Kinomodus ist eine nette Spielerei

Dank der Leistungsfähigkeit des A15 Bionic im Bereich des Maschinenlernens können Nutzer des iPhone 13 Pro Max den neuen Kinomodus für Videoaufnahmen verwenden. Apple hatte dem auf Englisch "Cinematic Mode" genannten Modus bei der Vorstellung der neuen iPhones viel Platz eingeräumt. Nutzer können die per Software erzeugte Unschärfe beim Kinomodus auch für ihre Videos verwenden, inklusive Anpassungen der Schärfe-Ebene.

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Die Kamera des iPhones erkennt im Kinomodus automatisch Gesichter, auch die Hunde des Autors werden erkannt. Zudem können Nutzer Objekte antippen, die dann vom System als möglicher Schärfepunkt erkannt werden. Starten wir die Aufnahme, ist automatisch die Person oder das Objekt im Vordergrund scharf. Durch Antippen einer anderen erkannten Person lässt sich die Schärfe-Ebene dorthin verlagern.

Dieser Schärfewechsel funktioniert auch automatisch, bei uns allerdings mit wechselhaften Ergebnissen. Bei einem Video von zwei Hunden funktionierte der Wechsel, nachdem der vordere Hund zum hinteren schaute und wir die Kamera schwenkten. Bei einem Video mit zwei Personen hingegen klappte der Schärfeschwenk nicht. Glücklicherweise lassen sich die Schärfe-Ebenen auch im Nachhinein noch bearbeiten. Solange das iPhone bei der Aufnahme die Personen, Tiere oder Gegenstände erkannt hat, können wir im Bearbeiten-Modus der Galerie einfach auswählen, wann wir die Schärfe wo haben wollen.

Halo-Effekt auch beim Kinomodus

Die Stärke der Hintergrundunschärfe lässt sich vor der Aufnahme einstellen. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Schärfe-Ebenen wirkt auf uns durchaus realistisch, allerdings hat Apple hier wie bei den Porträtaufnahmen mit unscharfen Rändern um die fokussierten Objekte zu kämpfen. In der Videoaufnahme wirken diese "Heiligenscheine" auf uns allerdings störender als bei einem Foto. Das Problem war bereits bei der Präsentation der neuen iPhones zu sehen.

  • Das iPhone 13 Pro Max sieht auf den ersten Blick aus wie sein Vorgänger. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das Kameramodul sowie die Objektive sind allerdings größer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das iPhone 13 Pro Max hat ein 120-Hz-Display - ein Novum bei den iPhones. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Notch ist kleiner geworden, wie ...
  • ... im direkten Vergleich mit dem iPhone 12 Pro Max zu erkennen ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Im direkten Vergleich sieht man auch, dass das Kameramodul größer ist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Vorne das iPhone 12 Pro Max, hinten das iPhone 13 Pro Max (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Vorne das iPhone 12 Pro Max, hinten das iPhone 13 Pro Max (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Mit einer Displaydiagonalen von 6,7 Zoll ist das iPhone 13 Pro Max groß. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die verbesserten Kameras des neuen iPhones (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit der Hauptkamera aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit der Superweitwinkelkamera aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Telekamera hat jetzt eine dreifache Vergrößerung. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Mit der neuen Makrofunktion können Nutzer sehr nah an Objekte herangehen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit der Hauptkamera aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit der Hauptkamera aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit der Superweitwinkelkamera aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein mit der Hauptkamera aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Das gleiche Motiv, im Makromodus aufgenommen (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein im Makromodus aufgenommenes Bild (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein im Nachtmodus mit der Hauptkamera aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Bei Nachtaufnahmen können wir verglichen mit dem Vorgänger keine großen Veränderungen erkennen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Ein im Nachtmodus mit der Superweitwinkelkamera aufgenommenes Foto (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Das Kameramodul sowie die Objektive sind allerdings größer. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
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Entsprechend denken wir, dass Filmschaffende den Kinomodus, anders als von Apple angekündigt, in der Praxis wohl eher nicht nutzen dürften - zumal Aufnahmen maximal in 1080p bei 30 fps angefertigt werden können. Eine Kamera mit großem Objektiv und natürlicher Schärfe bietet einen wesentlich realistischeren Bildeindruck und lässt sich zudem zuverlässiger steuern - die Geschwindigkeit der Schärfeverlagerung können wir beim iPhone nicht beeinflussen. Zugleich glauben wir, dass viele normale Nutzer den Kinomodus kaum für spontane Aufnahmen nutzen werden.

