iPad-Mangel: Chipkrise erreicht Apple kurz vor Weihnachten

Vor allem iPads werden nicht mehr rechtzeitig unterm Weihnachtsbaum liegen: Die Chipkrise wirkt sich stärker auf Apple aus.

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Zumindest das iPhone 13 Pro ist aktuell noch problemlos zu bekommen.
Zumindest das iPhone 13 Pro ist aktuell noch problemlos zu bekommen. (Bild: Reuters)

Apple bekommt vor Weihnachten Probleme mit der Auslieferung einiger seiner Produkte. Die Chipkrise hatte Apple bislang weniger stark getroffen als andere Unternehmen, zum Ende des Jahres 2021 machen sich die Auswirkungen aber auch bemerkbar. Nikkei Asia hat in einem langen Artikel detailliert die Gründe dafür dargelegt.

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Bei Apple summieren sich aktuell die allgemeine Chipknappheit, aber auch Lockdowns und andere Covid-bezogene Restriktionen in Ländern wie Vietnam und Malaysia sowie die Stromsperrungen in China. Apple musste daher die Produktion bestimmter Produkte zurückfahren und hat sich vor allem auf seine Smartphones konzentriert.

Das Ergebnis ist, dass Käufer in Deutschland vor Weihnachten zwar noch ein iPhone 12 oder iPhone 13 bekommen, iPad-Wünsche hingegen leer ausgehen werden. Zulieferern zufolge hat Apple vor allem die Produktion des iPhone 13 priorisiert - Onlinebestellungen von iPads sind dafür aktuell erst Ende Januar 2022 lieferbar.

Probleme bei grundlegenden Komponenten

Apples Probleme sind den Zulieferern zufolge nicht Komponenten wie etwa der A15-Chip, 5G-Modems oder Arbeitsspeicher, sondern grundlegendere Komponenten wie Platinen, Chip-Substrate, digitale Kompasse oder Chips für das Akku-Management. Deren Produktion wird durch Lockdowns bei Zulieferern in Vietnam beeinflusst, ebenso wie durch Corona-Schutzmaßnahmen in Malaysia.

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In Malaysia wird Nikkei Asia zufolge vor allem die Endkontrolle vieler Komponenten durchgeführt, die anschließend dort auch verpackt werden. Auch wenn also die Produktion nicht beeinflusst wird, kann es dadurch dennoch zu Verzögerungen kommen.

Apple-CEO Tim Cook hatte im April 2021 bereits vor Engpässen im Laufe des Jahres gewarnt. Bislang haben viele Zulieferer Apple gegenüber anderen Kunden noch priorisiert - aus Angst, künftige Aufträge an Konkurrenten zu verlieren. Angesichts der aktuellen Lage scheint es aber schwierig, die Nachfrage zu bedienen.

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Apple schien bislang besser durch die Krise zu kommen

Apple ist mitnichten das einzige Unternehmen, das unter der aktuellen weltweit angespannten Produktions- und Logistiksituation leidet. Auch im Automobilmarkt und bei Unterhaltungselektronik gibt es starke Einschränkungen. Apple konnte sich aufgrund der engen Bindung der Zulieferer bislang aber gefühlt besser durch die Krise manövrieren.

Obwohl Apple das für 2021 angestrebte Ziel von 230 Millionen iPhones wohl um gut 15 Millionen Stück verfehlen wird, rechnen Analysten im vierten Quartal 2021 immer noch mit einem Nettogewinn von 30,8 Milliarden US-Dollar - was sieben Prozent mehr als im Jahr 2020 wäre.

Die Frage wird sein, inwieweit sich die Versorgungssituation auf das Jahr 2022 auswirken wird. Zudem ist das vierte Quartal aufgrund der Veröffentlichung der neuen iPhones meist Apples stärkster Gewinnzeitraum im Jahr.

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