iPhone Air im Hands-on: Apple liefert weniger von fast allem - außer beim Preis
Lange hatten Fans spekuliert, dass Apple ein besonders dünnes iPhone vorstellen würde – seit Jahren schon hofften viele auf ein Pendant zum iPad Air. In diesem Jahr hat Apple endlich das iPhone Air präsentiert, das mit 5,6 mm das aktuell wohl dünnste Smartphone herkömmlicher Bauart ist.
Golem konnte das Gerät in einem ersten Hands-on ausprobieren und hat viele Parallelen zu Samsungs Galaxy S25 Edge gefunden: Auch beim iPhone Air beeindruckt uns das geringere Gewicht eigentlich mehr. Das iPhone Air ist aber mehr ein Handschmeichler als Samsungs dünnes Smartphone, was wir direkt nach dem Auspacken feststellen konnten.
Grund dafür ist das Gehäuse aus Titan und mattem Glas, das sich sehr angenehm und hochwertig anfühlt – hochwertiger als das Galaxy S25 Edge, das komplett aus Metall ist. Der Rahmen ist poliert und sieht aus wie Edelstahl, er zieht gleichermaßen Fingerabdrücke an.
163 Gramm liegen sehr angenehm in der Hand
Wir haben das iPhone Air gewogen, es bringt 163 Gramm auf die Waage. Das ist wesentlich weniger als herkömmliche Smartphones mit 6,5-Zoll-Display – oder sogar kleinerem Bildschirm. Das iPhone 17 Pro zum Beispiel kommt mit einem 6,3-Zoll-Display, wiegt aber offiziell 204 Gramm.
Wie beim Galaxy S25 Edge wirkt sich das geringere Gewicht sehr positiv auf das Handling aus: Es ist geradezu mühelos, mit dem iPhone Air auch längere Zeit zu arbeiten. Die Verarbeitung ist wie gewohnt hochwertig.
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Dass das iPhone Air 5,6 mm dick ist, ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Die Größenangabe gilt für den Hauptteil des Gehäuses, an der Kamera ist das Smartphone merklich dicker. Am Kameramodul messen wir 8,5 mm, bis zum Ende der Kamera sogar 11 mm. Dass sie nicht bündig im Modul verbaut ist, führt dazu, dass das iPhone Air auf dem Tisch liegend ordentlich kippelt – anders als etwa Googles Pixel-Smartphones.
Kameramodul beherbergt zahlreiche Hardwarekomponenten
Wir erkennen aber an, dass ein noch dickeres Kameramodul zu einem unproportionalen Design geführt hätte; die knapp drei Millimeter, die der Bump jetzt herausragt, sind auch dank des fließenden Designs noch in Ordnung. Apple hat im Modul nicht nur Kamerahardware verbaut, sondern auch verschiedene andere Systemkomponenten – der Platz war also nicht zwingend wegen der Kamera notwendig, sondern weil das Smartphones grundsätzlich dünn ist.
Entsprechend wird der Kamera-Bump auch während eines Benchmarktests warm, was normalerweise bei Smartphones nicht der Fall ist. Unangenehm ist das nicht, ganz im Gegenteil: Die Rückseite bleibt weitgehend kühl, was angenehmer beim Halten ist. Im Geekbench 6 erreicht das iPhone Air bei uns im Single-Core-Test 3.656 Punkte, im Multi-Core-Test 9.156. Das sind sehr gute Werte, die angesichts des neuen A19-Pro-Chips über denen des iPhone 16 Pro Max liegen.
Das 6,5-Zoll-Display hat eine Auflösung von 2.736 x 1.260 Pixeln und zeigt Inhalte entsprechend scharf an. Die Bildrate liegt bei maximal 120 Hz, Scrolling sieht sehr flüssig auf dem Smartphone aus. Auch im Sonnenschein sind Inhalte problemlos erkennbar – der Bildschirm des iPhone Air ist insgesamt sehr gelungen.
Nur eine Kamera
Bei der Kamera müssen Käufer des iPhone Air Abstriche machen – nicht bei der Qualität der verbauten Kamera, aber mit der Anzahl der Objektive: es gibt nur eines. Für mehr war angesichts dessen, dass im Kameramodul noch weitere Hardware verbaut werden musste, offenbar kein Platz. Aus dem gleichen Grund wird das Smartphone auch nur als eSIM-Variante angeboten.