Um einen guten Effekt zu erzielen, muss man sich vor der Aufnahme ein paar Gedanken machen - etwa darum, wo die einzelnen Personen stehen und wie stark die Hintergrundunschärfe sein soll. Wer schnell ein Video von seinen kickenden Kindern oder den niedlichen Hunden machen will, wird weiterhin den normalen Videomodus verwenden. Dennoch finden wir es gut, dass Apple sich etwas Neues für den Videomodus ausgedacht hat und damit die sowieso sehr gute Videofunktion des iPhones noch aufgewertet hat. Für manchen Nutzer wird der Kinomodus sicherlich eine spaßige Abwechslung sein.

Wer sich das iPhone 13 Pro Max kauft und damit Prores-Videos anfertigen will, wird übrigens vorerst enttäuscht sein: Die Funktion wurde von Apple noch nicht implementiert und soll stattdessen "bald erscheinen". Einen genauen Zeitpunkt hat Apple nicht angegeben. Zudem sind 4K-Aufnahmen nicht mit dem 128-GByte-Modell möglich. Fotos in Apples ProRAW und Videos in HDR können Nutzer hingegen machen.

Apple iPhone 13 Pro Max (128 GB) - Silber

Deutlich längere Akkulaufzeit

Der neue A15 Bionic soll nicht nur Vorteile beim Maschinenlernen bringen, sondern auch bei der Effizienz des verbauten Akkus. Apple zufolge ist der Akku zudem größer als beim Vorgänger - die genaue Kapazität oder Nennladung verschweigt der Hersteller wie üblich -, was insgesamt zu einer längeren Laufzeit führen soll. Das können wir bestätigen.

Wir haben auf dem iPhone 13 Pro Max und dem iPhone 12 Pro Max parallel einen Full-HD-Film bei gleicher, mittlerer Helligkeit laufen lassen. Nach acht Stunden hatte das Vorjahresmodell noch einen Akkustand von 36 Prozent, das iPhone 13 Pro Max war hingegen erst bei 63 Prozent. Im direkten Vergleich kommen wir mit dem neuen iPhone besser über den Tag und haben am Ende des Tages mehr Restakku übrig.

Offiziell kann der Akku kabelgebunden mit maximal 20 Watt geladen werden, in 35 Minuten soll das Smartphone von 0 auf 50 Prozent aufgeladen werden. Der Youtube-Kanal ChargerLAB hat allerdings herausgefunden, dass das Pro-Max-Modell stellenweise mit bis zu 27 Watt lädt. Über einen Magsafe-Adapter sind maximal 15 Watt Ladeleistung möglich. Sowohl das normale Ladenetzteil als auch der Magsafe-Adapter werden nicht beigelegt und müssen separat gekauft werden.

Magsafe-Kreditkartenhalter rutscht weiterhin leicht ab

Bei den Magsafe-Magneten besteht auch beim iPhone 13 Pro Max weiterhin das Problem, dass Zubehör wie der Kreditkartenhalter aus Leder viel zu leicht von der Rückseite des Smartphones abrutscht. Der gummierte Magsafe-Ladeadapter hingegen hält gut. Unverständlich bleibt für uns, warum Apple beim iPhone 13 Pro Max wie auch bei den anderen iPhones keinen USB-C-Anschluss verbaut, sondern den langsameren und unpraktischen Lightning-Anschluss - vor allem, wenn Nutzer Prores-Videos aufnehmen und übertragen sollen.

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 Viele kleine Änderungen am KamerasystemiPhone 13 Pro Max: Verfügbarkeit und Fazit 
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