Potenzielle Probleme bei Online-Smart-Homes

Die Idee ist simpel, eingängig und funktional: Sensoren melden nicht an eine lokale Smart-Home-Zentraleinheit, sondern vernetzen sich per WLAN ohne Umweg mit dem heimischen Router. Dieser leitet die Sensordatenpakete an den Cloud-Rechner des Sensorherstellers oder Diensteanbieters weiter - oftmals in den USA oder Fernost.

Stellenmarkt
  1. IT-Mitarbeiter für den 1st-Level-Support (m/w/d)
    Limbach Gruppe SE, Heidelberg
  2. Solution Engineer (m/w/d) Senior Expert
    Vodafone GmbH, Eschborn
Detailsuche

Dort lassen sich die Daten dank MAC-Adresse und vorheriger Einrichtung eines User-Accounts eindeutig diesem Account zuordnen und speichern. Die ebenfalls dort vom User gespeicherten Regeln vergleichen nun den übertragenen Sensorwert mit einem Sollwert. Die Regel stellt fest, ob eine Aktion notwendig ist und sendet per Internet über den Router und das WLAN zu Hause einen Schaltbefehl an den betreffenden Aktor.

Das hört sich umständlich und langwierig an, funktioniert aber in weniger als einer Sekunde - sonst würde eine solche Technik von Anwendern auch nicht akzeptiert werden. Wenn der Wandtaster gedrückt wird, muss verzögerungsfrei das Licht leuchten. Andernfalls würde das als Fehlfunktion empfunden und es würde vermutlich noch einmal gedrückt, was wiederum ein Aus-Befehl sein könnte.

In aller Regel klappt alles wunderbar, zumal das Prinzip der Online-Verknüpfung von Sensoren, Regeln und Aktoren zwei gewichtige Vorteile hat: Man spart die Kosten für die Anschaffung der lokalen Zentraleinheit sowie deren - wenn auch geringe - Stromkosten. Da der Rechner (virtuell) beim Dienstleister ist, muss man sich keine Gedanken über Updates und Backups machen, das ist Aufgabe des Dienstleisters.

Golem Akademie
  1. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
  2. Terraform mit AWS: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14.–15. Dezember 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Allerdings gibt es zwei potenzielle Probleme: Erstens die unbedingt notwendige ständige Verfügbarkeit des Internets. Denn ohne ein anhaltend verbundenes Internet funktionieren weder der Weg der Sensordaten zum Regelwerk in der Cloud noch der Weg der Schaltbefehle von dort zur Leuchte oder zum Jalousien-Aktor. Der zweite Punkt betrifft die Sicherheit, da man als Nutzer oft nicht weiß, was mit den Daten in der Hersteller-Cloud in den USA, China und anderswo passiert.

Man ist also bei Datenschutz, Erreichbarkeit und Funktionen vom Anbieter abhängig. Wenn dieser es mit der Sicherheit nicht so genau nimmt, sind nicht nur Daten über den privaten Tagesablauf gefährdet. Es wäre auch möglich, dass sich Kriminelle in das private Netzwerk hacken. Es sind auch schon Anbieter vom Markt verschwunden - mit fatalen Folgen für die Kunden. Beim Ausfall des Internets gibt es bei solchen reinen Online-Systemen keine Notlaufeigenschaften. Eine Erleichterung, wenn dann einzelne IoT-Aktoren noch über einen lokalen Bedienungsknopf verfügen.

Gegen den Missbrauch von Sensordaten lässt sich vor allem Folgendes tun: Grundsätzlich im gesamten Netzwerk sichere Nutzernamen und Passwörter verwenden und nicht vergessen, Sicherheitsupdates einzuspielen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 IoT: Smart Homes ohne Internet, geht das? Ja!Lokale Smart-Home-Zentrale 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


hifimacianer 24. Jun 2019

Es hört da auf, dass die Rollos auf und zu gehen in Das ist ein häufig geäußerter...

jordo 21. Jun 2019

Ich habe mit FHEM gestartet und bin letztes Jahr zu HA gewechselt. Einer der Gründe war...

ldlx 21. Jun 2019

Ganz salopp: Her damit - fuer irgendwas wird das schon gut sein ;-)

donadi 21. Jun 2019

Ich habe auch eine SmartHome Lösung mit Homematic. Vor dem Hype mit SmartHome hat das...

Faksimile 20. Jun 2019

Vor einigen Jahren las ich in einem Artikel der CRN einen Auspruch eines Mangers aus der...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Softwarepatent
Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten

Microsoft hat eine Klage um ein Software-Patent vor dem BGH verloren. Das Patent beschreibt Grundlagentechnik und könnte zahlreiche weitere Cloud-Anbieter betreffen.
Ein Bericht von Stefan Krempl

Softwarepatent: Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten
Artikel
  1. Krypto: Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten
    Krypto
    Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten

    Ein Gericht hat entschieden, dass Craig Wright der Familie seines Geschäftspartners keine Bitcoins schuldet - kommt jetzt der Beweis, dass er Satoshi Nakamoto ist?

  2. Tim Cook: Apple traf geheime Absprache mit chinesischer Regierung
    Tim Cook
    Apple traf geheime Absprache mit chinesischer Regierung

    Tim Cook soll 2016 in China für Apple lobbyiert haben - der Deal soll 275 Milliarden US-Dollar wert sein. Öffentlich gemacht wurde die Absprache nicht.

  3. Spielfilm: Matrix trifft Unreal Engine 5
    Spielfilm
    Matrix trifft Unreal Engine 5

    Ist der echt? Neo taucht in einem interaktiven Programm auf Basis der Unreal Engine 5 auf. Der Preload ist bereits möglich.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM Weihnachtsgeschenkt (u. a. 3 Spiele kaufen, nur 2 bezahlen) • PS5 & Xbox Series X mit o2-Vertrag bestellbar • Apple Days bei Saturn (u. a. MacBook Air M1 949€) • Switch OLED 349,99€ • Saturn-Advent: HP Reverb G2 + Controller 499,99€ • Logitech MX Keys Mini 89,99€ [Werbung]
    •  /