iPhone, Macbook, Airpods und iPads: Apple wird die Preise erhöhen
Apple wird als Reaktion auf die im KI-Boom gestiegenen Speicherchip-Kosten die Preise erhöhen. "Leider sind Preiserhöhungen unvermeidlich", sagte Apple-Chef Tim Cook dem Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster).
Der gesamten Technikbranche macht bereits seit Monaten zu schaffen, dass mit dem großangelegten Bau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz die Speicherchip-Kapazitäten nicht ausreichen. Dadurch sind die Preise dafür entsprechend gestiegen.
Cook machte keine Angaben dazu, wann, wie stark und für welche Produkte die Preise erhöht werden sollen. Langfristig werden wohl keine Produktbereiche davon ausgenommen. Er ging auch nicht darauf ein, ob es Preiserhöhungen nur für Neuvorstellungen oder auch für bereits auf dem Markt befindliche Produkte geben wird.
Neue iPhone-Modelle kommen im Herbst
Die nächste große Vorstellung neuer Geräte wird wie gewohnt im Herbst 2026 mit der neuen iPhone-Generation erwartet. Das aktuelle iPhone 17 verkauft Apple in Deutschland zu einem Preis ab 950 Euro und das besser ausgerüstete iPhone 17 Pro ab 1.300 Euro.
Medienberichten zufolge will Apple in diesem Jahr seine Modellpalette mit einem auffaltbaren iPhone erweitern und so mit jahrelanger Verzögerung auf die Entwicklungen im Smartphone-Markt reagieren.
Apple gibt Kostensteigerungen an Kunden weiter
Apple konnte bisher nach eigenen Angaben auch dank langfristiger Lieferverträge die Gerätepreise für Kunden weitgehend stabil halten. Apple gebe zwar sein Bestes, um die "riesigen" Kostensteigerungen abzufedern und nicht an die Kunden weiterzureichen, aber dies sei nicht mehr nachhaltig möglich.
Apple hatte schon in den vergangenen Monaten erwähnt, dass die gestiegenen Speicherkosten Gegenmaßnahmen erfordern könnten, und sich damit die Tür für Preiserhöhungen offengehalten.
Einige PC-Hersteller und Spielekonsolen-Anbieter erhöhten bereits ihre Preise. Auch bei anderen großen Elektronik-Anbietern war zuletzt zu hören, dass die Kostensteigerungen bei Speicherchips ein Ausmaß erreicht hätten, das ohne höhere Preise für die Kunden nicht aufgefangen werden könne.
Engpässe bei Speicherchips nicht so schnell zu beheben
Chipkonzerne bauen zwar ihre Kapazitäten aus, aber das ist in der Industrie ein langwieriger Prozess. Zudem könnten dabei für Rechenzentren benötigte Speichertypen bevorzugt werden. China hat unterdessen große staatlich geförderte Speicherproduzenten. Für US-Unternehmen dürften aber harte Einschränkungen für die Zusammenarbeit mit ihnen gelten.
Cook wurde gefragt, ob Regeln dazu gelockert werden sollten. Er antwortete, dass seiner Meinung nach alle Optionen erwogen werden sollten. "Ich denke, wir sollten das gesamte Angebot im Blick haben."
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