• IT-Karriere:
  • Services:

iPhone 7 (Plus): Qualcomm verklagt Apple wegen gedrosseltem LTE-Modem

Der Mobilfunkchip-Hersteller Qualcomm hat eine Gegenklage zu Apples Klage vor Gericht gebracht. Es geht um eine Milliarde US-Dollar an zurückgehaltenen Lizenzzahlungen. Vor allem aber ärgert sich Qualcomm, dass Apple das Snapdragon-LTE-Modem im iPhone 7 auf das Niveau des Intel-Basebands drosselt.

Artikel veröffentlicht am ,
iPhone 7 Plus
iPhone 7 Plus (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Apple verklagt Qualcomm und Qualcomm verklagt Apple: Beide Hersteller treffen sich daher vor Gericht in Kalifornien. Apple hatte Qualcomm im Januar 2017 vorgeworfen, rund eine Milliarde US-Dollar nicht erhalten zu haben, da diese zurückgehalten würden. Qualcomm verlangt einen einstelligen Prozentsatz von jedem verkauften Gerät, in dem die eigenen Modems verbaut sind.

Qualcomm wirft Apple einen Vertragsbruch vor

Stellenmarkt
  1. Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
  2. Meibes System-Technik GmbH, Gerichshain

Dazu zählen seit vielen Jahren die iPhones, weshalb Apple zahlen soll - die Abschläge aber für zu hoch erachtet. Zudem soll Qualcomm seine Marktposition ausgenutzt haben, um die Preise nach oben zu treiben. Daher verlangt Apple eine Milliarde US-Dollar zurück, die es zu viel gezahlt haben will und verweist darauf, dass unter anderem Eigenentwicklungen wie der Fingerabdrucksenor (Touch-ID) die iPhones vergleichsweise teuer machten.

Qualcomm wiederum führt in der Klage an, dass Apple sich nicht an Vereinbarungen halte und diese bewusst falsch auslege. Auch habe der Hersteller die südkoreanische Wettbewerbsbehörde Korea Fair Trade Commission (KFTC) gegen Qualcomm aufgehetzt, was zu einer Strafzahlung von 1,03 Billion Won (854 Millionen US-Dollar) führte.

Apple drosselt Qualcomms Modem

Als weiteren Punkt nennt Qualcomm das laut eigener Aussage von Apple nur eingeschränkt genutzte Potenzial des Snapdragon-X12-LTE-Modems im iPhone 7 (Plus). Obendrein soll Apple Qualcomm mit Konsequenzen gedroht haben, wenn das Unternehmen öffentlich die Leistung des Modems vergleichen würde. In den Smartphones steckt je nach Modell entweder ein Snapdragon X12 oder aber erstmals ein Intel-Modem vom Typ XMM 7360.

Das ist allerdings auf 450 MBit pro Sekunde im Downstream begrenzt, wohingegen das Snapdragon X12 auch bis zu 600 MBit pro Sekunde schafft - Apple hat diese Geschwindigkeit aber nicht freigeschaltet. Allerdings sind selbst 450 MBit/s nur in wenigen Ländern überhaupt verfügbar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,49€
  2. 4,25

luzipha 15. Apr 2017

Schwer nicht, jedoch schwierig.

Netspy 14. Apr 2017

Wo hat Apple die Kunden denn geleimt?

M.P. 13. Apr 2017

Hat das irgendeine Praxisrelevanz? Gibt es Mobilprovider, die einem einzelnen Client in...

Kondratieff 13. Apr 2017

So hätte ich es auch verstanden, schließlich werden eingekaufte Geräte bzw. Komponenten...

pre3 12. Apr 2017

O.k., Qualcomm muss 850 Mio an BlackBerry zahlen und holt sich jetzt eine Milliarde von...


Folgen Sie uns
       


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /