Abo
  • IT-Karriere:

iPhone: Apple kauft 5G-Modems ausschließlich bei Qualcomm

Einigung nach Streit um Lizenzen und Patente: Apple zahlt an Qualcomm und wird künftig wieder die Modems der Kalifornier in den eigenen iPhones verbauen. Großer Verlierer ist Intels Baseband-Sparte.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Snapdragon X55 ist ein aktuelles 5G-Modem.
Das Snapdragon X55 ist ein aktuelles 5G-Modem. (Bild: Qualcomm)

Seit Jahren hatten sich Apple und Qualcomm gegenseitig mit Klagen überzogen, das hat nun ein Ende: Beide Parteien konnten sich einigen und legten den Streit bei. Als Resultat wird Apple wieder Modems für iPhones von Qualcomm kaufen, zudem zahlt Cupertino eine unbekannte Summe an die Kalifornier. Weil damit Intel aus dem Rennen für 5G-Basebands ist, hat der Hersteller bekanntgegeben, sämtliche Arbeiten an entsprechenden Modems einzustellen, das XMM 8160 ist damit Geschichte.

Stellenmarkt
  1. Fresenius Medical Care Thalheim GmbH, Stollberg, Sachsen bei Ansbach
  2. PIA Automation Holding GmbH, Bad Neustadt an der Saale, Amberg

Im Detail beginnt der neue Vertrag zwischen Apple und Qualcomm rückwirkend am 1. April 2019, ist vorerst auf sechs Jahre ausgelegt und enthält die Option, um zwei Jahre verlängert zu werden. In diesem Zeitraum kauft Apple die 5G-Modems (Snapdragon X55) von Qualcomm und bezahlt für Lizenzen. In Folge der viele Milliarden US-Dollar umfassenden Übereinkunft stieg Qualcomms Kurs um über ein Fünftel. Der prognostizierte EPS (Earnings per Share, also Gewinn je Aktie) von 2 US-Dollar ist mehr als das Doppelte des vergangenen Quartals.

Apple hatte 2017 gegen Qualcomm geklagt, den bisherigen Exklusivlieferanten des LTE-Modems der iPhones. Hintergrund waren Abschläge auf Lizenzzahlungen, die Qualcomm bewusst zurückgehalten haben soll. In diesem Kontext existiert zudem eine Klage der US-Handelskommission FTC (Federal Communications Commission), weil Qualcomm eine Exklusivvereinbarung mit Apple in den Jahren 2011 bis 2016 erzwungen haben soll. Seit dem iPhone 4S bis einschließlich dem iPhone 6S wurden ausschließlich Qualcomm-Modems verwendet, im iPhone 7 und im iPhone 8 sowie im iPhone X hingegen stecken auch Intel-Basebands. Die Qualcomm-Varianten musste Apple drosseln, weil sie schneller sind als die von Intel - was ebenfalls eine Klage nach sich zog.

Im iPhone XS und iPhone XR sind nur noch LTE-Modems von Intel verbaut und der Hersteller hatte mit dem XMM 8160 ein 5G-Baseband in Arbeit. Wie der Vorgänger, das nie fertiggestellte XMM 8060, gab es aber Verzögerungen und damit wohl einen der Gründe, warum Apple doch die Einigung mit Qualcomm gesucht hat. Intel will am 25. April 2019 bei der Besprechung der Quartalszahlen weitere Details erläutern.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 72,99€ (Release am 19. September)
  2. 349,00€
  3. 529,00€

Somberland 20. Apr 2019

In Südkorea und USA laufen bereits die ersten 5G netze. Das wir in Deutschland Mal...

/mecki78 17. Apr 2019

.NET ist ein Framework, dessen Nutzung aber optional und unabhängig von der gewählten...

DY 17. Apr 2019

(in Zusammenhang mit den einhergehenden Problemen in der 10nm Fertigung) und konnte...


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 5700 (XT) - Test

Die Navi-10-Grafikkarten schlagen die Geforce RTX 2060(S), benötigen aber etwas mehr Energie und unterstützen kein Hardware-Raytracing, dafür sind sie günstiger.

Radeon RX 5700 (XT) - Test Video aufrufen
In eigener Sache: Golem.de bietet Seminar zu TLS an
In eigener Sache
Golem.de bietet Seminar zu TLS an

Der Verschlüsselungsexperte und Golem.de-Redakteur Hanno Böck gibt einen Workshop zum wichtigsten Verschlüsselungsprotokoll im Netz. Am 24. und 25. September klärt er Admins, Pentester und IT-Sicherheitsexperten in Berlin über Funktionsweisen und Gefahren von TLS auf.

  1. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  2. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?
  3. In eigener Sache Was du schon immer über Kubernetes wissen wolltest

Ryzen 3900X/3700X im Test: AMDs 7-nm-CPUs lassen Intel hinter sich
Ryzen 3900X/3700X im Test
AMDs 7-nm-CPUs lassen Intel hinter sich

Das beste Prozessor-Design seit dem Athlon 64: Mit den Ryzen 3000 alias Matisse bringt AMD sehr leistungsstarke und Energie-effiziente CPUs zu niedrigen Preisen in den Handel. Obendrein laufen die auch auf zwei Jahre alten sowie günstigen Platinen mit schnellem DDR4-Speicher.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Ryzen 3000 BIOS-Updates schalten PCIe Gen4 für ältere Boards frei
  2. Mehr Performance Windows 10 v1903 hat besseren Ryzen-Scheduler
  3. Picasso für Sockel AM4 AMD verlötet Ryzen 3400G für flottere iGPU

Transport Fever 2 angespielt: Wachstum ist doch nicht alles
Transport Fever 2 angespielt
Wachstum ist doch nicht alles

Wesentlich mehr Umfang, bessere Übersicht dank neuer Benutzerführung und eine Kampagne mit 18 Missionen: Das Schweizer Entwicklerstudio Urban Games hat Golem.de das Aufbauspiel Transport Fever 2 vorgestellt - bei einer Bahnfahrt.
Von Achim Fehrenbach

  1. Mordhau angespielt Die mit dem Schwertknauf zuschlagen
  2. Bus Simulator angespielt Zwischen Bodenschwelle und Haltestelle
  3. Bright Memory angespielt Brachialer PC-Shooter aus China

    •  /