Schönere Selbstporträts und 4K-Videos
Anders sieht das bei der Facetime-Kamera aus, also der Kamera auf der Vorderseite: Statt 1,2 Megapixel wie die Vorgängermodelle haben die neuen iPhones hier 5 Megapixel. Das führt zu merklich schärferen, detaillierteren und weniger verwaschenen Bildern. Bei der anhaltenden Beliebtheit von Selbstporträts ist die Erhöhung der Auflösung der Frontkamera ein längst überfälliger Schritt.
Erwähnenswert ist zudem die Möglichkeit, mit der Hauptkamera jetzt auch 4K-Videos aufzunehmen. Erfreulicherweise wird die Rückseite unseres iPhone 6S Plus auch bei einer zehnminütigen 4K-Aufnahme nicht nennenswert warm; andere Hersteller wie etwa Sony haben hier mehr Probleme. Wie bei den vorigen iPhones können Zeitlupenvideos mit bis zu 240 fps bei einer Auflösung von 720p aufgenommen werden.
Konkurrenzlos schneller Prozessor
Neben der Kamera und dem 3D-Touch-Display ist die dritte wichtige Neuerung bei den neuen iPhones der A9-Prozessor. Das verbesserte 64-Bit-SoC hat zwei Kerne und soll Apple zufolge eine um 70 Prozent höhere CPU-Leistung als der A8-Prozessor des iPhone 6 und iPhone 6 Plus haben. Die GPU-Geschwindigkeit soll um 90 Prozent gestiegen sein.
Ein Blick auf die Benchmark-Ergebnisse zeigt, dass der A9 tatsächlich der aktuell stärkste Prozessor im Mobilbereich ist: Im Geekbench 3 erreicht das iPhone 6S Plus einen Single-Wert von 2.519 Punkten, das iPhone 6 Plus schafft 1.600 Zähler. Zum Vergleich: Der Snapdragon 810 von Qualcomm erreicht im abgekühlten Zustand in Sonys Xperia Z4 Tablet 1.252 Punkte, also nur die Hälfte des iPhone 6S Plus. Der in den Galaxy-S6-Modellen von Samsung verbaute Exynos 7420 schafft 1.504 Punkte. Im Multi-Test kommt das neue große iPhone auf 4.345 Zähler.
Auch die Grafikleistung des neuen iPhones liegt weit über der der Konkurrenz: Im Icestorm-Unlimited-Test des 3DMark liegt das iPhone 6S Plus bei 27.977 Punkten. Hier lohnt der Blick auf das Einzelergebnis der GPU: Mit 42.238 Zählern erreicht der A9 hier einen extrem hohen Wert. Zum Vergleich: Der Snapdragon 810, wieder im Xperia Z4 Tablet, schafft insgesamt 23.868 Punkte, 35.368 Zähler bei der GPU. Der Exynos 7420 kommt auf 22.192 Punkte, 23.784 bei der GPU.
Sehr starke Grafikeinheit
Auch die Ergebnisse im Grafik-Test GFX Bench sprechen für die Qualität der verbauten GPU - der jüngst veröffentlichte Die-Shot des SoC lässt auf eine PowerVR GT7600 schließen. Im T-Rex-Test erreicht das iPhone 6S Plus einen Offscreen-Wert von 80 fps, über 25 fps mehr als das Xperia Z4 Tablet und über 34 fps mehr als das iPhone 6 Plus und das Galaxy S6. Im anspruchsvolleren Manhattan-Test schafft das neue iPhone 40 fps, 15 fps mehr als das Xperia Z4 Tablet und 16 fps mehr als das Galaxy S6. Das iPhone 6 Plus des vergangenen Jahres erreicht hier 20 fps.
Im Alltag macht sich der neue A9-Chip unter anderem beim App-Start bemerkbar: Verglichen mit dem Vorgängermodell öffnet das iPhone 6S Plus Anwendungen schneller, wenngleich der Unterschied nur im direkten Vergleich wirklich bemerkbar ist. Zusammen mit dem jetzt 2 GByte großen Arbeitsspeicher dürfte zudem das Multitasking besser sein. Auch hier merken wir allerdings bei alltäglicher Benutzung keine großen Unterschiede zum iPhone 6 Plus. Aktuelle, grafisch anspruchsvolle Spiele laufen auf dem neuen iPhone genauso flüssig wie auf den Vorgängermodellen.
Die Leistung des A9 sollte auch hinsichtlich einer längeren Nutzung des Smartphones betrachtet werden: Der neue Chip dürfte für die kommenden Jahre genügend Rechenleistung für anspruchsvolle Anwendungen bieten. Wer sich eines der neuen iPhones kauft, sollte angesichts der hohen Leistungsreserven für längere Zeit versorgt sein. Dies kann auch hinsichtlich der Spieleentwicklung ein nicht unerheblicher Punkt sein.
Schnelles LTE und schnelles WLAN
Ebenfalls eher eine langfristige Option ist die Unterstützung von LTE Advanced mit Übertragungsraten von bis zu 300 MBit/s. Bisher bietet lediglich die Deutsche Telekom einen entsprechenden Tarif, der die Datenrate ausnutzt. Auch bei den weiteren drahtlosen Verbindungen verfügen die beiden neuen iPhones mit über das Beste, was aktuell verfügbar ist: WLAN wird nach 802.11ac mit MIMO und mit Übertragungsraten von bis zu 866 MBit/s unterstützt, Bluetooth läuft in der Version 4.2.
Der Akku des iPhone 6S Plus soll von der Nennladung her kleiner sein als der des Vorgängermodells: 2.750 anstelle von 2.915 mAh. Dies hat Macrumors unter Bezugnahme auf eine taiwanische Internetseite berichtet, die ein Foto des Akkus zeigte; offizielle Angaben zur Nennladung macht Apple nicht. In unserem Videotest konnte das iPhone 6S Plus ein 1080p-Video 7,5 Stunden lang abspielen. Im Alltag hält das Smartphone bei durchschnittlicher Nutzung nicht mehr als einen Tag lang durch. Schauen wir sehr häufig auf das iPhone, verwenden Videodienste wie Youtube und spielen ab und zu auch ein Spiel, müssen wir das Gerät spätestens am frühen Abend wieder laden.
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| 12 statt 8 Megapixel | Verfügbarkeit und Fazit |










Du meinst, Apple sollte verschiedene Geräte der gleichen Klasse mit verschieden...
Zeig mir bitte wo in "meiner" Quelle auf die ich mich seit 3 Seiten beziehe, der...
+1 Ohne Witz, das wird wirklich oft der Grund sein. Anders kann man das am Ende doch...
Es ist eine (langsame) CPU, nicht "ein langsamer CPU".