Apple iPhone 11: A13 Bionic hat 8,5 Milliarden Transistoren

Der A13 Bionic weist deutlich flottere CPU- und Grafikkerne auf, zudem wurden ihm neue Beschleuniger für maschinelles Lernen verpasst und die Effizienz gesteigert. Beim Fertigungsprozess gibt sich Apple vage.

Artikel veröffentlicht am ,
Apples Sri Santhanam, VP of Silicon Engineering, vor einem Wafer - vielleicht mit A13
Apples Sri Santhanam, VP of Silicon Engineering, vor einem Wafer - vielleicht mit A13 (Bild: Apple)

Im iPhone 11 (Pro/Max) steckt der Apple A13 Bionic, so nennt Apple den Nachfolger des A12 Bionic des iPhone Xs/Xr. Das System-on-a-Chip behält den grundsätzlichen Aufbau des Vorgängers bei, allerdings bei höherer Geschwindigkeit und verringerter Leistungsaufnahme durch ein verbessertes Herstellungsverfahren. Für maschinelles Lernen gibt es außerdem neue Beschleunigereinheiten abseits der bisher schon vorhandenen Neural-Engine.

Stellenmarkt
  1. IT Consultant (m/w/d) S / 4HANA - Produktionslogistik
    Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Nürnberg
  2. IT-Produktmanager (m/w/d) im Bereich ECM-Systeme
    Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR, Köln
Detailsuche

Apple zufolge weist der A13 satte 8,5 Milliarden Transistoren bei 98,5 mm² auf - der A12 kommt auf 6,9 Milliarden Transistoren bei 83 mm². Der Kirin 990 von Huawei hat mit 10,3 Milliarden Transistoren noch einmal deutlich mehr und entsteht ebenfalls beim Auftragsfertiger TSMC. Während der chinesische Hersteller aber klar mit N7+, also 7 nm mit EUV-Belichtung, wirbt, spricht Apple nur vage von der zweiten 7-nm-Generation. Das könnte auch N7P sein, also eine optimierte Immersionslithographie.

Der A13 hat erneut sechs CPU-Kerne, wobei die zwei schnelleren als Lightning und die vier sparsameren als Thunder bezeichnet werden. Apple zufolge sei der Dualcore-Block rund 20 Prozent schneller oder 30 Prozent effizienter, der Quadcore-Part soll 20 Prozent flotter und 40 Prozent sparsamer sein. Wir vermuten eine stark überarbeitete Mikroarchitektur, denn Takt alleine reicht für diese Werte nicht aus. Der CPU-Teil wurde um Machine-Learning-Accelerator erweitert, diese Beschleuniger sollen Matrix-Multiplikationen mit sechsfacher Geschwindigkeit (1 Teraops) ausführen können. Eine API-Unterstützung für iOS-Anwendungen ist bereits gegeben.

Für die eigentliche Neural-Engine mit wie bisher acht Kernen gibt Apple ein Performance-Plus von 20 Prozent und einen um 15 Prozent reduzierten Energiebedarf an, die selbst entwickelte Grafikeinheit mit weiterhin vier Kernen soll ebenfalls um 20 Prozent zulegen und gleich 40 Prozent weniger Leistung aufnehmen. Das legt wie bei den CPU-Kernen eine drastisch geänderte Mikroarchitektur nahe, da eine viel höhere Frequenz ab einem gewissen Punkt üblicherweise die Effizienz stark negativ beeinflusst. Ein integriertes Modem hat der A13 nicht, zudem unterstützen alle iPhone 11 nur LTE und kein 5G.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Neben dem A13 hat Apple noch den U1-Chip mit Ultrabreitband-Technologie (UWB) entwickelt, welche zur Ortung anderer Geräte mit U1 genutzt wird. Ein bereits von Apple genanntes Szenario ist Airdrop, künftig könnten aber auch Tracker für beispielsweise den Schlüsselbund mit dem U1 ausgestattet werden und für Augmented/Virtual Reality sowie Bezahlsysteme wie Apple Pay ist UWB ebenfalls interessant.

Nachtrag vom 11. September 2019, 13:22 Uhr

Apple hat in einem Entwickler-Video weitere Details zur A13-GPU (Family 6 statt Family 5 wie beim A12) genannt: Die Grafikeinheit kann HDR-Inhalte dank doppelt so schneller FP16-Filterung zügiger und per ASTC (Adaptive Scalable Texture Compression) per verlustbehafterer Kompression mit weniger Speicherbedarf bearbeiten. Zudem wurden mehr Kanäle für Async Compute verbaut. Für die Metal-Schnittstelle gibt es Neuerungen wie Sparse Texturen für besseres Streaming, wohingegen Rasterization Rate Maps wie Variable Rate Shading bestimmte Bildbereiche höher oder niedriger samplet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Akkutechnik
CATL stellt erste Natrium-Ionen-Akkus für Autos vor

160 Wh pro Kilogramm. 80 Prozent Akkuladung in 15 Minuten. 90 Prozent Kapazität bei minus 20 Grad Celsius. CATL startet eine neue Ära der Akku-Technik.
Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Akkutechnik: CATL stellt erste Natrium-Ionen-Akkus für Autos vor
Artikel
  1. Erneuerbare Energien: Größte Gezeitenturbine geht vor Schottland in Betrieb
    Erneuerbare Energien
    Größte Gezeitenturbine geht vor Schottland in Betrieb

    Die Meere bieten viel Energie, die sich in elektrischen Strom wandeln lässt. In Schottland ist gerade ein neues Gezeitenkraftwerk ans Netz gegangen.

  2. Verschlüsselung: Windows-Verschlüsselung Bitlocker trotz TPM-Schutz umgangen
    Verschlüsselung
    Windows-Verschlüsselung Bitlocker trotz TPM-Schutz umgangen

    Eine mit Bitlocker verschlüsselte SSD mit TPM-Schutz lässt sich relativ einfach knacken. Ein Passwort schützt, ist aber nicht der Standard.

  3. Spionagesoftware: Israelische Behörden überprüfen Pegasus-Hersteller NSO
    Spionagesoftware
    Israelische Behörden überprüfen Pegasus-Hersteller NSO

    War es eine Razzia oder eine freundliche Besichtigung? Der diplomatische Druck auf Israel wegen des Trojaner-Herstellers NSO zeigt offenbar Wirkung.

Quantium40 11. Sep 2019

Das Power PC5 Originaldesign stammte von vor 2002 und basierte noch auf dessen...

forenuser 11. Sep 2019

Zitatanfang: Der A13 hat erneut acht CPU-Kerne, wobei die zwei schnelleren als Lightning...



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Bosch Professional günstiger • Asus TUF Gaming 23,8" FHD 144Hz 169€ • Acer-Chromebooks zu Bestpreisen (u. a. 14" 64GB 229€) • Alternate (u. a. Deepcool-Gehäuselüfter ab 24,99€) • EA-Spiele (PC) günstiger (u. a. Battlefield 5 5,99€) • Philips-Fernseher 65" Ambilight 679€ [Werbung]
    •  /