlinekäufen genutzt werden. Nutzer geben die Transaktionen über die iPhone-Gesichtserkennung Face ID oder den Fingerabdruck-Scanner frei.

Girokarten in Deutschland weit verbreitet

Die massenhafte Verbreitung von kontaktlosen Girocards der Sparkassen-Kunden trug in den vergangenen Jahren mit dazu bei, dass kontaktlose Bezahlterminals im deutschen Handel eingeführt wurden. Von dieser technischen Infrastruktur profitieren nun auch Smartphone-Bezahlverfahren wie Apple Pay und Google Pay. Derzeit sind 43,7 Millionen der 45,8 Millionen Sparkassen-Girocards kontaktlos nutzbar (95,6 Prozent). Ende 2020 sollen nahezu alle Sparkassen-Cards mit der Funktion ausgestattet sein. Im Mai 2020 waren 56,6 Prozent der Girocard-Zahlungen von Sparkassen-Kunden kontaktlos.

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Die Sparkassen hatten Ende 2018 noch zurückhaltend auf Apple Pay reagiert. Doch schnell machten Jubel-Meldungen der ersten Apple-Pay-Partner die Runde. Bei der Deutschen Bank konnte man hören, die Erwartungen seien deutlich übertroffen worden. Geldinstitute, die nicht beim Start dabei waren, mussten sich dagegen Beschwerden ihrer Kundschaft anhören.

Etliche Banken setzten bei der Einführung von Apple Pay nicht auf klassische Kreditkarten, sondern auf ein Debitkarten-System, bei dem - ähnlich wie bei der Girocard - der ausgegebene Betrag direkt vom Girokonto abgebucht wird. Diese Debitkarte muss nicht als Plastikkarte an die Kunden herausgegeben werden, sondern funktioniert als virtuelle Karte auf dem Smartphone.

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