Neues SoC mit Hardware-Raytracing
Im Inneren des iPhone 15 Pro steckt Apples neues SoC A17 Pro – auf den etwas albernen Zusatz Bionic verzichtet Apple. Das Chipset ist das erste in einem 3-nm-Verfahren hergestellte Smartphone-SoC, gefertigt wird bei TSMC. Der Chip verwendet 19 Milliarden Transistoren und hat eine 6-Kern-CPU, die zwei Leistungskerne und vier Effizienzkerne hat. Der A17 Pro unterstützt außerdem Hardware-Raytracing – gut ein Jahr nach Veröffentlichung des Snapdragon 8 Gen 2 ist Apple mit Qualcomm diesbezüglich gleichgezogen.
Im Geräte-Benchmark Geekbench 6 kommt das iPhone 15 Pro auf einen Single-Core-Wert von 2.955 Punkten, im Multi-Core-Test erreicht das Gerät 7.455 Zähler. Verglichen mit dem iPhone 14 Pro mit seinem A16 Bionic entspricht das jeweils einem Unterschied von acht bis zehn Prozent – wie es Apple bei der Präsentation der neuen iPhones angekündigt hat. Das iPhone 15 Pro ist damit wieder das leistungsfähigste Smartphone auf dem Markt – und das mit Abstand.
Für Nutzer bedeutet das, dass sie in den kommenden Jahren leistungsmäßig keine Probleme bekommen dürften. Das iPhone 15 Pro läuft in unserem Test absolut flüssig in der Bedienung. Wir konnten übrigens keine besonders auffällige Wärmeentwicklung auf der Rückseite feststellen, über die einige Besitzer berichtet haben. Auch bei längerer Nutzung und nach Benchmark-Tests ist die Rückseite zwar etwas wärmer als zuvor, das ist bei anderen Smartphones aber genauso. Unangenehm beim Anfassen wird das iPhone bei uns jedenfalls nicht.
Neural Engine hilft unter anderem bei Fotoaufnahmen
Der A17 Pro hat Apple zufolge eine doppelt so schnelle Neural Engine wie der Vorgänger. Sie ist unter anderem für bestimmte Fotomodi zuständig, etwa den Porträtmodus. In unserem Test dauerte die Berechnung der Porträtaufnahmen nur Sekundenbruchteile.
Am linken Rand hat das iPhone 15 Pro nicht mehr den aus den letzten Jahren gewohnten Schiebeschalter, mit dem das Smartphone in den Stumm-Modus geschaltet werden konnte. Stattdessen findet sich dort nun die Aktionstaste, die die gleiche Aufgabe übernimmt, aber auch mit anderen Funktionen belegt werden kann.
Direkt beim Einrichten und in den Systemeinstellungen können wir den Fokusmodus, die Kamera, die Taschenlampenfunktion, das Sprachmemo, die Bildschirmlupe oder eine der Bedienungshilfen auf den Knopf legen. Außerdem können wir einen Kurzbefehl auf die Aktionstaste legen. Darüber können wir dann auch eine App auf Knopfdruck öffnen. Die Aktionstaste muss länger gedrückt werden, um die gewünschte Aktion auszulösen, ein einfacher Druck bewirkt nichts – so soll eine Fehlbedienung verhindert werden.
Der Akku des iPhone 15 Pro hat laut iFixit eine Nennladung von 3.274 Ah – Apple selbst gibt den Wert wie gewohnt nicht an. Einen Full-HD-Film können wir 17 Stunden lang anschauen. Das ist ein guter Wert, Apple gibt allerdings bis zu 20 Stunden an. Im normalen Nutzeralltag hält das iPhone bei uns gut durch, wer allerdings zwischendrin auch mal ein etwas aufwendigeres Spiel spielt, muss irgendwann nachladen.
USB-C anstelle von Lightning
Aufgeladen wird das iPhone 15 Pro erstmals über einen USB-C-Anschluss – auf Druck der EU hat Apple den Lightning-Anschluss auch bei seinen Smartphones abgeschafft. Wird mindestens ein 20-Watt-Netzteil verwendet, kann das iPhone binnen 30 Minuten zu 50 Prozent aufgeladen werden. Das Gerät ist Magsafe-kompatibel und kann mit entsprechendem Zubehör auch drahtlos mit 15 Watt geladen werden. Mit einem Qi-Ladegerät sind 7,5 Watt möglich.
Der USB-C-Anschluss im iPhone 15 Pro unterstützt USB 3.2 Gen 2 mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 10 GB/s. Dafür reicht das mitgelieferte Kabel allerdings nicht aus – Nutzer müssen sich eines mit Unterstützung für die schnelle Übertragung kaufen.