Verbesserte Aufnahmen im Dunkeln
Bei Aufnahmen im Dunkeln macht das iPhone 14 Pro Max verglichen mit seinem Vorgänger schärfere Bilder mit mehr Details. Zudem ist die Bilddynamik bei Nachtaufnahmen besser, vor allem, was sehr helle Bereiche betrifft: Sie sind besser belichtet und reißen weniger stark aus. Die Kombination aus Pixel-Binning, Nachtmodus und Apples Photonic Engine getauftem Belichtungsalgorithmus ermöglicht bei schlechtem Licht bessere Bilder, die zudem im Nachtmodus weniger Belichtungszeit erfordern. Gut zu sehen ist das auch bei Nachtporträts, die auf den ersten Blick den mit dem iPhone 13 Pro Max gemachten Bildern sehr ähnlich sehen, bei Vergrößerung aber mehr Details zeigen. Insgesamt hinkt aber auch das iPhone 14 Pro Max der Konkurrenz etwa von Google hinterher, wenn es um Aufnahmen mit sehr wenig Licht geht.
Bilder mit vollen 48 Megapixeln können wir mit dem Nachtmodus übrigens nicht aufnehmen. Dann schaltet das iPhone 14 Pro Max immer auf 12 Megapixel zurück. Logischerweise können wir auch keine Zweifach-Teleaufnahmen mit 48 Megapixeln aufnehmen, da das iPhone dafür aus dem vollen Sensorbild croppt. Verbessert hat Apple den Digitalzoom insgesamt: Bilder mit maximal 15-facher Vergrößerung sind schärfer und detailreicher als auf dem iPhone 13 Pro Max.
Sensor hat eine gute Tiefenschärfe
Der Porträtmodus funktioniert auch beim iPhone 14 Pro Max sehr zuverlässig. In manchen Situationen haben wir allerdings festgestellt, dass die natürliche Tiefenschärfe des größeren Sensors der Hauptkamera bereits ausreicht, um einen schönen, unscharfen Hintergrund zu bekommen.
Im Videobereich hat Apple die grundlegenden Funktionen nicht verändert. Neu ist, dass der Cinematic Mode mit Schärfeverlagerung auch mit 30 fps verwendet werden kann. Außerdem gibt es mit dem Actionmodus eine neue Bildstabilisierung, die Filme deutlich besser stabilisiert. Dafür croppt Apple stärker aus dem Bildmaterial, weshalb der Actionmodus maximal in einer Auflösung von 2,7K verwendet werden kann. Wer immer schon beim Rennen ein halbwegs stabiles Video machen wollte, wird die neue Möglichkeit aber schätzen. Videos in 8K sind beim neuen iPhone trotz des neuen, hochauflösenden Sensors nicht möglich.
Der Sprung auf einen 48-Megapixel-Sensor hat sich beim iPhone 14 Pro Max auf jeden Fall gelohnt: Die Bildqualität ist vor allem nachts besser als zuvor, auch wenn es immer noch Verbesserungspotenzial gibt. Zudem gibt es einen besseren Digitalzoom, den neuen Actionmodus und Aufnahmen mit 48 Megapixeln. Apple ist verglichen mit anderen Smartphone-Herstellern zwar spät dran mit der Erhöhung der Auflösung und hat das Pixel-Binning nicht erfunden. Allerdings hat Apple es bei seinem neuen iPhone wieder geschafft, etwas zu liefern, das die Konkurrenz nicht hat: nahezu gleichwertig belichtete Bilder im 48-Pixel-Modus.
Verbessert hat Apple auch die Frontkamera des iPhone 14 Pro Max: Sie hat 12 Megapixel und einen Autofokus, was bei Smartphones eher selten ist. Für viele interessanter dürfte aber der Bereich um die Frontkamera sein: Statt einer Notch hat Apple zwei Display-Löcher verbaut und sie mit einer schwarzen Bildschirmfläche verbunden. Diesem Konstrukt gibt Apple den etwas dämlichen Namen Dynamic Island, die Funktion dahinter ist aber durchaus spannend.