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iPad Magic Keyboard im Test: Apple macht das iPad Pro laptoppiger

Mit dem Magic Keyboard fühlt sich das iPad Pro mehr nach Laptop an - zum vollwertigen Notebook-Ersatz wird es aber nicht.

Ein Test von Tim Kaufmann veröffentlicht am
Das Magic Keyboard von Apple
Das Magic Keyboard von Apple (Bild: Apple)

Das aktuelle iPad Pro soll mit dem Magic Keyboard mehr denn je zum Laptop werden. Apples Werbespruch dazu: "Dein nächster Computer ist kein Computer". Besonders das endlich integrierte Touchpad, vernünftige Tasten, das scheinbar schwebend montierte Tablet sowie eine Optimierung von iPad OS sollen dazu beitragen. Wir haben getestet, ob das in der Praxis gelingt.

Inhalt:
  1. iPad Magic Keyboard im Test: Apple macht das iPad Pro laptoppiger
  2. Ein größeres Touchpad fürs iPad wäre noch besser
  3. iPad Magic Keyboard: Verfügbarkeit und Fazit

Im Golem.de-Test wollen wir uns anschauen, was die Verbesserungen der Tastatur im Alltag mit sich bringen. Dabei gehen wir auch der Frage nach, unter welchen Bedingungen das iPad Pro mit Magic Keyboard ein Notebook ersetzen kann. Insbesondere der Vergleich zum Macbook drängt sich hier auf. Besonders das Trackpad und die Softwareverbesserungen bringen im Alltag eine Menge - aber auch mit der neuen Tastatur unterscheidet sich das iPad Pro von einem echten Notebook grundlegend.

Wir haben uns das iPad Magic Keyboard mit einem iPad Pro 11 Zoll (2018) angesehen. Da die letzte iPad-Generation mit dem Magic Keyboard genauso funktioniert wie die aktuelle, ändert das nichts am Testergebnis - wichtig ist uns das Zusammenspiel aus Tastatur, Trackpad und iPad OS. Die Erkenntnisse, die wir aus dem Test der kleineren Gerätekombination gezogen haben, lassen sich fast vollständig auf das iPad Pro 12,9 Zoll und das größere Magic Keyboard übertragen. Der Funktionsumfang der Tastaturen ist identisch. Bei der Variante für das iPad Pro 12,9 Zoll fallen aber einige Tasten größer aus, sie ist schwerer und teurer.

Unsere bisherigen Versuche, das iPad als Laptop-Ersatz zu nutzen, wurden stets von der fehlenden Unterstützung für Trackpads und Mäuse vereitelt. Nach unserer Erfahrung mindert der ständige Wechsel zwischen Tastatur und Touch-Steuerung die Produktivität enorm. Das gilt, obwohl das Display stets nur wenige Zentimeter von den Fingern entfernt ist. Mit iPadOS 13 ist der Mauszeiger auf dem iPad angekommen. Seit iPadOS 13.4 wird er nicht mehr in den Bedienungshilfen versteckt und mit dem Trackpad im neuen Magic Keyboard rückt er endgültig in den Vordergrund.

Tippgefühl wie auf einer großen Tastatur

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Das iPad Magic Keyboard besteht aus zwei fest miteinander verbundenen Hälften, die sich dank eines fast fingerdicken Scharniers wie ein Buch auf- und zuklappen lassen. So schützt die Tastatur das eingelegte iPad auf der Displayseite und auf der Rückseite vor Schmutz und Kratzern. Das Tastenfeld besteht aus fünf beleuchteten Tastenreihen. Das Trackpad - die wesentliche Neuerung des Magic Keyboards - sitzt unmittelbar darunter.

Die Tastatur lässt sich ohne Konfiguration in Betrieb nehmen. Keyboard und Tastatur finden über Apples Smart Connector Kontakt zueinander. Das bei den Bluetooth-Modellen der Mitbewerber übliche Pairing entfällt deshalb. Auspacken, iPad einlegen, fertig.

