iPhone-Leaks: Apple soll mit Doppelagenten in Leaker-Kreisen arbeiten

Ein Leaker hat gut ein Jahr lang Informationen über die Community an Apple weitergeleitet - etwas bekommen hat er im Gegenzug nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple besorgt sich Informationen zu Leakern offenbar mithilfe von Insidern.
Apple besorgt sich Informationen zu Leakern offenbar mithilfe von Insidern. (Bild: Pixabay)

Apple soll Informationen über Leaker durch den Einsatz von Doppelagenten erhalten haben. Das Magazin Vice hat mit einem ehemaligen Leaker gesprochen, der Apple gut ein Jahr lang Informationen über die Szene zugespielt hat. Die bereitgestellten Informationen will Vice unter anderem durch Analysen von E-Mail-Headern verifiziert haben.

Stellenmarkt
  1. Senior Softwareentwickler und Systemverantwortlicher für die zentrale finanzmathematische ... (m/w/d)
    L-Bank, Karlsruhe
  2. IT-Infrastruktur-Systembetre- uer (m/w/d)
    Psychiatrisches Zentrum Nordbaden, Wiesloch
Detailsuche

Demnach hat sich Andrey Shumeyko unter anderem aufgrund seines schlechten Gewissens als Leaker an Apple gewandt und angeboten, Informationen über die Szene zu besorgen. Gleichzeitig hat sich Shumeyko auch finanzielle Vorteile versprochen, die letztlich allerdings nicht erfüllt wurden. Während Shumeyko Informationen an Apple weitergegeben hat, war er weiterhin in der Szene aktiv.

Vice zufolge hat Shumeyko unter anderem eine Liste mit Namen von Leakern und Sammlern von iPhone-Prototypen an Apple weitergegeben. Einer der drei chinesischen Leaker, die vor Kurzem Briefe von Apples Anwälten bekommen haben, soll Vice zufolge auf der Liste gestanden haben.

Direkter Kontakt zu Apples Sicherheitsteam

Shumeyko stand während seiner einjährigen Tätigkeit als Informationsquelle durchgängig im Kontakt mit Apples Sicherheitsteam Global Security. Ein ihm zugewiesener Mitarbeiter habe ihn dabei immer wieder aufgefordert, neue Informationen zu besorgen. "Tu die richtigen Dinge, um Apple zu beschützen", soll ihn sein Apple-Kontakt aufgefordert haben.

Nachdem Shumeykos Kontakt zu einem Apple-Mitarbeiter in Deutschland, der für Apple Maps gearbeitet hat und ihm Zugang zu einem internen Apple-Konto verschaffen wollte, dazu führte, dass der Mitarbeiter entlassen wurde, stellten sich bei Shumeyko Gewissensbisse ein. Zudem hatte er immer wieder nach einer finanziellen Kompensation gefragt, auf die Apple jedoch nicht einging.

Apple iPhone 12 Pro Max (128 GB) - Silber

Offenbar hat Shumeyko nie Geld für seine Tätigkeit erhalten, was letztlich der Grund gewesen sein dürfte, dass er nicht mehr für Apple spioniert. Seiner Aussage nach hat er seit Juli 2021 keinen Kontakt mehr zu dem Unternehmen. Mittlerweile versucht Shumeyko, interne Apple-Daten auf Twitter zu verkaufen.

Apple hat sich zu dem Fall nicht geäußert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


emdotjay 20. Aug 2021 / Themenstart

Ich liebe den Verrat, aber ich hasse Verräter. Gaius Julius Caesar

Passover 20. Aug 2021 / Themenstart

Sind die Konzerne schon so mächtig, das ihre Sicherheitsdienste geheimdienstliche...

dominikp1996 19. Aug 2021 / Themenstart

Karma is a bitch

Kommentieren



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Y - The Last Man
Eine Welt der Frauen

Vor knapp 20 Jahren wurde das erste Comic-Heft veröffentlicht, einige Jahre war die Fernsehserie Y - The Last Man in Entwicklung. Jetzt ist sie endlich bei Disney+.
Eine Rezension von Peter Osteried

Y - The Last Man: Eine Welt der Frauen
Artikel
  1. Huawei und Xiaomi: Litauen warnt vor chinesischen 5G-Smartphones
    Huawei und Xiaomi
    Litauen warnt vor chinesischen 5G-Smartphones

    Die litauische Regierung rät von der Nutzung chinesischer Smartphones ab. Diese könnten heruntergeladene Inhalte zensieren.

  2. CMOS-Batterie: Firmware-Update hat PS4 offenbar vor ewigem Aus gerettet
    CMOS-Batterie
    Firmware-Update hat PS4 offenbar vor ewigem Aus gerettet

    Sony hat mit Firmware 9.0 für die Playstation 4 ein großes Problem gelöst: eine leere CMOS-Batterie kann die Konsole nicht mehr zerstören.

  3. Call of Duty: Vanguard schon in der Beta von Cheatern geplagt
    Call of Duty
    Vanguard schon in der Beta von Cheatern geplagt

    Die uralte Code-Basis fällt Activision auf die Füße. Schon jetzt klagen Spieler der Beta-Version des neuen Call of Duty über Cheater.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • Gran Turismo 7 25th Anniversary PS4/PS5 vorbestellbar 99,99€ • Samsung T7 Portable SSD 1TB 105,39€ • PS5 bei Amazon zu gewinnen • Astro Gaming A20 + Deathloop PS5 139,99€ [Werbung]
    •  /