IP-Adresse: Guccifer 2.0 arbeitet beim GRU

Ein Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes hat offenbar einmal vergessen, sein VPN zu aktivieren. Der Fehler liefert neue Hinweise auf die russische Urheberschaft des Hacks der Demokratischen Partei in den USA im Jahr 2016.

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Das Hauptquartier des GRU in Moskau
Das Hauptquartier des GRU in Moskau (Bild: Гагыдза)

Die Veröffentlichung der E-Mails des Komitees der Demokratischen Partei (DNC) in den USA geht offenbar auf das Konto des russischen Geheimdienstes GRU. Öffentlich war ein "Einsamer Hacker" mit dem Namen Guccifer 2.0 aufgetreten. Wie The Daily Beast berichtet, entdeckten US-Behörden bei einer forensischen Analyse die IP-Adresse des Geheimdienstbüros in Moskau. Die Angreifer vergaßen also, ihre IP-Adresse mit einem VPN oder anderweitig zu maskieren. Die Entdeckung könnte auch Folgen für die Ermittlungen des US-Sondermittlers Robert Mueller gegen Donald Trump haben.

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Die Angreifer nutzten Analysen zufolge den VPN-Dienst Elite VPN, ein russischer Dienst mit Exitnodes in Frankreich. In mindestens einem Fall sollen die Personen hinter Guccifer 2.0 allerdings vergessen haben, den Dienst zu aktivieren und verrieten sich dadurch. Die Adresse konnte dem Hauptquartier des russischen Geheimdienstes GRU in der Grizodubovoy-Straße in Moskau zugeordnet werden. Die IP-Adresse soll in den Logfiles von US-Internetfirmen aufgetaucht sein.

Fehler in der Persona

Guccifer 2.0 hatte angegeben, aus Rumänien zu stammen. In einem von Motherboard per Chat durchgeführten Interview konnte die Person aber keinerlei Kenntnisse der Landessprache vorweisen. "Sofort waren verschiedene IT-Sicherheitsfirmen und Individuen skeptisch, was die Hintergrundgeschichte von Guccifer 2.0 angeht", sagte Kyle Ehmke von der Sicherheitsfirma Threat Connect. "Wir haben Inkonsistenzen gesehen, die darauf hindeuten, dass schnell eine Persona kreiert wurde - durch das oder die Individuen, die DNC kompromittiert haben." Als Persona wird eine künstlich erschaffene Identität bezeichnet.

Der US-Sonderermittler Robert Mueller III, der eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Trumps Präsidentschaftskampagne und russischen Diensten untersuchen soll, hat die zuständigen Ermittler der Bundespolizei FBI offenbar in sein Team aufgenommen. Trumps langjähriger Berater Roger Stone hatte bereits zugegeben, mit Guccifer 2.0 in Kontakt zu stehen.

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Ach 27. Mär 2018

Die Presse- und Meinungsfreiheit verfolgt ja auch keinen reinen Selbstzweck. Es geht um...

M.P. 26. Mär 2018

Auf dieser Ebene kann man alle Beweise anzweifeln...

kabauterman 26. Mär 2018

Absolut Richtig! Nur weil wir amerikanische Meldungen anzweifeln heißt das nicht das man...

Anonymer Nutzer 26. Mär 2018

Man kann aber nun auch argumentieren dass der russische Geheimdienst absichtlich so...

AgentBignose 26. Mär 2018

Nein. Der riesige und entscheidende Unterschied ist, dass ich ganz klar getrennt habe...



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