iPhone: Pegatron verstieß gegen Apples Arbeitsrichtlinien

Apple will Pegatron keine neuen Aufträge erteilen und so die Einhaltung der Arbeitsrichtlinien durchsetzen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Apple vergibt vorerst keine neuen Aufträge an Pegatron.
Apple vergibt vorerst keine neuen Aufträge an Pegatron. (Bild: Andrew Kelly/Reuters)

Apple wird vorerst keine neuen Aufträge für den taiwanischen Zulieferer Pegatron mehr erteilen. Der Grund dafür sind Arbeitsrechtsverletzungen in chinesischen Fabriken. Ein Apple-Sprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der Finanzagentur Bloomberg.

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Vor einigen Wochen habe Apple entdeckt, dass Pegatron bei der Verwaltung eines Programms für die Arbeit von Studenten gegen den Verhaltenskodex für Lieferanten verstoßen habe. "Pegatron hat die studentischen Hilfskräfte in ihrem Programm falsch eingeordnet und Unterlagen gefälscht, um Verstöße gegen unseren Kodex zu verschleiern", heißt es in der Erklärung von Apple.

Damit sei den Studenten regelwidrig erlaubt worden, Nachtschichten zu absolvieren oder Überstunden zu machen. Außerdem habe Pegatron die Studenten in einigen Fällen Arbeiten verrichten lassen, die nichts mit ihrem Hauptfach zu tun hatten.

Apple kontrolliert Arbeitsbedingungen bei den Fertigungsherstellern

Pegatron ist einer der wenigen Fertigungshersteller, auf die Apple weltweit vertraut, um Topprodukte wie das iPhone zu produzieren. Wie der größere Rivale Foxconn ist das taiwanische Unternehmen ein integraler Bestandteil der globalen Lieferkette von Apple, die im Laufe der Jahre von Arbeitsrechtsaktivisten immer wieder kritisiert wurde.

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Apple hat mit umfangreichen Untersuchungen auf die Vorwürfe reagiert und legt seit Jahren Berichte zu möglichen Verstößen in Zulieferbetrieben vor. Apple verwies im aktuellen Fall auf dieses "strenge Überprüfungs- und Genehmigungsverfahren für jedes Studentenarbeitsprogramm".

Keine Beweise für Zwangsarbeit

Damit wolle Apple sicherstellen, dass die Arbeit eines Praktikanten mit seinem Hauptfach in Verbindung stehe und Überstunden oder Nachtschichten verboten seien. Pegatron habe gegen diese Regeln verstoßen. Bei den Untersuchungen seien jedoch keine Beweise für Zwangsarbeit oder Arbeit für Minderjährige gefunden worden.

Die für die Verstöße verantwortlichen Manager bei Pegatron haben nach Angaben von Apple "außergewöhnliche Anstrengungen unternommen, um sich unseren Aufsichtsmechanismen zu entziehen". Pegatron habe nun die für das Studentenarbeitsprogramm verantwortliche Führungskraft entlassen.

"Apple hat Pegatron auf Bewährung gesetzt, und Pegatron wird keine neuen Aufträge von Apple erhalten, bis das Unternehmen alle erforderlichen Korrekturmaßnahmen abgeschlossen hat." Man habe schnell reagiert, um sicherstellen zu wollen, dass die Schüler sicher nach Hause und in ihre Schulen zurückkehren können. Die Betroffenen hätten eine finanzielle Entschädigung erhalten.

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