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Potenzielle Probleme bei Online-Smart-Homes

Die Idee ist simpel, eingängig und funktional: Sensoren melden nicht an eine lokale Smart-Home-Zentraleinheit, sondern vernetzen sich per WLAN ohne Umweg mit dem heimischen Router. Dieser leitet die Sensordatenpakete an den Cloud-Rechner des Sensorherstellers oder Diensteanbieters weiter - oftmals in den USA oder Fernost.

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Dort lassen sich die Daten dank MAC-Adresse und vorheriger Einrichtung eines User-Accounts eindeutig diesem Account zuordnen und speichern. Die ebenfalls dort vom User gespeicherten Regeln vergleichen nun den übertragenen Sensorwert mit einem Sollwert. Die Regel stellt fest, ob eine Aktion notwendig ist und sendet per Internet über den Router und das WLAN zu Hause einen Schaltbefehl an den betreffenden Aktor.

Das hört sich umständlich und langwierig an, funktioniert aber in weniger als einer Sekunde - sonst würde eine solche Technik von Anwendern auch nicht akzeptiert werden. Wenn der Wandtaster gedrückt wird, muss verzögerungsfrei das Licht leuchten. Andernfalls würde das als Fehlfunktion empfunden und es würde vermutlich noch einmal gedrückt, was wiederum ein Aus-Befehl sein könnte.

In aller Regel klappt alles wunderbar, zumal das Prinzip der Online-Verknüpfung von Sensoren, Regeln und Aktoren zwei gewichtige Vorteile hat: Man spart die Kosten für die Anschaffung der lokalen Zentraleinheit sowie deren - wenn auch geringe - Stromkosten. Da der Rechner (virtuell) beim Dienstleister ist, muss man sich keine Gedanken über Updates und Backups machen, das ist Aufgabe des Dienstleisters.

Allerdings gibt es zwei potenzielle Probleme: Erstens die unbedingt notwendige ständige Verfügbarkeit des Internets. Denn ohne ein anhaltend verbundenes Internet funktionieren weder der Weg der Sensordaten zum Regelwerk in der Cloud noch der Weg der Schaltbefehle von dort zur Leuchte oder zum Jalousien-Aktor. Der zweite Punkt betrifft die Sicherheit, da man als Nutzer oft nicht weiß, was mit den Daten in der Hersteller-Cloud in den USA, China und anderswo passiert.

Man ist also bei Datenschutz, Erreichbarkeit und Funktionen vom Anbieter abhängig. Wenn dieser es mit der Sicherheit nicht so genau nimmt, sind nicht nur Daten über den privaten Tagesablauf gefährdet. Es wäre auch möglich, dass sich Kriminelle in das private Netzwerk hacken. Es sind auch schon Anbieter vom Markt verschwunden - mit fatalen Folgen für die Kunden. Beim Ausfall des Internets gibt es bei solchen reinen Online-Systemen keine Notlaufeigenschaften. Eine Erleichterung, wenn dann einzelne IoT-Aktoren noch über einen lokalen Bedienungsknopf verfügen.

Gegen den Missbrauch von Sensordaten lässt sich vor allem Folgendes tun: Grundsätzlich im gesamten Netzwerk sichere Nutzernamen und Passwörter verwenden und nicht vergessen, Sicherheitsupdates einzuspielen.

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 IoT: Smart Homes ohne Internet, geht das? Ja!Lokale Smart-Home-Zentrale 
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hifimacianer 24. Jun 2019

Es hört da auf, dass die Rollos auf und zu gehen in Das ist ein häufig geäußerter...

jordo 21. Jun 2019

Ich habe mit FHEM gestartet und bin letztes Jahr zu HA gewechselt. Einer der Gründe war...

ldlx 21. Jun 2019

Ganz salopp: Her damit - fuer irgendwas wird das schon gut sein ;-)

donadi 21. Jun 2019

Ich habe auch eine SmartHome Lösung mit Homematic. Vor dem Hype mit SmartHome hat das...

Faksimile 20. Jun 2019

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