Erste Flashspeicher-Anhebung im Grundmodell seit sieben Jahren

Erstmals seit der Vorstellung des iPhone 3GS vor rund sieben Jahren hat Apple die Mindestausstattung der Speicherkapazität bei einem aktuellen Gerät erhöht. Die Abschaffung der 16-GByte-Modelle war ein längst überfälliger Schritt. Wir vermuten zwar, dass Apple diese in Form von Altgeräten dauerhaft weiter im Programm lässt - und so einen günstigen Einstieg am Markt anbietet -, aber zumindest die Topmodelle sind keine Mogelpackungen mehr. 16 GByte sind für iOS-Apps schlicht zu wenig. Ein paar Full-HD-2-GByte-Filme, das ein oder andere 1-GByte-Spiel, Apps wie Facebook, die mittlerweile fast 150 MByte für ein besseres Webfrontend benötigen, und eigene Fotos und Videos reizen 16 GByte schnell aus. 32 GByte geben zumindest etwas Luft.

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Auffällig ist, dass Apple die Lücke zum mittleren Modell so groß lässt. Zwischen den Speicherstufen 32 und 128 GByte gibt es nichts. Eine strategische Entscheidung, die das mittlere Modell durch die Vervierfachung attraktiver erscheinen lässt? Für ein iPhone sind 128 GByte eine gute Ausstattung. Beim 32er-Modell sollte sich der Anwender gut überlegen, ob ihm das in den nächsten Jahren ausreicht. Ein Aufrüsten ist nicht möglich.

Die neue 256-GByte-Variante ist für Anwender geeignet, die alles dabeihaben wollen. Solche Bereiche sind mit Android-Smartphones dank SD-Kartenschacht schon lange möglich und recht nahe am derzeit technischen Maximum. Micro-SD-Karten gibt es mit maximal 256 GByte. Rechnet man eine großzügige Ausstattung beim Android-Smartphone ein, steht Android-Nutzern mit bis zu 300 GByte noch etwas mehr Speicherkapazität zur Verfügung.

Allerdings bezahlt der dafür nicht 220 Euro als Aufpreis, wie das beim iPhone 7 der Fall ist. 192 GByte machen diesen Aufpreis vom kleinsten zum größten Modell aus. Weitere Unterschiede gibt es nicht zwischen dem iPhone 7 mit 32 GByte und dem Modell mit 256 GByte. Zum Vergleich: eine 200-GByte-Micro-SD-Karte kostet etwa 80 Euro.

Apples iPhone 7 oder iPhone 7 Plus?

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Wie bei den beiden Vorgängergenerationen gibt es wieder zwei Modelle. Das 7 Plus bietet erstmals in der Apple-Welt ein Dual-Kamera-System. Dieses Mal lässt sich das 7 Plus also nicht nur auf seine Größe reduzieren. Zudem gibt es die optische Bildstabilisierung beim neuen Modell auch bei der kleineren Variante. Das Dual-Kamera-System ist eine spannende Neuerung für iOS-Nutzer, auch wenn das Potenzial erst zum Jahresende mit einem Update ausgeschöpft wird.

Mit der 56-mm-Brennweite (Äquivalent KB-Film) der zweiten Kamera lässt sich das Smartphone flexibler einsetzen. Es handelt sich um eine bessere Alternative zum Digitalzoom, um entferntere Objekte zu fotografieren. Um einen echten Zoom handelt es sich allerdings nicht, wie etwa beim Zenfone 2. Apples Lösung ist weit entfernt von den Fähigkeiten einer Spiegelreflexkamera, aber so mancher Fotografieinteressierte dürfte mit dem Gedanken spielen, sich lieber das größere iPhone anzuschaffen - und sei es nur wegen der Kamera.

Mit dem kommenden Softwareupdate wird die Kamera noch spannender. Dann verspricht Apple ein leichtes Erzeugen von Porträts mit Unschärfe. Eine Kamera kümmert sich um den scharfen Vordergrund, die andere um den unscharfen Hintergrund. Das passiert zwar in Software, aber dennoch auf der Grundlage von Hardware. Wenn Apple das gut umsetzt, dürfte so manch ein Nutzer häufiger auf seine Festbrennweite mit sehr weit geöffneter Blende verzichten. Interessant ist zudem, wie sich die Lösung im Vergleich zu reinen Softwareberechnungen verhält, wie sie für Smartphones schon länger existieren.

Eine Einschätzung

Die Änderungen sind überwiegend positiv zu bewerten. Doch erstmals bei der Vorstellung eines iPhones gibt es einen signifikanten Nachteil: Der Kopfhöreranschluss wird als Relikt des vergangenen Jahrhunderts abgeschafft, ohne dass Apple einen Ausblick auf die Zukunft gibt. Die Änderungen des iPhone 5 und iPhone 6 waren nicht so drastisch für den Anwender. Kommen Macbooks mit Lightning-Anschluss, damit man zumindest in der Apple-Welt nicht zwei Headsets oder Adapterlösungen braucht? Das bleibt für die nächsten Wochen unklar.

Die weiteren Änderungen sind insgesamt willkommene Entwicklungen für die iOS-Welt. Vor allem der längst überfällige Schritt zu 32 GByte Speicherkapazität als Minimum. Die Preise für mehr Speicher bleiben wie gehabt sehr hoch. Beim üblichen Zwei-Jahres-Rhythmus dürften vor allem iPhone-6-Nutzer dazu geneigt sein, einen Austausch durchzuführen. Schade ist allerdings, dass es kein Update für das iPhone SE gibt.

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Anonymer Nutzer 15. Sep 2016

Eben nicht. Es gibt nur eine Taptic Engine aber zwei Audioausgänge.

andi_lala 14. Sep 2016

Naja macht er schon.

F4yt 14. Sep 2016

Ein weiteres Problem scheint zu sein, wenn eine dieser WLAN/BT Kombikarten zum Einsatz...

Trollversteher 14. Sep 2016

Mmm - ich würde sagen moderne Legenden gepaart mit gefährlichem Halbwissen - es gibt...

Anonymer Nutzer 14. Sep 2016

Nein im Gegenteil: Du willst mir (und allen anderen) erzählen, dass ein "wegfallendes...



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