iPhone-Drosselung: Apple bietet maximal 500 Millionen US-Dollar im Akku-Streit

Etliche Sammelklagen gegen Apple wegen einer künstlichen Drosselung der Prozessoren in einem iPhone könnten bald mit einem Vergleich enden. Apple bietet eine halbe Milliarde US-Dollar und bleibt damit deutlich unter den Forderungen der Kläger.

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Apple bietet Klägern maximal 500 Millionen US-Dollar.
Apple bietet Klägern maximal 500 Millionen US-Dollar. (Bild: Mike Segar/Reuters)

Apple will den jahrelangen US-Gerichtsstreit um gedrosselte iPhones mit der Zahlung von bis zu einer halben Milliarde US-Dollar beenden. Für betroffene Kunden ist in dem Vergleich eine Zahlung von 25 US-Dollar pro Gerät vorgesehen, wie aus den Gerichtsunterlagen hervorgeht.

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Apple bietet mindestens 310 Millionen US-Dollar und maximal 500 Millionen US-Dollar - betont aber, dies sei kein Schuldeingeständnis. Nach Angaben von Bloomberg Law werden namentlich genannte Kläger eine Entschädigung von 1.500 bis 3.500 US-Dollar verlangen. Die Anwälte der Sammelklagen werden bis zu 30 Prozent des Mindestvergleichsbetrags für Anwaltskosten beantragen, das wären 93 Millionen US-Dollar. Dazu kämen bis zu 1,5 Millionen US-Dollar für Ausgaben der Anwälte.

Der Streit war Ende 2017 ausgebrochen, als Messwerte belegt hatten, dass Apple lange Zeit bei iPhones mit älteren Akkus die Leistung des Prozessors gedrosselt hatte, ohne die Käufer der Geräte darüber zu informieren. Die Smartphones wurden dadurch langsamer. Apple erklärte damals, die Maßnahme sei nötig gewesen, damit sich die Smartphones nicht plötzlich abschalteten, wenn ein älterer Akku nicht genug Strom liefern könne.

Apple räumt Fehler im Power-Management ein

Acht Wochen später gab Apple auf Druck der Politik nicht mehr den Akkus die Schuld für die Drosselung, sondern räumte ein, dass das Power Management der iPhones fehlerhaft gewesen sei. Apple sprach erstmals davon, bei den damals aktuellen Modellen iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X eine Hardware-Modifikation vorgenommen zu haben, die ein besseres Power Management ermögliche. Damit würden unerwünschte Abschaltungen des Smartphones verhindert.

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Als Reaktion auf die Aufdeckungen wurden mehrere Sammelklagen gegen Apple eingereicht, eine der Klagen forderte 999 Milliarden US-Dollar. Die jetzt von Apple vorgeschlagene Maximalsumme von 500 Millionen US-Dollar liegt also deutlich unter den Forderungen der Kläger.

Kläger wurden nicht über Akkutausch informiert

Die Kläger argumentierten unter anderem, dass ein Akkuwechsel deutlich günstiger gewesen wäre als der Kauf eines neuen Geräts. Apple habe die Kunden jedoch nicht darauf hingewiesen, dass sie die iPhones durch einen Akkutausch wieder auf die gewohnte Geschwindigkeit hätten bringen können. Auch informierte Apple nicht darüber, dass die Geschwindigkeit des Prozessors künstlich verringert worden sei.

Apple senkte nach der Aufdeckung der Drosselung die Kosten für einen Akkutausch deutlich, die Preisreduktion galt aber nur begrenzte Zeit. Statt regulär 90 Euro kostete der Akkutausch 30 Euro. Mittlerweile informiert Apple Gerätebesitzer ausführlicher als bisher über den Zustand des fest verbauten Akkus im iPhone. Die Kontroverse betraf die Modelle iPhone 6, iPhone 6 Plus, iPhone 6s, iPhone 6S Plus, iPhone SE, iPhone 7 und iPhone 7 Plus.

Die Vergleichsvereinbarung zwischen den Klägern und Apple muss noch vom zuständigen Gericht abgesegnet werden.

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