Schneller Überblick mit Peek und Pop
Zum Einsatz kommt Peek und Pop in zahlreichen Systemanwendungen, beispielsweise im Safari-Browser, in der Mail-App, der Notiz- und der Karten-App sowie im Kalender. Immer werden dabei Inhalte auf leichten Druck in einer Vorschau gezeigt, ein stärkeres Durchdrücken öffnet den jeweiligen Inhalt komplett. Nehmen wir hingegen nach Anzeigen der Vorschau den Finger wieder vom Bildschirm, verschwindet sie wieder. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase finden wir dieses System sehr praktisch, da es in vielen Situationen zu weniger Herumgeklicke und dadurch einem schnelleren Workflow führt. Noch interessanter dürfte die Funktion werden, wenn App-Hersteller sie in ihre Anwendungen einbinden.
Aktuell können wir beispielsweise im Browser Links in einer Vorschau und anschließend bei Interesse komplett öffnen. Ist die Vorschau aktiv, öffnet eine Bewegung nach oben ein Menü, über das wir den Link auch in einem neuen Tab öffnen, zur Leseliste hinzufügen oder kopieren können. Natürlich lassen sich Links weiterhin wie gewohnt über ein einfaches Tippen öffnen, ein langes Tippen öffnet das gewohnte Kontextmenü.
In der Mail-App öffnet der druckvolle Tipp Nachrichten in einer Vorschau. Drücken wir weiter durch, wird die Nachricht geöffnet. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert das in der Notizen-App mit den eingegebenen Texten. In der Karten-App lässt sich durch festeres Tippen auf verzeichnete Orte ein Kontextmenü öffnen, worüber wir Navigationsanweisungen starten oder die Homepage des Ortes anwählen können. Diese lässt sich dann aber nicht in einer Vorschau öffnen.
Unterschiedlich starkes Klopfen
Das haptische Feedback der 3D-Touch-Funktion unterscheidet merklich zwischen leichtem und starkem Druck - wie beim Macbook ist das durch ein stoßartiges Vibrieren der Taptic Engine erzeugte Klopfen unterschiedlich stark. Das Klopfen wird an der Unterseite des iPhones ausgegeben, nicht über den Bildschirm. Liegen die neuen Geräte auf einem Tisch, bekommen wir vom haptischen Feedback kaum etwas mit.
Die Fotos-App verwendet Peek und Pop zur Vorschau und Anzeige. Allerdings wird 3D Touch hier noch für eine weitere Funktion genutzt: zum Anzeigen der "Live Photos" genannten Kurzfilmchen. Die neue 12-Megapixel-Kamera im iPhone 6S und iPhone 6S Plus nimmt standardmäßig nicht nur ein statisches Foto auf, sondern jeweils 1,5 Sekunden vor und nach dem eigentlichen Auslösevorgang. Die so entstehenden Filmchen werden in der Fotos-App und beim Exportieren als normale Fotos angezeigt.
Live Photos bringen Bewegung ins Bild
Drücken wir aber stärker auf ein geöffnetes Foto, spielt das iPhone das Live Photo ab. Erfunden hat Apple diese Funktion nicht: HTC etwa hat bei seinem ersten HTC One eine vergleichbare Funktion eingeführt, diese aber noch mit automatisierten Bearbeitungsmöglichkeiten versehen. So ließen sich ohne viel Aufwand witzige kleine Filmchen aus Fotos und kurzen Videosequenzen anfertigen.
Etwas Derartiges gibt es bei den neuen iPhones zumindest aktuell nicht. Wir finden die Live Photos kaum sinnvoll, da sie nur in wenigen Fällen zu den Ergebnissen führen, die Apple während der Vorstellung gezeigt hat. Im Normalfall bewegen sich Personen vor einer Kamera nicht, wenn ein Foto von ihnen gemacht wird; dementsprechend statisch und langweilig dürften die meisten Live Photos solcher Situationen sein. Und ob es im Nachhinein einen großen Unterschied macht, sich ein schönes Foto eines Wasserfalls anzusehen oder ein möglicherweise verwackeltes dreisekündiges Filmchen, ist fraglich. Wer die Funktion nicht verwenden möchte, kann sie einfach deaktivieren.
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| Höheres Gewicht dank 3D Touch | 12 statt 8 Megapixel |










Du meinst, Apple sollte verschiedene Geräte der gleichen Klasse mit verschieden...
Zeig mir bitte wo in "meiner" Quelle auf die ich mich seit 3 Seiten beziehe, der...
+1 Ohne Witz, das wird wirklich oft der Grund sein. Anders kann man das am Ende doch...
Es ist eine (langsame) CPU, nicht "ein langsamer CPU".