IP-Adressen: Vorschlag für IPv8 als neues Internetprotokoll
Das Netzwerkprotokoll IPv4 hat nicht mehr genug Adressen für alle vernetzten Geräte auf der Welt. Diese Annahme führte zur Entwicklung von IPv6. Allerdings wird das neuere Protokoll vor allem auf Client-Ebene und in lokalen Netzwerken meist nicht genutzt. Das liegt unter anderem an der für Menschen schlechten Lesbarkeit. Ein Netzwerkingenieur schlägt deshalb einen neuen Standard vor: IPv8(öffnet im neuen Fenster).
Es handelt sich bei diesem Vorschlag allerdings nur um einen Draft(öffnet im neuen Fenster), der von keiner großen Organisation unterstützt und teils sogar stark(öffnet im neuen Fenster) kritisiert(öffnet im neuen Fenster) wird. Es ist daher gut möglich, dass der Standard niemals umgesetzt wird. Dem Autor wird auch vorgeworfen, die Webseite und Parameter mit KI erstellt zu haben. Deshalb sollte das Konzept mit Vorsicht betrachtet werden.
Das Protokoll soll IPv6 nicht ersetzen und mit wenig Aufwand vollständig kompatibel zum verbreiteten IPv4 sein. Dabei muss primär der maximal mögliche Adressraum erweitert werden. IPv8 soll dies durch sogenannte Area-Codes, basierend auf autonomen Systemnummern (ASNs), erreichen. Vor eine Standard-IPv4-Adresse mit vier durch Punkte getrennte Acht-Bit-Nummern von 0 bis 255 sollen diese Nummern nach dem Format r.r.r.r.n.n.n.n gestellt werden. Dabei stehen die Symbole r für ASN-Identifier und n für IPv4-Oktette.
64- statt 32-Bit-Adressraum
Insgesamt sollen so maximal 64 statt 32 Bit an Adressen angesteuert werden können. Das ist weit weniger als die 128 Bit von IPv6, sollte aber trotzdem mehr als ausreichend sein. "Hier ist keine Magie am Werk", sagt der IPv8-Autor James Thain im Gespräch mit The Register(öffnet im neuen Fenster). "Es ist einfach IPv4 mit Area-Codes." Dabei sollen große Änderungen an wichtigen Routing-Protokollen wie BGP nicht notwendig sein. "Das weiß bereits, wie man unterschiedliche Protokolle routet", sagt er.
Für IPv8 wären optimalerweise nur kleine Änderungen an Servern notwendig, um das Konzept der Area-Codes zu verstehen. Auch soll das Protokoll sogenannte Zonen-Server einführen, die wichtige Dienste wie Adresszuweisung per DHCP, Zeitsynchronisation mittels NTP, Authentifizierungen mit OAuth und Namensauflösung mit DNS vereinen.
Aktuell befindet sich das Projekt in der Anfangsphase. Thain sucht dafür sowohl Finanzierung als auch Spezialisten, die ihm bei der Umsetzung von IPv8 helfen. Weitere Details dazu stellt der Ingenieur auf der IPv8-Webseite zur Verfügung.
Nachtrag vom 14. Mai 2026, 13:42 Uhr
Rückmeldungen aus der Community und aus Fachkreisen machen deutlich, dass es sich hier nur um einen Draft ohne jegliche handfeste Unterstützung handelt. Auch die umfassende Nutzung von KI kann nicht ausgeschlossen werden. Wir haben den Text entsprechend angepasst, um mehr Kontext zu geben.
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