iPhone: Apple soll eigene PMICs entwickeln
Apple soll derzeit eigene PMICs (Power Management Integrated Circuits) zur Steuerung der Stromversorgung einer der nächsten iPhone-Generationen designen. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf industrienahe Quellen. Schon im Frühling 2017 hatte der Analyst Karsten Iltgen vom Bankhaus Lampe ähnliche Aussagen getroffen und damit schon einmal einen Kurssturz bei Dialog Semiconductor ausgelöst.

Der deutsche Hersteller ist der bisher exklusive Hersteller und Zulieferer für die in Apples iPhones verbauten PMICs. Als "erste unabhängige Bestätigung" wertet Karsten Iltgen den Bericht von Nikkei, denn außer Apple und Dialog Semiconductor, wüssten auch andere Fertiger wie TSMC über die Situation längst Bescheid. Für 2018 erwartet Dialog Semiconductor allerdings ein steigendes Wachstum, weshalb Apple – wenn überhaupt -, dann für 2019 mit eigenen PMICs planen dürfte. Das deckt sich teilweise mit Nikkeis Quellen.
Eigene Entwicklungen bei Apple
Generell treibt Apple seit einigen Jahren viel Aufwand, um möglichst viel Hardware der iPhones selbst zu entwickeln und mehr Kontrolle über das System zu haben. Neben eigenen CPU-Kernen auf Basis der ARMv8-Architektur hat Apple im A11 Bionic genannten System-on-a-Chip auch erstmals keine PowerVR-Grafikeinheit von Imagination Technologies integriert, sondern sie selbst entworfen. Der britische Entwickler verkraftete den Verlust von Apple als Großkunde nicht und musste sich zum Verkauf anbieten.
Mittlerweile wurde Imagination Technologies von Canyon Bridge Capital Partners, einer chinesischen Investorengruppe, übernommen. Die Lizenzzahlungen von Apple machten zuletzt rund die Hälfte des Umsatzes der Briten aus – Dialog Semiconductor generierte im Jahr 2016 etwa drei Viertel seines Umsatzes durch den Verkauf von PMICs an Apple.
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