  • Die 11-Zoll-Variante hat etwas schmalere Tasten an den Seiten. (Bild: Apple)
  • Das Magic Keyboard erlaubt es, das iPad Pro schwebend zu montieren. (Bild: Apple)
  • Die Tastatur hat in unserem Test einen guten eindruck hinterlassen. (Bild: Apple)
  • Durch das neue Gelenk ist eine bequeme Ausrichtung des Tablets möglich. (Bild: Apple)
  • Das Magic Keyboard ist nicht nur teuer, es macht das iPad auch ziemlich dick. (Bild: Apple)
  • Das mit einem iPad Pro 12.9 verbundene Magic Keyboard von Apple (Bild: Apple)
Das mit einem iPad Pro 12.9 verbundene Magic Keyboard von Apple (Bild: Apple)

Beim Unterbau der Tasten hat sich Apple für eine Scherenkonstruktion entschieden. Sie kommt auch schon bei den Magic Keyboards im Macbook Pro und Air sowie in der Desktop-Variante der Tastatur zum Einsatz. Entsprechend ähnlich ist das Schreibgefühl bei der Nutzung des neuen Keyboards. Die iPad-Tasten sind aber weniger straff gefedert, der Anschlag ist dadurch etwas trockener. Der Tastenhub liegt bei 1 mm.

Tasten bei 11-Zoll-Variante mitunter sehr schmal

Wie bei früheren iPad-Tastaturen verzichtet Apple auch beim iPad Magic Keyboard auf die obere Reihe von Funktionstasten. Die verbleibenden Tasten sind deshalb größer als Tastaturen mit Funktionstasten anderer Anbieter. Aus diesem Grund geht das Schreiben schnell und präzise von der Hand, auch im 10-Finger-System. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass gerade beim 11-Zoll-Modell einige Tasten sehr schmal geraten sind, zum Beispiel die für das Apostroph und die Raute. Das erfordert Gewöhnung. Beim Magic Keyboard für das iPad Pro 12,9 hat Apple diese Tasten deutlich breiter ausgelegt.

Mangels Funktionstasten muss man die Lautstärke über die Tasten am iPad steuern. Wiedergabe und Bildschirmhelligkeit regeln wir über das Kontrollzentrum. Alternativ bleibt der Rückgriff auf die Sprachsteuerung mit Siri. Das Fehlen der Escape-Taste lässt sich über die Tastenkombination Befehlstaste + "." kompensieren oder man widmet zum Beispiel die Feststelltaste zur Escape-Taste um. Seit iPadOS 13.4 bietet das iPad eine entsprechende Einstellmöglichkeit.

Zwischen den Tastenkappen und der Unterkonstruktion weist das neue Magic Keyboard sehr schmale Spalten auf. Das ist bei Tastaturen üblich, aber ein deutlicher Unterschied zu Apples anderer iPad-Tastatur, dem Smart Keyboard Folio. Dort bedeckt eine Kunststoffschicht das Tastenfeld vollständig. Ohne dem Magic Keyboard eine Anfälligkeit andichten zu wollen - den Einsatz in der staubigen Werkshalle verkraftet das Smart Keyboard Folio (ab 200 Euro) auf Dauer wahrscheinlich besser.

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Ein größeres Touchpad fürs iPad wäre noch besser 
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Gl3b 02. Mai 2020

Ist nicht jedes Arbeiten produktiv?

D43 30. Apr 2020

Viel zu schwer und zu groß.

D43 30. Apr 2020

Das aktuelle MacBook Air ist allein schon durch denn nicht einmal mit einer Heatpipe...

eXistenZ1990 30. Apr 2020

IPad und Surface kann man nicht vergleichen. Das ist wie Äpfel und Birnen zu vergleichen...

schipplock 30. Apr 2020

ja ich denke auch.


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