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iPhone: Apple soll auf Qualcomm-Modems verzichten

Qualcomm fliegt raus, Intel bleibt und Mediatek kommt eventuell rein: Apple soll an neuen iPads und iPhones arbeiten, deren LTE -Modems nicht mehr vom bisherigen Hauptlieferanten stammen. Ein Problem könnte dabei aber die Geschwindigkeit sein.
/ Marc Sauter
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Apples iPhone 7 Plus (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Apples iPhone 7 Plus Bild: Martin Wolf/Golem.de

Bei der nächsten iPad- und iPhone-Generation könnte das LTE-Modem nicht mehr von Qualcomm stammen, da Apple nur noch Basebands von Intel und möglicherweise auch von Mediatek verwendet. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Quellen. Apple würde damit eine jahrelange Tradition aufgegeben, die aus Sicht von Cupertino zwar sinnvoll erscheint, jedoch Nachteile für Käufer mit sich bringen könnte.

Hintergrund ist der seit vielen Monaten bestehende Streit zwischen Apple und Qualcomm , bei dem es um Patente, Lizenzzahlungen und mögliche Importstopps geht. Qualcomm etwa soll seine Marktposition ausgenutzt haben, um die Preise nach oben zu treiben. Daher verlangt Apple unter anderem eine Milliarde US-Dollar zurück, die es zu viel für Snapdragon-LTE-Modems gezahlt haben will. Qualcomm wiederum führt in einer Klage an, dass Apple sich nicht an Vereinbarungen halte und diese bewusst falsch auslege.

iPhone 8 Plus – Test
iPhone 8 Plus – Test (02:38)

Wohin dieser Streit führt, zeigte schon das iPhone 7 (Plus) : Statt exklusiv mit Qualcomm-Modems ausgestattet zu sein, verbaute Apple in einigen Modellen auch ein Intel-Baseband. Im iPhone 8 (Plus) steckt je nach Region ebenfalls ein Modem von Intel oder eines von Qualcomm, Gleiches dürfte für das kommende iPhone X gelten. Das Intel XMM 7480 ist allerdings langsamer als Qualcomm Snapdragon X16 und schafft im Downstream nur 600 statt knapp 1.000 MBit pro Sekunde, weswegen Apple das Qualcomm-Baseband drosselt.

Weder Intel noch Mediatek können bisher 1-GBit/s-Modems liefern, was für Apple ein Problem darstellen könnte. Allerdings sind selbst 450 MBit/s oder 600 MBit/s nur in wenigen Regionen überhaupt verfügbar. Bis Frühsommer 2018 muss sich Apple für einen oder besser zwei Hersteller entscheiden, da dann die Produktion für die neuen iPads und vor allem iPhones anläuft. Derzeit soll Cupertino die Geräte jedoch bereits dahingehend entwickelt haben, dass sie künftig auch ohne Qualcomm-Modem auskommen würden.


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