Die Kamera hat 48 Megapixel und macht in unserem ersten kurzen Test gute Bilder mit – wie von modernen Smartphones gewohnt – sehr ausgeglichener Bilddynamik. Auch die zweifache Vergrößerung ist sehr gut nutzbar, die maximal zehnfache ist etwas unscharf. Wir können uns allerdings vorstellen, dass manche Nutzer eine Superweitwinkelkamera vermissen werden – dies ist aber schlicht der Preis, den man für ein dünnes iPhone zahlen muss. Samsung verbaut bei seinem Galaxy S25 Edge zwei Kameras auf der Rückseite.
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Interessant ist auch die Frontkamera mit neuem 18-Megapixel-Sensor. Dieser ist quadratisch, was es uns ermöglicht, Aufnahmen in verschiedenen Formaten zu machen, ohne das iPhone Air drehen zu müssen. Eine Hochkantaufnahme hat 7 Megapixel, eine im Querformat 18 Megapixel. Das Format können wir manuell einstellen, ein KI-Algorithmus kann den Ausschnitt aber auch automatisch festlegen.
Der Akku des iPhone Air ist mit einer Nennladung von 3.149 mAh der kleinste der aktuellen iPhone-17-Reihe – was angesichts der Bauform des Smartphones nicht überrascht. Eine Messung, wie lange der Akku durchhält, konnten wir noch nicht durchführen. Apple gibt eine Laufzeit von einem Tag an, bietet als Zubehör aber direkt ein besonders dünnes Magsafe-Akkupack an.
Hüllen nehmen dem iPhone Air ein wenig die Magie
Zum Zubehör gehören auch zwei spezielle Hüllen: Ein Bumper lässt die Rückseite des iPhone Air frei, was dazu führt, dass das Smartphone weiterhin sehr dünn wirkt. Das verwendete Ceramic-Shield-Glas soll besonders widerstandsfähig sein, dennoch ist die Gefahr einer Beschädigung mit einem Bumper höher als mit einer "richtigen" Hülle.
Eine derartige Hülle gibt es: Sie schließt das iPhone komplett ein, ist aber sehr dünn. Wir nehmen an, dass die iPhone-Air-Hülle etwas weniger schützt als eines der Silikon-Cases von Apple. Mit der Hülle geht ein wenig von der Faszination des dünnen iPhones verloren, wie wir zugeben müssen – wer Eindruck schinden will, muss das iPhone Air ohne Hülle verwenden.
Sorgen, dass das iPhone Air aufgrund der geringen Dicke des Gehäuses leicht bricht, würden wir uns nicht machen. Das Smartphone macht einen sehr stabilen Eindruck und biegt sich nicht durch, auch wenn wir es stärker belasten. Apple hat es wie Samsung geschafft, das Gehäuse stabil zu gestalten.
Ausgeliefert wird das iPhone Air mit iOS 26, das neben einigen neu designten Apps wie der Kamera-App für die Benutzeroberfläche das Designkonzept Liquid Glass verwendet. Die transparenten Bedienelemente haben in der Betaphase einige Kritik bekommen, Apple hat anschließend etwas nachgearbeitet. Das Design zieht sich durch das komplette Betriebssystem.
Fazit
Das iPhone Air ist ein dünnes Smartphone mit sehr guter Verarbeitung. Das Gerät liegt sehr gut in der Hand, was sowohl am geringen Gewicht als auch an der ausgewogenen Balance liegt.
Käufer müssen allerdings einige Abstriche machen: Es gibt nur eine Kamera, eine Superweitwinkelkamera hat das Smartphone nicht. Auch einen Makromodus haben wir vergeblich gesucht. Bei der Akkulaufzeit dürfte das Smartphone schlechter abschneiden als die anderen iPhone-17-Modelle, was auch schlicht daran liegt, dass nicht viel Platz in dem dünnen Gehäuse ist.
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Das iPhone Air kostet mit 256 GByte Speicher 1.199 Euro, mit 512 GByte 1.449 Euro. Mit 1 TByte Speicher ist das Smartphone für 1.699 Euro erhältlich. Damit ist es jeweils 100 Euro günstiger als das iPhone 17 Pro, das zwar einen kleineren Bildschirm hat, dafür aber einen größeren Akku sowie ein Kamerasystem mit drei Objektiven.
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