iPhone-Drosselung: Apple bietet im Akku-Streit nochmal 113 Millionen US-Dollar

Insgesamt würde Apple zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten rund um die iPhone-Drosselung bis zu 613 Millionen US-Dollar zahlen.

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In dem Rechtsstreit geht es unter anderem um das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus.
In dem Rechtsstreit geht es unter anderem um das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Apple will laufende Klagen in 34 US-Bundesstaaten gegen die iPhone-Drosselung mit einem Vergleichsangebot beilegen. Das Unternehmen drosselte 2017 unangekündigt ältere iPhone-Modelle in der Leistung, um ein Herunterfahren der Geräte zu verhindern. Als Grund wurden zunächst ältere Akkus mit einer möglicherweise verringerten Kapazität benannt. Das führte zu Sammelklagen, aber auch die Generalstaatsanwälte von 34 US-Bundesstaaten verklagten Apple deswegen.

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Das vorliegende Vergleichsangebot Apples wurde noch nicht vollständig von den zuständigen Richtern genehmigt und vom Justizminister des US-Bundesstaates Arizona veröffentlicht. Darin bietet Apple eine Zahlung von 113 Millionen US-Dollar an. Würde der Vergleich angenommen, käme es zu keiner weiteren Verhandlung, und es würde nicht geprüft, ob Apple ein Fehlverhalten nachgewiesen werden könne. Das neue Vergleichsangebot würde die noch laufende Auszahlung von bis zu 500 Millionen US-Dollar aus der Sammelklage ergänzen, die Apple im März 2020 angeboten hatte.

Seit Juli 2020 zahlt Apple Schadenersatz an Kläger der Sammelklage aus. Aufgrund der Vielzahl der Kläger ist die Summe gering, die pro Person maximal ausgezahlt wird. Die höchste Zahlung liegt bei 25 US-Dollar pro Kläger. Eine Berechtigung für die Zahlung haben nur US-Bürger sowie Besitzer einer US-Greencard.

Erst nach viel Druck räumt Apple Fehler im Power-Management ein

Der Streit war Ende 2017 ausgebrochen, als Messwerte belegt hatten, dass Apple lange Zeit bei iPhones mit älteren Akkus die Leistung des Prozessors gedrosselt hatte, ohne die Käufer der Geräte darüber zu informieren. Die Smartphones wurden dadurch langsamer. Apple erklärte damals, die Maßnahme sei nötig gewesen, damit sich die Smartphones nicht plötzlich abschalteten, wenn ein älterer Akku nicht genug Strom liefern könne. Die Kontroverse betraf die Modelle iPhone 6, iPhone 6 Plus, iPhone 6s, iPhone 6S Plus, iPhone SE, iPhone 7 und iPhone 7 Plus.

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Acht Wochen später gab Apple auf Druck der Politik nicht mehr den Akkus die Schuld für die Drosselung, sondern räumte ein, dass das Power Management der iPhones fehlerhaft gewesen sei. Apple sprach erstmals davon, bei den damals aktuellen Modellen iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X eine Hardware-Modifikation vorgenommen zu haben, die ein besseres Power Management ermögliche. Damit würden unerwünschte Abschaltungen des Smartphones verhindert.

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Kläger forderten deutlich mehr Geld

Als Reaktion auf die Aufdeckungen wurden mehrere Sammelklagen gegen Apple eingereicht, eine der Klagen forderte 999 Milliarden US-Dollar. Die von Apple anvisierte Maximalsumme von 500 Millionen US-Dollar liegt also deutlich unter den Forderungen der Kläger.

Apple senkte nach der Aufdeckung der Drosselung die Kosten für einen Akkutausch, die Preisreduktion galt aber nur begrenzte Zeit. Statt regulär 90 Euro kostete der Akkutausch 30 Euro. Mittlerweile informiert Apple Gerätebesitzer ausführlicher als bisher über den Zustand des fest verbauten Akkus im iPhone.

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