• IT-Karriere:
  • Services:

IPC: KDBus in wenigen Wochen im Kernel

Die Kernel-Implementierung von D-Bus könnte schon in wenigen Wochen in Linux eingepflegt werden, schreibt Greg Kroah-Hartman. Androids Binder wird KDBus wohl aber nie ersetzen können.

Artikel veröffentlicht am ,
KDBus steht bald im Kernel bereit.
KDBus steht bald im Kernel bereit. (Bild: Sebastian Oliva/CC-BY-SA 3.0)

Vor etwa einem Jahr konkretisierte der Kernel-Hacker Greg Kroah-Hartman den Plan, die Interprozesskommunikation (IPC) von Linux-Systemen in den Kernel zu verlagern. Bisher läuft der Standard D-Bus als Daemon im Userspace. Dank gemeinsamer Arbeiten mit den Systemd-Entwicklern kann der Kernel D-Bus (KDBUS) womöglich schon in wenigen Wochen in den Linux-Entwicklungszweig aufgenommen werden, wie Kroah-Hartman nun in seinem Blog schreibt.

Stellenmarkt
  1. SIZ GmbH, Bonn
  2. medavis GmbH, Karlsruhe

Kroah-Hartmann ist deshalb so zuversichtlich, weil ein entsprechend angepasstes Fedora-System bereits mit KDBus und Systemd gestartet werden kann. Zwar sind im Code noch "einige Ecken und Kanten", doch die Entwickler wollen diese bei einem Hackfest unmittelbar vor der Fosdem Anfang Februar beseitigen und das Einpflegen des Codes vorbereiten.

KDBus kein Ersatz für Android Binder

In der Vergangenheit hatte Kroah-Hartman noch vermutet, dass KDBus künftig statt der Android-IPC Binder genutzt werden könne. Doch nach Meinung der Systemd-Entwickler Lennart Poettering und Kay Sievers wäre das nur mit sehr viel Aufwand zu erreichen.

Denn stark vereinfacht nutzten Binder und KDBus zwei unterschiedliche Konzepte der IPC. So verwende Binder hauptsächlich die CPU und sei wie ein Systemaufruf, es verhalte sich sehr ähnlich wie Mutex. Zudem sei die Anzahl der Prozesse, die Binder zur gleichen Zeit nutzten, stark begrenzt, "auf den meisten Systemen etwa 16".

D-Bus und damit auch die Kernel-Implementierung hingegen arbeite mit Nachrichten im RAM. Die CPU spiele dabei nur eine untergeordnete Rolle, um den Speicher zwischen den Prozessen zu übergeben. Dies ähnele der Arbeit eines Protokolls zur Netzwerkkommunikation.

Darüber hinaus sei Binder ursprünglich für Geräte mit Microkernel entstanden und sei damit bestens für Szenarien mit fast keinem Speicher sowie sehr niedrigen CPU-Ressourcen geeignet. D-Bus hingegen sei theoretisch so flexibel, dass auch "Gigabyte große Buffer zu jeder Verbindung an den Bus weitergereicht werden können", sofern dies gewünscht sei.

Ein kurze Einführung zu dem Konzept von KDBus und der dazugehörigen Userspace-Bibliothek in Systemd gibt der Vortrag von Lennart Poettering, den er auf der diesjährigen Linux-Conf-Australia gehalten hat. Auf der Fosdem will Poettering den Vortrag wiederholen. Zum Testen steht der Code via Github zur Verfügung, zur Nutzung ist außerdem der aktuelle Entwicklungszweig von Sytemd notwendig.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 69,99€ (Vergleichspreis 103,99€)

YoungManKlaus 18. Jan 2014

ack, besten dank an die RED das einzubinden :)


Folgen Sie uns
       


Smartphone-Kameravergleich 2019

Der Herbst ist Oberklasse-Smartphone-Zeit, und wir haben uns im Test die Kameras der aktuellen Geräte angeschaut. Im Vergleich zeigt sich, dass die Spitzengruppe bei der Bildqualität weiter zusammengerückt ist, es aber immer noch Geräte gibt, die sich durch bestimmte Funktionen hervortun.

Smartphone-Kameravergleich 2019 Video aufrufen
Mobile Games: Mit Furz-Apps wird man kein Millionär mehr
Mobile Games
"Mit Furz-Apps wird man kein Millionär mehr"

Mit cleveren Kartenspielen wie Card Thief hat der Berliner Mobile-Games-Macher Arnold Rauers von Tinytouchtales seine gewinnbringende Nische gefunden. Im Gespräch mit Golem.de nennt er Zahlen - und gibt konkrete Empfehlungen für andere Entwickler.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile Games Stillfront kauft Storm 8 für bis zu 400 Millionen US-Dollar
  2. Mobile Games Verspielt durch die Feiertage
  3. Mobile-Games-Auslese Märchen-Diablo für Mobile-Geräte

Arbeit: Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen
Arbeit
Warum anderswo mehr Frauen IT-Berufe ergreifen

In Deutschland ist die Zahl der Frauen in IT-Studiengängen und -Berufen viel niedriger als die der Männer. Doch in anderen Ländern sieht es ganz anders aus, etwa im arabischen Raum. Warum?
Von Valerie Lux

  1. Arbeit Was IT-Recruiting von der Bundesliga lernen kann
  2. Arbeit Wer ein Helfersyndrom hat, ist im IT-Support richtig
  3. Bewerber für IT-Jobs Unzureichend qualifiziert, zu wenig erfahren oder zu teuer

IT-Gehälter: Je nach Branche bis zu 1.000 Euro mehr
IT-Gehälter
Je nach Branche bis zu 1.000 Euro mehr

Wechselt ein ITler in eine andere Branche, sind auf dem gleichen Posten bis zu 1.000 Euro pro Monat mehr drin. Welche Industrien die höchsten und welche die niedrigsten Gehälter zahlen: Wir haben die Antworten auf diese Fragen - auch darauf, wie sich die Einkommen 2020 entwickeln werden.
Von Peter Ilg

  1. Softwareentwickler Der Fachkräftemangel zeigt sich nicht an den Gehältern

    •  /