IoT: O2 Telefónica erprobt 5G Redcap in München

O2 Telefónica hat in München die 5G-Ergänzung für IoT-Anwendungen, 5G Redcap, erfolgreich erprobt. Das gab der Netzbetreiber am 5. April 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) .
Endgeräte benötigen ein neues, 5G-Redcap-fähiges Funkmodul. Diese Module sind im Vergleich zu herkömmlichen 5G-Modulen kostengünstiger und haben einen geringeren Energiebedarf. So könnten "Millionen Geräte effizient und günstig" vernetzt werden, sagte Mallik Rao, Chief Technology & Information Officer von O2 Telefónica.
Im Netz von Telefónica Deutschland kommen Antennen von Huawei und Nokia im Verhältnis 50:50 zum Einsatz. "Unser gesamtes Ökosystem ist 5G-Redcap-fähig. Dies schließt auch alle unsere Netzausrüster ein" , sagte Telefónica-Sprecher Florian Streicher Golem.de auf Anfrage. Jetzt gehe es darum, weitere Endgeräte mit 5G Redcap in das Ökosystem zu integrieren.
"Hier arbeiten wir mit den Endgeräteherstellern zusammen" , sagte Streicher. Die Branche erwartet, dass ab 2025 eine wachsende Zahl von 5G-Redcap-fähigen IoT-Endgeräten verfügbar sein wird.
Was 5G Redcap bedeutet und wo es eingesetzt wird
5G Redcap steht für 5G Reduced Capability oder auch 5G NR-Light und kann laut dem skandinavischen Netzbetreiber Telenor(öffnet im neuen Fenster) höhere Datenraten als LTE Cat1 unterstützen.
Es richtet sich an Anwendungsfälle, die nicht den vollen Umfang der 5G-Funktionen benötigen, wie Videoüberwachung, drahtlose Industriesensoren und -router oder Smart-Grid-Anwendungen. Mit 5G RedCap lässt sich auch das Stromnetz überwachen und steuern. Smart Wearables wie Fitnesstracker und Smartwatches lassen sich ebenfalls anbinden.
Gigabitraten und Latenzzeiten von wenigen Millisekunden werden bei Redcap nicht geboten, aber im Vergleich zu 4G/LTE gibt es eine bessere Latenzzeit. Zudem sorgt 5G laut Telefónica für stabilere Verbindungen als LTE.



