iPhone 7: Apple soll Modems hauptsächlich von Intel beziehen

Qualcomm-Chips nur für ausgewählte Regionen, vor allem aber Intel-Modems: Apple habe sich endgültig dafür entschieden, das nächste iPhone mit LTE-Funktechnik von Intel auszustatten, so ein Bericht.

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Das Modem im iPhone 6S stammt von Qualcomm.
Das Modem im iPhone 6S stammt von Qualcomm. (Bild: iFixit)

Apple wird beim nächsten iPhone einen Großteil der verbauten LTE-Funkmodems von Intel statt wie bisher von Qualcomm beziehen, wie Bloomberg berichtet. Entsprechende Meldungen gibt es seit Monaten, angesichts eines wahrscheinlichen Verkaufsstarts des kommenden iPhones im Herbst 2016 sind Informationen aus dem Zulieferbereich mittlerweile aber belastbarer als noch im vergangenen Herbst. Apple würde damit erstmals seit Jahren einen anderen Modem-Hersteller für seine iPhones wählen.

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Bisheriger Lieferant war Qualcomm, beginnend mit dem iPhone 4S, im Vorgänger nutzte Apple noch Technik von Infineon. Auch im iPhone 5, im iPhone 5S, in beiden iPhone 6, in den zwei Varianten des iPhone 6S sowie im iPhone SE stecken Modems von Qualcomm. Für das nächste iPhone soll sich Apple dazu entschieden haben, in Nordamerika und in Übersee - sprich Europa - auf Funkmodems von Intel zu setzen. Einzig in Verizons CDMA-Netz sowie im großen Markt China werde Qualcomm-Technik verwendet.

Apple würde damit eine Zwei-Quellen-Strategie (Dual Sourcing) fahren, so wie es Cupertino bereits bei den A9-Chips für das iPhone 6S und dessen Plus-Version getan hat. Die Prozessoren werden bei Samsung und bei der TSMC gefertigt - das ist teuer, am Ende sind aber mehr SoCs für mehr iPhones verfügbar. Apple hatte im April 2016 erstmals einen Rückgang beim iPhone-Absatz gemeldet, auch für das iPhone 7 sollen die Bestellungen geringer ausfallen.

Für Qualcomm ist Apples Strategie klar ein Nachteil, dabei war dem Unternehmen zuletzt schon Umsatz im Smartphone-Markt entgangen, denn: Samsung verbaut im Galaxy S7 den eigenen Exynos 8890 statt einen Snapdragon 820. Qualcomm-Chef Mollenkopf sagte allerdings im April 2016, er gehe davon aus, dass einer der größten Abnehmer eine zweite Quelle heranziehen werde - nämlich dass Apple sich auch von Intel beliefern lassen werde.

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