iPhone: Apple will in OLED-Produktion von LG investieren
LG ist zwar ein Lieferant von Apple, erfüllt aber die Qualitätsanforderungen im OLED-Bereich bisher angeblich nicht. Damit Apple einen Zweitlieferanten für künftige iPhone-Displays habe, investiere der Konzern zwischen umgerechnet 1,53 bis 2,29 Milliarden Euro in LGs Anlagen, berichtet die koreanische Wirtschaftszeitung The Investor (öffnet im neuen Fenster) .
Zwar soll Apple auch bei Samsung 100 Millionen OLED-Bildschirme für künftige Smartphones bestellt haben, doch allein auf einen Hersteller will Apple offenbar nicht setzen. Das entspricht der bisherigen Linie Apples, um bei Produktions- und Qualitätsproblemen nicht von einem Zulieferer abhängig zu sein.
LG soll in der neuen Fabrik E6 monatlich 30.000 OLED-Muttergläser der sechsten Generation produzieren können. Die Mutter-Panels werden anschließend in die eigentlichen Panels zerteilt.
Apple setzt auf zwei OLED-Lieferanten für das iPhone 8
Da Apple die Fabrik finanziert, soll LG dort ausschließlich für seinen Investor OLEDs fertigen. Anfang 2019 soll die Produktion aufgenommen werden. Das ist für das iPhone 8, das Ende 2017 auf den Markt kommen soll, zu spät. Berichten zufolge will Apple künftig jedoch alle iPhones mit OLEDs ausstatten, was die Nachfrage erheblich steigern könnte. Apple verkaufte 2016 pro Quartal im Schnitt 54 Millionen iPhones.
Konkurrent Samsung will ab 2019 die größte OLED-Fabrik der Welt aufbauen. Sie soll mindestens 4,37 Milliarden US-Dollar kosten, um eine monatliche Produktionskapazität von 60.000 Panels zu erzielen. Um die volle Kapazität von 180.000 Panels pro Monat zu erreichen, müssten sogar 14 Milliarden US-Dollar investiert werden. Die Investitionen sollen über drei Jahre hinweg erfolgen.
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