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iPhone 5: Apple kündigt einige Samsung-Verträge für Speicherchips

Der Milliardenstreit um Patente scheint die Beziehungen zwischen Apple und Samsung stark zu beeinflussen. Zum Marktstart des iPhone 5 kommen DRAM, NAND und Akku nicht mehr von dem südkoreanischen Konzern.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Achim Sawall
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Blick ins iPhone 4 im Juni 2010 (Bild: Ho New/Reuters)
Blick ins iPhone 4 im Juni 2010 Bild: Ho New/Reuters

Apple hat Samsung Electronics von der Liste der Zulieferer für DRAM und NAND in der ersten Charge des iPhone 5 gestrichen. Das berichtet die südkoreanische Wirtschaftszeitung Korea Economic Daily(öffnet im neuen Fenster) aus Branchenkreisen. Apple habe stattdessen Toshiba, Elpida Memory und SK Hynix als Lieferanten ausgewählt.

Für die Akkus im kommenden iPhone habe Apple das chinesische Unternehmen Amperex Technology und Panasonic aus Japan als Hersteller ausgewählt. Hier wurde Samsung SDI von der Liste genommen, berichtet Korea Economic Daily.

Apple bezieht von Samsung Electronics, einem seiner wichtigsten Lieferanten, SoCs (System-on-a-Chip), Displays und Speicherchips für das iPhone, iPad und den iPod. Zugleich sind beide Konzerne erbitterte Konkurrenten und liefern sich seit Jahren eine juristische Auseinandersetzung um Patentrechtsverletzungen bei ihren Produkten. Die Geschworenen hatten in einem Prozess in den USA zuletzt entschieden , dass Samsung bei seinen Android-Geräten Apples iPhone-Design unerlaubt kopiert habe. Samsung muss Apple mindestens 1,049 Milliarden US-Dollar Entschädigung zahlen, so die Geschworenen.

Die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) berichtet, dass Apple die Bestellmenge der DRAMs und NANDs von Samsung im neuen iPhone reduziert habe. Reuters bezieht sich auf eine direkte Unternehmensquelle. Samsung bleibe aber auf der Liste der Hauptlieferanten des US-Konzerns.

"Samsung gehört weiter zu den Kernlieferanten für Speicher im neuen iPhone. Aber Apples Aufträge an sie wurden reduziert" , sagte der Insider zu Reuters. Laut Analysten machen die DRAMs und NANDs, die Apple bei den Südkoreanern einkauft, rund 2,5 Prozent des jährlichen Gewinns von Samsung aus.

Samsung erzielt mit Smartphones und Handys derzeit rund zwei Drittel seines Gewinns. Am 6. September 2012 gab das Unternehmen bekannt, seit der Markteinführung Ende Mai 2012 eine Anzahl von 20 Millionen Galaxy-S-III-Smartphones verkauft zu haben.


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