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iPhone 6S: Apple verbaut erstmals 2 GByte Arbeitsspeicher im iPhone

Längere Akkulaufzeit, weniger Ladepausen und besseres Multitasking: Im iPhone 6S und im iPhone 6S Plus stecken zwei GByte RAM, doppelt so viel wie in Apples bisherigen Smartphones. Vorerst unklar bleibt, ob es sich um sparsamen LPDDR4-Speicher handelt.
/ Marc Sauter
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Im iPhone 6S stecken 2 GByte RAM (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Im iPhone 6S stecken 2 GByte RAM Bild: Martin Wolf/Golem.de

Der iOS-Entwickler Hamza Sood hat in Apples Entwicklungsumgebung Xcode die Bestätigung gefunden(öffnet im neuen Fenster) , dass im iPhone 6S und der Plus-Version jeweils zwei GByte Arbeitsspeicher stecken. Apple hatte die beiden Smartphones am 9. September 2015 vorgestellt und sich wie üblich nicht zur RAM-Kapazität geäußert. Im iPhone 5, iPhone 5S, iPhone 5C, iPhone 6 sowie 6 Plus ist ein GByte RAM verbaut. Erstmals seit 2012 setzt Apple auf mehr Speicher.

Apple iPhone 6S – Trailer (Jonathan Ive)
Apple iPhone 6S – Trailer (Jonathan Ive) (03:56)

Bei der Vorstellung der beiden neuen iPhones hatte der Hersteller den A9-Chip hervorgehoben: Dieser werde in einem neuen Fertigungsverfahren hergestellt, also entweder mit Samsungs 14-nm-FinFET-Technik oder TSMCs 16-nm-FinFET-Prozess. Da das A9-SoC fast doppelt so flott rechnen soll wie der A8-Vorgänger, war zu erwarten, dass Apple die Größe des Arbeitsspeichers verdoppelt.

Mehr RAM benötigt zwar mehr Energie, dafür müssen Apps oder geöffnete Browsertabs seltener geladen werden, was den Flash-Speicher und den Prozessor belastet. Mit zwei statt einem GByte RAM dürfte die Akkulaufzeit eines iPhone 6S daher etwas über der eines iPhone 6 liegen, sofern häufig auf vielen Internetseiten gesurft wird, und viele Apps parallel verwendet werden.

Ein kommender Teardown sollte zeigen, wie viele Speicherchips Apple verbaut und welchen RAM-Typ. In den vergangenen iPhones ist ein 1-GByte-Baustein mit LPDDR3-Technik verlötet, im iPhone 6S und der Plus-Variante dürfte weiterhin ein Chip stecken. Denkbar wäre LPDDR4, was bei gleicher Geschwindigkeit deutlich sparsamer ist als LPDDR3-RAM.

Neben der Speicherausstattung des iPhone 6S und des 6S Plus hat Hamza Sood auch die RAM-Kapazität des iPad Pro bestätigt. Wie von Adobe bereits vorschnell veröffentlicht, stecken in Apples Tablet vier GByte Arbeitsspeicher.


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